Stand: 5. Februar 2018 (erwartet Freigabe) Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0

Quelle

Entstehung

  • Der Brief wurde in Wien am 3. Juli 1910 verfasst.
  • Datierung in der Quelle: 3. Juli 1910 (autograph)

Umfang

2 Bogen, 8 beschriebene Seiten

Zustand

  • Der Brief ist gut erhalten; Umschlagrückseite: oben links Adressstempel unvollständig infolge Aufriss, unten mittig Poststempel Berlin unvollständig (Briefmarke abgelöst).
  • Aufbewahrungsort

  • Deutschland | Berlin | Staatsbibliothek zu Berlin · Preußischer Kulturbesitz | Musikabteilung mit Mendelssohn-Archiv | Nachlass Ferruccio Busoni | Mus.Nachl. F. Busoni B II, 4552 | Nachweis in Kalliope
  • Hände/Stempel

    • Überwiegend: Hand des Absenders Arnold Schönberg, Brieftext in schwarzer Tinte, in deutscher Kurrentschrift
    • Hand des Archivars, der die Zurdnung die Signaturen mit Bleistift eingetragen hat.
    • Hand des Archivars, der die Zuordnung innerhalb des Busoni-Nachlasses mit Rotstift vorgenommen hat
    • Bibliotheksstempel (rote Tinte)
    • Bibliotheksstempel (blaue Tinte)
    • Adressstempel des Absenders Arnold Schönberg, mit violetter Tinte
    • Poststempel (schwarze Tinte)

    Foliierungen

    • Paginierung mit Tinte oben außen durch den Verfasser.

    Inhalt

    Absender

  • Arnold Schönberg
  • Empfänger

  • Ferruccio Busoni
  • Zusammenfassung

  • Schönberg nimmt die Korrespondenz wegen der durch Emil Hertzka vorangetriebenen Veröffentlichung seines Klavierstücks op. 11 Nr. 2 in Busonis Transkription wieder auf; sendet den Entwurf einer Erwiderung zu Busonis Vorwort dieser Ausgabe; legt eine Revision der Transkription nahe; verwahrt sich gegen „formelle Änderungen“, unvariierte!! Wiederholungen“ und „harmonische Zusätze“; erläutert seine Tempovorstellung; kündigt Rückmeldung zu Busonis Versuch einer organischen Klavier-Notenschrift an; arbeitet an seiner Harmonielehre; instrumentiert die Gurrelieder; hat den Text zur Glücklichen Hand beendet.
  • Incipit

  • die Absicht meines Verlegers,
  • Edition

    Verantwortlich

    Bearbeitet von

  • Claudio Fuchs
  • Christian Schaper
  • Frühere Editionen

    Faksimile
    Umschrift
    Lesefassung
    Faksmilie, Seite 1Bild-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin
    Mus.Nachl. F. Busoni B II, 4552
    1
    3/7.1910
    Deutsche
    Staatsbibliothek
    Berlin

    Sehr geehrter Herr Busoni,

    die Absicht meines
    Verlegers
    , meine Klavier=Stücke und Ihre Transkription
    des einen mit einem Vorwort von Ihnen und einer
    Entgegnung von mir zu veröffentlichen, giebt die
    Gelegenheit unsere seit einiger Zeit unterbrochene
    Korrespondenz wieder aufzunehmen. Ich sende
    Ihnen nun beiliegend meine Entgegnung, bitte
    Sie aber die als Entwurf anzusehen. Ich
    glaube ja selbst, daß sie etwas scharf aus=
    gefallen ist, ohne daß ich zunächst wüßte,
    wie sie, wenn Ssie gleich richtig bleiben
    soll, weniger scharf sein könnte. Aber ich
    werde selbstverständlich, wenn Sie damit
    nicht einverstanden sind. Auch könnten Sie
    eventuell Ihr „Vorwort“ danach einrichten; das müßte
    ich dann allerdings auch noch sehen. Aber ich hoffe

    Mus.ep. A. Schönberg 13 (Busoni-Nachl. B II

    1
    3.7.1910

    Sehr geehrter Herr Busoni,

    die Absicht meines Verlegers, meine Klavierstücke und Ihre Transkription des einen mit einem Vorwort von Ihnen und einer Entgegnung von mir zu veröffentlichen, gibt die Gelegenheit, unsere seit einiger Zeit unterbrochene Korrespondenz wieder aufzunehmen. Ich sende Ihnen nun beiliegend meine Entgegnung, bitte Sie aber, die als Entwurf anzusehen. Ich glaube ja selbst, dass sie etwas scharf ausgefallen ist, ohne dass ich zunächst wüsste, wie sie, wenn sie gleich richtig bleiben soll, weniger scharf sein könnte. Aber ich werde selbstverständlich, wenn Sie damit nicht einverstanden sind. Auch könnten Sie eventuell Ihr „Vorwort“ danach einrichten; das müsste ich dann allerdings auch noch sehen. Aber ich hoffe,

    Faksmilie, Seite 2Bild-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin

    2) daß wir zu einer Einigung kommen werden.
    Ich hoffe Sie werden begreifen, daß ich formelle
    Aenderungen nicht gutheißen kann, oder mein
    Werk
    in dieser Hinsicht schlechtheißen müßte.
    Mir kommt das so vor, wie wenn man
    bei einem Bild von Van Gogh die schiefen
    Linien ausbessern und richtige, gerade hinsetzen
    wollte. Nur mit einem Unterschied: bei van
    Gogh
    stehen schiefe Linien, wo ihm gerade, wenn
    nicht lieber, so doch vielleicht ebenso lieb ge=
    wesen wären (übrigens: wer weiß?!?); aber
    bei mir giebt es keine Linie, die ich mir
    anders denken könnte. Ich finde nun: Ihre Be=
    arbeitung
    bedeutet für mein Formgefühl
    keine Verbesserung, weil sie das nicht be=
    deuten kann. Aber ich halte es für möglich,
    daß jemand das in der Form besser versteht.
    Wie es ja oft vorkommt, daß man etwa
    von einem Lied einmal die Gesangsstimme

    2) dass wir zu einer Einigung kommen werden. Ich hoffe, Sie werden begreifen, dass ich formelle Änderungen nicht gutheißen kann, oder mein Werk in dieser Hinsicht schlechtheißen müsste. Mir kommt das so vor, wie wenn man bei einem Bild von van Gogh die schiefen Linien ausbessern und richtige, gerade hinsetzen wollte. Nur mit einem Unterschied: bei van Gogh stehen schiefe Linien, wo ihm gerade wenn nicht lieber, so doch vielleicht ebenso lieb gewesen wären (übrigens: wer weiß?!?); aber bei mir gibt es keine Linie, die ich mir anders denken könnte. Ich finde nun: Ihre Bearbeitung bedeutet für mein Formgefühl keine Verbesserung, weil sie das nicht bedeuten kann. Aber ich halte es für möglich, dass jemand das in der Form besser versteht. Wie es ja oft vorkommt, dass man etwa von einem Lied einmal die Gesangsstimme

    Faksmilie, Seite 3Bild-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin

    3) allein ansieht und sich dadurch besser auskennt.
    Ob man deswegen die Gesangsstimme auch allein
    dazu veröffentlichen sollte, ist eine Frage, die
    ich nicht möchte entscheiden müssen.

    Ich möchte Ihnen noch nahelegen, Ihre
    Transkription
    zu revidieren. Vielleicht können
    Sie sich entschließen, wenigstens auf die
    Verlängerungen (die als Wiederholungen,
    unvariierte!! Wiederholungen) in diesem
    Stücke
    sich kaum dem Stil des Ganzen ein=
    ordnen) zu verzichten. Ich weiß: wer meine
    Hand kennt, wird wissen, daß das nicht
    in meinem Sinn ist. Und es giebt Leute,
    die mich so gut verstehen. Auch harmo=
    nische Zusätze! Die finde ich besonders
    bedenklich. Für mein Formgefühl ist es
    nicht g das gGleiche ob ein 3= oder ein 4=stimmiger
    Akkord dortsteht. Das bringt Verschiebungen
    im Gleichgewicht hervor. Ebenso manche R
    rhyt[h]mische Veränderung. Das könnte ich nie

    3) allein ansieht und sich dadurch besser auskennt. Ob man deswegen die Gesangsstimme auch allein dazu veröffentlichen sollte, ist eine Frage, die ich nicht möchte entscheiden müssen.

    Ich möchte Ihnen noch nahelegen, Ihre Transkription zu revidieren. Vielleicht können Sie sich entschließen, wenigstens auf die Verlängerungen (die als Wiederholungen, unvariierte!! Wiederholungen in diesem Stücke sich kaum dem Stil des Ganzen einordnen) zu verzichten. Ich weiß: wer meine Hand kennt, wird wissen, dass das nicht in meinem Sinn ist. Und es gibt Leute, die mich so gut verstehen. Auch harmonische Zusätze! Die finde ich besonders bedenklich. Für mein Formgefühl ist es nicht das Gleiche, ob ein drei- oder ein vierstimmiger Akkord dort steht. Das bringt Verschiebungen im Gleichgewicht hervor. Ebenso manche rhythmische Veränderung. Das könnte ich nie

    Faksmilie, Seite 4Bild-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin

    4 gutheißen. Ebenso folgendes nicht: den ersten
    Takt nehmen Sie zweimal; das ist zu lang.
    Außerdem aber antizipieren Sie die Wirkung
    des nachher einsetzenden Contra=F. dieDas kommt bei mir
    erst einige Takte später. In Ihrer Bearbeitung
    geht diese Wirkung verloren. Mir macht
    das, wenn ich es durch ein Bild erklären soll,
    folgenden Eindruck: So anfangen Arnold Schönberg, op. 11 Nr. 2, T. 1 ist
    wie wenn man in irgend eine Stimmung
    ganz versunken wäre. Nimmt man sie dann
    wieder so Arnold Schönberg, op. 11 Nr. 2, T. 3 auf, so ist das, als ob
    man nach einer Unterbrechung durch eine
    Association, wieder auf das erste (nach und nach) zurück=
    käme. Das soll kein Programm sein. Sondern
    nur ein ad hoc unternommener Versuch der
    Deutung. Um diese Wirkung kommen Sie
    in Ihrer Bearbeitung.

    Noch eines die Figur Ferruccio Busoni, Konzertmäßige Interpretataion von Arnold Schönbergs Klavierstück op. 11 Nr. 2, T. 7 etc. entspricht
    keineswegs dem Ausdruck, den ich mir bei der
    Stelle Arnold Schönberg, op. 11 Nr. 2, T. 6 f. gedacht habe. Das soll nicht:

    4 gutheißen. Ebenso Folgendes nicht: den ersten Takt nehmen Sie zweimal; das ist zu lang. Außerdem aber antizipieren Sie die Wirkung des nachher einsetzenden Contra-F. Das kommt bei mir erst einige Takte später. In Ihrer Bearbeitung geht diese Wirkung verloren. Mir macht das, wenn ich es durch ein Bild erklären soll, folgenden Eindruck: So anfangen Arnold Schönberg, op. 11 Nr. 2, T. 1 ist, wie wenn man in irgendeine Stimmung ganz versunken wäre. Nimmt man sie dann wieder so Arnold Schönberg, op. 11 Nr. 2, T. 3 auf, so ist das, als ob man nach einer Unterbrechung durch eine Assoziation wieder auf das erste (nach und nach) zurückkäme. Das soll kein Programm sein. Sondern nur ein ad hoc unternommener Versuch der Deutung. Um diese Wirkung kommen Sie in Ihrer Bearbeitung.

    Noch eines: die Figur Ferruccio Busoni, Konzertmäßige Interpretataion von Arnold Schönbergs Klavierstück op. 11 Nr. 2, T. 7 etc. entspricht keineswegs dem Ausdruck, den ich mir bei der Stelle Arnold Schönberg, op. 11 Nr. 2, T. 6 f. gedacht habe. Das soll nicht:

    Faksmilie, Seite 5Bild-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin

    B II, 4552
    45) „dolce tranquillo“ sein, sondern „sehr ausdrucksvoll[“],
    schneidend, gedehnt; Oboen mit Cello Portamento.
    Dann aber außerdem: Stellt die Sechzehntel=
    figur die weiterentwickelte Form dieses
    Gedankens vor, dann darf doch die Urform
    nicht fehlen, von der sie ausgeht?!?

    Sonst enthält ja Ihre Bearbeitung eine
    Unmenge geistreicher Details, die davon
    zeugen wie tief und mit welchem feinen
    Gefühl Sie in dies Stück eingedrungen
    sind. Manches ist wundervoll, höchst interessant,
    und sehr scharf ausgedacht. Und ich muß gestehen:
    „Wäre ich nicht Diogenes, so ….“ Das heißt:
    „hätte ich nicht dieses Stück schreiben wollen (und,
    schreiben können!) so hätte ich das Ihre, Ihre
    Bearbeitung
    schreiben wollen.[“]
    Aber ich habe
    meines geschrieben und Ihre Bearbeitung hat
    mich nicht davon überzeugt, daß meines
    nicht gut ist. Dagegen hat es eine gute aber
    nicht hervorragende Pianistin
    klanglich sehr

    5) „dolce tranquillo“ sein, sondern „sehr ausdrucksvoll“, schneidend, gedehnt; Oboen mit Cello portamento. Dann aber außerdem: Stellt die Sechzehntelfigur die weiterentwickelte Form dieses Gedankens vor, dann darf doch die Urform nicht fehlen, von der sie ausgeht?!?

    Sonst enthält ja Ihre Bearbeitung eine Unmenge geistreicher Details, die davon zeugen, wie tief und mit welchem feinen Gefühl Sie in dies Stück eingedrungen sind. Manches ist wundervoll, höchst interessant, und sehr scharf ausgedacht. Und ich muss gestehen: „Wäre ich nicht Diogenes, so …“ Das heißt: „hätte ich nicht dieses Stück schreiben wollen (und schreiben können!), so hätte ich das Ihre, Ihre Bearbeitung schreiben wollen.“ Aber ich habe meines geschrieben, und Ihre Bearbeitung hat mich nicht davon überzeugt, dass meines nicht gut ist. Dagegen hat es eine gute, aber nicht hervorragende Pianistin klanglich sehr

    Faksmilie, Seite 6Bild-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin

    6) schön gespielt. Vielleicht haben Sie doch das
    Tempo anders genommen, als ich es meine.
    Ich schreibe vor: Mäßige ♪; Ja, mäßige Achtel.
    Aber mäßige Achtel sind natürlich schneller
    als mäßige Viertel; denn es sind eben Achtel
    und sonst gäbe es ja keinen Grund Achtel zu
    schreiben. Vielleicht hat Sie das irregeführt.
    Vielleicht müßte es heißen: gehende Achtel
    (etwa M. M. ♪ = 80–90). Das ist für
    Achtel mäßig, da die ♩.=Note dadurch
    ♩. = 26–30 heißen müßte!

    Sie haben mir seinerzeit ungefähr folgendes geschrieben:
    „Ich hoffe, ein so ..... (feiner?) Kopf, wie Sie empfindet
    Kritik, nicht als .....(verletzend?).“
    .. Das habe ich
    auch nicht getan und erwarte das Gleiche
    von Ihnen. Ich erhoffe mir also, daß Sie
    den Inhalt meines Vorwortes nicht beanstanden
    werden. Wie gesagt, aber, ich bin zu Aenderungen
    im Rahmen eines Protestes bereit. Denn,

    6) schön gespielt. Vielleicht haben Sie doch das Tempo anders genommen, als ich es meine. Ich schreibe vor: Mäßige ♪; ja, mäßige Achtel. Aber mäßige Achtel sind natürlich schneller als mäßige Viertel; denn es sind eben Achtel, und sonst gäbe es ja keinen Grund, Achtel zu schreiben. Vielleicht hat Sie das irregeführt. Vielleicht müsste es heißen: gehende Achtel (etwa M. M. ♪ = 80–90). Das ist für Achtel mäßig, da die ♩.-Note dadurch ♩. = 26–30 heißen müsste!

    Sie haben mir seinerzeit ungefähr Folgendes geschrieben: „Ich hoffe, ein so ..... (feiner?) Kopf, wie Sie empfindet Kritik, nicht als .....(verletzend?).“ Das habe ich auch nicht getan und erwarte das Gleiche von Ihnen. Ich erhoffe mir also, dass Sie den Inhalt meines Vorwortes nicht beanstanden werden. Wie gesagt, aber, ich bin zu Änderungen im Rahmen eines Protestes bereit. Denn,

    Faksmilie, Seite 7Bild-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin

    Sie verstehen mich ja wohl, ich bin Ihnen für Ihr
    warmes Interesse vor allem dankbar und
    fühle mich durch Ihre […]wohlgemeinte Absicht einer
    Bearbeitung unbedingt geehrt. Ich drücke das
    ja auch aus und versichere es Ihnen hiemit noch=
    mals. Aber ich kann mich nicht entschließen
    mein Stück darum in der Hinsicht die
    Ihre Bearbeitung ausdrückt für unvollkom̅en
    und verbesserungsbedürftig zu finden.
    Sicher nicht für unvollkomme[ne]r, als alles
    andere das ich geschrieben. Ich glaube fast
    es ist vollkommener. Und wenn es mir unvoll=
    kommen in mancher Hinsicht erscheint, so
    sind das ganz andere Punkte, in denen ich heute
    mehr kann, als […] damals vermochte.

    Ich muß Ihnen noch für die freundliche
    Zusendung Ihrer „organischen Klavier=Noten[=]Schrift
    danken. Ich werde Ihnen bald darüber ausführ=
    lich schreiben.

    Ich habe leider sehr viel zu arbeiten, des

    Sie verstehen mich ja wohl, ich bin Ihnen für Ihr warmes Interesse vor allem dankbar und fühle mich durch Ihre wohlgemeinte Absicht einer Bearbeitung unbedingt geehrt. Ich drücke das ja auch aus und versichere es Ihnen hiemit nochmals. Aber ich kann mich nicht entschließen, mein Stück darum in der Hinsicht, die Ihre Bearbeitung ausdrückt, für unvollkommen und verbesserungsbedürftig zu finden. Sicher nicht für unvollkommener als alles andere, das ich geschrieben. Ich glaube fast, es ist vollkommener. Und wenn es mir unvollkommen in mancher Hinsicht erscheint, so sind das ganz andere Punkte, in denen ich heute mehr kann als damals vermochte.

    Ich muss Ihnen noch für die freundliche Zusendung Ihrer „organischen Klavier-Notenschrift“ danken. Ich werde Ihnen bald darüber ausführlich schreiben.

    Ich habe leider sehr viel zu arbeiten, des

    Faksmilie, Seite 8Bild-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin

    halb geschieht es nicht sogleich. Ich schreibe eine Har=
    monielehre
    , instrumentiere den 3ten Theil meiner
    Gurrelieder (einer älteren Komposition von mir), habe
    mir ein Textbuch gedichtet, male und dergleichen
    mehr. Also, bitte ein ander Mal.

    Ich darf hoffentlich auf eine baldige
    Antwort rechnen, denn die Sachen sollen
    zum Druck und müssen vor dem 15[.] dort sein;
    sonst wäre es für den Herbst zu spät.

    Indem ich Sie aufs Herzlichste grüße, bin
    ich in vorzüglicher Hochachtung Ihr ergebener

    Arnold Schönberg
    Deutsche
    Staatsbibliothek
    Berlin
    Nachlaß Busoni

    halb geschieht es nicht sogleich. Ich schreibe eine Harmonielehre, instrumentiere den Dritten Teil meiner Gurrelieder (einer älteren Komposition von mir), habe mir ein Textbuch gedichtet, male und dergleichen mehr. Also, bitte ein andermal.

    Ich darf hoffentlich auf eine baldige Antwort rechnen, denn die Sachen sollen zum Druck und müssen vor dem 15. dort sein; sonst wäre es für den Herbst zu spät.

    Indem ich Sie aufs Herzlichste grüße, bin ich in vorzüglicher Hochachtung Ihr ergebener

    Arnold Schönberg

    Faksmilie, Seite 9Bild-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin
    Faksmilie, Seite 10Bild-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin
    Be[rlin]
    […]
    Mus.ep. A. Schönberg 13
    Nachlaß Busoni B II
    Mus.Nachl. F. Busoni B II, 4552-Beil.