Hans Huber an Ferruccio Busoni Dokument exportieren

Solothurn, bis 26. November 1915

Stand: 20. Juni 2017 (erwartet Freigabe) Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0

Quelle

Entstehung

  • Die Ansichtskarte wurde in Solothurn vmtl. am 26. November 1915 verfasst.
  • Datierungen in der Quelle: 25. November 1915 (Empfänger), 26. November 1915 (Poststempel Solothurn)

Umfang

1 Ansichtskarte, 1 beschriebene Seite

Zustand

  • Die Ansichtskarte ist gut erhalten.
  • Aufbewahrungsort

  • Deutschland | Berlin | Staatsbibliothek zu Berlin · Preußischer Kulturbesitz | Musikabteilung mit Mendelssohn-Archiv | Nachlass Ferruccio Busoni | Mus.Nachl. F. Busoni B II, 2252 | olim: Mus.ep. H. Huber 25 (Busoni-Nachl. B II) | Nachweis in Kalliope
  • Hände/Stempel

    • Überwiegend: Hand des Absenders Hans Huber, Brieftext in schwarzer Tinte, in deutscher Kurrentschrift.
    • Hand des Archivars, der die Signaturen des Briefes mit Bleistift eingetragen hat.
    • Hand des Empfängers Busoni, der eine Datierung des Briefes zweimal übereinander (mit Bleistift und mit Tinte) vorgenommen hat.
    • Hand des Archivars, der die Zuordnung innerhalb des Busoni-Nachlasses mit Rotstift eingetragen hat.
    • Hand des Archivars, der die Ziffer 3 eingetragen hat.
    • Bibliotheksstempel (rote Tinte)
    • Poststempel (schwarze Tinte)

    Inhalt

    Absender

  • Hans Huber
  • Empfänger

  • Ferruccio Busoni
  • Zusammenfassung

  • Huber, zur Erholung in Solothurn, konnte „R. B.“ – von Busoni „glänzend“ empfohlen – nicht sehen; hofft auf ein Treffen mit Busoni in Basel.
  • Incipit

  • Daß Pausen auch Musik sind
  • Edition

    Verantwortlich

    • Christian Schaper
    • Ullrich Scheideler

    Bearbeitet von

  • Hannah Fiedrowicz
  • Faksimile
    Umschrift
    Lesefassung
    Faksmilie, Seite 1Bild-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin
    Mus.ep. H. Huber 25 (Busoni-Nachl.
    B II)

    [links:]

    Lieber, verehrter Maestro.

    Daß Pausen auch Musik sind &
    daß die Musik nur durch Pausen
    athmen kan̅, mußte ich leider
    an meinem eigenen herabgekom̅enen
    corpus erfahren. Diese Pausen
    fülle ich in einem behaglichen
    Hôtel in dem mittelalterlichen
    Solodurensis mit Schlafen, Eßen
    & Luftbäder[n] aus. Deßhalb kon̅te
    ich auch R. B. nicht sehen. Die
    glänzende Empfehlung aber wird
    nicht unbeachtet bleiben; das
    verspreche ich Ihnen. Im Uebrigen
    hoffe ich doch, Sie in persona
    bald in Basel begrüßen zu kön̅en.

    Ihr treuster Verehrer

    Verlag: Emil Berger, Phot., Solo[thurn]

    Huber

    [rechts:]

    25. Novb. 15 3
    Solothurn
    26.XI.15.XII
    Filiale
    Herrn
    Ferruccio Busoni
    p. adr. Gebrüder Hug – Cie
    Sonnenquai

    Deutsche
    Staatsbibliothek
    Berlin
    Zürich
    Mus.Nachl. F. Busoni B II, 2252

    Lieber, verehrter Maestro.

    Dass Pausen auch Musik sind und dass die Musik nur durch Pausen atmen kann, musste ich leider an meinem eigenen herabgekommenen corpus erfahren. Diese Pausen fülle ich in einem behaglichen Hôtel in dem mittelalterlichen Solodurensis mit Schlafen, Essen und Luftbädern aus. Desshalb konnte ich auch R. B. nicht sehen. Die glänzende Empfehlung aber wird nicht unbeachtet bleiben; das verspreche ich Ihnen. Im Übrigen hoffe ich doch, Sie in persona bald in Basel begrüßen zu können.

    Ihr treuster Verehrer

    Huber

    Faksmilie, Seite 2Bild-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin