Ferruccio Busoni an Arnold Schönberg Dokument exportieren

Berlin, 16. September 1911

Stand: 13. März 2016 (erwartet Freigabe) Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0

Quelle

Entstehung

  • Der Brief wurde in Berlin am 16. September 1911 verfasst.
  • Datierung in der Quelle: 16. September 1911 (autograph)

Umfang

3 Blatt, 3 beschriebene Seiten
  • Jedes Blatt ist lediglich einseitig beschrieben.
  • Zustand

  • Der Brief ist gut erhalten, das Papier jedoch an wenigen Stellen leicht beschädigt.
  • Aufbewahrungsort

  • USA | Washington, D. C. | The Library of Congress | Music Division | Arnold Schoenberg Collection
  • Hände/Stempel

    • Überwiegend: Hand des Absenders Ferruccio Busoni, Brieftext in schwarzer Tinte, in lateinischer Schreibschrift.
    • Bibliotheksstempel (rote Tinte).

    Inhalt

    Absender

  • Ferruccio Busoni
  • Empfänger

  • Arnold Schönberg
  • Zusammenfassung

  • Busoni, nach zweiwöchiger Abwesenheit nach Berlin zurückgekehrt, reagiert knapp auf Schönbergs Bitte um Umterstützung und bestätigt die Veröffentlichung eines Aufrufs für potenzielle Schönberg-Schüler in der Zeitschrift Pan vom 16. September 1911.
  • Incipit

  • ich komme eben zurück von den wenigen 14 Tagen Ferien
  • Edition

    Verantwortlich

    • Christian Schaper
    • Ullrich Scheideler

    Bearbeitet von

  • Maximilian Furthmüller
  • Frühere Editionen

    Faksimile
    Umschrift
    Lesefassung
    Faksmilie, Seite 1Bild-Quelle: Arnold Schönberg Center Wien
    (* The * Library * of * Congress *)
    16 Sept. 1911.

    Mein verehrter Freund,

    ich komme eben zurück
    von den wenigen 14 Tagen
    Ferien, die ich mir seit 2
    Jahren gönnte. Finde
    unter meiner stark auf-
    -gehäuften Korrespondenz
    Ihren Brief.

    Ihre Geschichte ist höchst
    merkwürdig – im ersten
    Augenblick, wo Alles mögliche
    Rückständige u. Eilige
    erledigt werden soll, kann
    ich kaum was beginnen.

    16. September 1911.

    Mein verehrter Freund,

    ich komme eben zurück von den wenigen 14 Tagen Ferien, die ich mir seit zwei Jahren gönnte. Finde unter meiner stark aufgehäuften Korrespondenz Ihren Brief.

    Ihre Geschichte ist höchst merkwürdig – im ersten Augenblick, wo alles mögliche Rückständige und Eilige erledigt werden soll, kann ich kaum was beginnen.

    Faksmilie, Seite 2Bild-Quelle: Arnold Schönberg Center Wien

    (* The * Library * of * Congress *) Gestern erschien im
    Pan unser Aufruf.
    Ich bin mit der Ab-
    fassung (die ich erst
    in der Veröffentlichung
    zu Gesicht bekam) nicht
    sehr zufrieden. Nicht
    Sie sollten auf „Schüler“
    warten, sondern die
    Schüler (u. das ganze
    Musik-Berlin) auf Sie.
    Ich fürchte dass der
    Aufruf d nicht so nicht
    wirksam ist.

    Aber wSie sehen, wir
    sind am Werke.

    Gestern erschien im Pan unser Aufruf. Ich bin mit der Abfassung (die ich erst in der Veröffentlichung zu Gesicht bekam) nicht sehr zufrieden. Nicht Sie sollten auf „Schüler“ warten, sondern die Schüler (und das ganze Musik-Berlin) auf Sie. Ich fürchte, dass der Aufruf so nicht wirksam ist.

    Aber Sie sehen, wir sind am Werke.

    Faksmilie, Seite 3Bild-Quelle: Arnold Schönberg Center Wien
    (* The * Library * of * Congress *)

    Sobald mehr zu melden
    ist, thu’ ich’s.

    Verzeihen Sie für heute
    die Knappheit u. Eile.
    Ich weiss wirklich nicht,
    wie ich mit Allem was
    auf mir liegt, fertig werde.

    Stets der Ihre.

    Ferruccio Busoni

    16. Sept. 1911.

    Sobald mehr zu melden ist, tu ich’s.

    Verzeihen Sie für heute die Knappheit und Eile. Ich weiß wirklich nicht, wie ich mit allem, was auf mir liegt, fertig werde.

    Stets der Ihre.

    Ferruccio Busoni

    16. September 1911.