Stand: 29. April 2017 (erwartet Freigabe) Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0

Quelle

Entstehung

  • Der Brief wurde in Zürich am 5. Januar 1917 verfasst.
  • Datierung in der Quelle: 5. Januar 1917 (autograph)

Umfang

2 Blatt, 2 beschriebene Seiten
  • Brieftext auf den Vorderseiten; auf der zweiten Rückseite Notizen Hubers.
  • Zustand

  • Der Brief ist gut erhalten.
  • Aufbewahrungsort

  • Schweiz | Basel | Universitätsbibliothek | NL 30 : 22:A-H:16
  • Hände/Stempel

    • Überwiegend: Hand des Absenders Ferruccio Busoni, Brieftext in schwarzer Tinte, in lateinischer Schreibschrift.
    • Hand des Archivars, der die Foliierung mit Bleistift vorgenommen hat.
    • Hand des Empfängers Hans Huber, der Notizen mit Bleistift vorgenommen hat.

    Inhalt

    Absender

  • Ferruccio Busoni
  • Empfänger

  • Hans Huber
  • Zusammenfassung

  • Busoni freut sich, dass Huber sein Albumblatt gefällt; erwähnt dessen Widmungsträger Albert Biolley; äußert sich zu Huber als Künstler, zum Schriftsteller John Ruskin und zur Bedeutung des Humors.
  • Incipit

  • das Albumblatt, das Ihren Beifall findet
  • Edition

    Verantwortlich

    • Christian Schaper
    • Ullrich Scheideler

    Bearbeitet von

  • Hannah Fiedrowicz
  • Christian Schaper
  • Frühere Editionen

    Faksimile
    Umschrift
    Lesefassung
    Faksmilie, Seite 1
    37.
    Zürich 5 Jan. 1917

    Lieber Verehrter,

    das Album
    blatt
    , das Ihren Beifall findet, ist
    ursprünglich für Flöte geschrieben,
    ein Instrument dessen sich Mr
    Biolley befleissigt, der Dedikant.
    Dieser Biolley hat – so weit
    seine begrenzten Kräfte zuliessen –
    fast ebenso viel Gutes mir an-
    gethan, als die Basler gegen-
    wärtig Ihnen anthun. Diese
    Nachricht aus Ihrem Briefe
    hat mich wahrhaftig beglückt.
    Ihre Deutung meines Mit=Wirkens
    hiebei ist durchaus dichterisch
    u. freundschaftlich u. bescheiden:,
    Attribute, die in Ihnen den
    Menschen, wie auch den Künstler
    kennzeichnen.

    Zürich 5. Januar 1917

    Lieber Verehrter,

    das Albumblatt, das Ihren Beifall findet, ist ursprünglich für Flöte geschrieben, ein Instrument, dessen sich Monsieur Biolley befleißigt, der Dedikant. Dieser Biolley hat – so weit seine begrenzten Kräfte zuließen – fast ebenso viel Gutes mir angetan, als die Basler gegenwärtig Ihnen antun. Diese Nachricht aus Ihrem Briefe hat mich wahrhaftig beglückt. Ihre Deutung meines Mitwirkens hiebei ist durchaus dichterisch und freundschaftlich und bescheiden: Attribute, die in Ihnen den Menschen wie auch den Künstler kennzeichnen.

    Faksmilie, Seite 2
    (2)

    Andererseits: wenn die
    Basler Solches thun,
    dann plagt sie das Gewissen.
    Nehmen Sie darum das Factum
    als nur den Theil eines Tributes,
    der Ihnen durchaus gebührt.

    – Von Ruskin weiss ich zu
    wenig. Er erschien mir eigen-
    sinnig und beschränkt, damals,
    als ich ihn ergriff: seitdem ist
    so vieles in und außer mir
    vorgegangen, dass ich kaum
    mehr erkennen könnte, wie
    ich heute zu ihm stünde. –
    Menschlichkeit u. Witz stehen
    mir heute obenan. Wehe den
    Humorlosen! –

    Allen Segen und meine
    affectueuse veneration.

    Ihr F. Busoni

    Andererseits: wenn die Basler solches tun, dann plagt sie das Gewissen. Nehmen Sie darum das Faktum als nur den Teil eines Tributes, der Ihnen durchaus gebührt.

    – Von Ruskin weiß ich zu wenig. Er erschien mir eigensinnig und beschränkt, damals, als ich ihn ergriff: Seitdem ist so vieles in und außer mir vorgegangen, dass ich kaum mehr erkennen könnte, wie ich heute zu ihm stünde. – Menschlichkeit und Witz stehen mir heute obenan. Wehe den Humorlosen! –

    Allen Segen und meine affectueuse vénération.

    Ihr F. Busoni

    Faksmilie, Seite 3
    [Rückseite von Textseite 1, vacat]
    Faksmilie, Seite 4
    George Borrow
    Lavengro
    Rommany Rye
    The Bible in Spain
    accordatore
    Venturi Belli[n]zona