Stand: 14. November 2017 (erwartet Freigabe) Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0

Quelle

Entstehung

  • Der Brief wurde am 26. Mai 1917 vmtl. in Zürich verfasst.
  • Datierung in der Quelle: 26. Mai 1917 (autograph)

Umfang

2 Blatt, 2 beschriebene Seiten
  • Nur die Vorderseiten sind beschrieben.
  • Zustand

  • Der Brief ist gut erhalten.
  • Aufbewahrungsort

  • Schweiz | Basel | Universitätsbibliothek | NL 30 : 22:A-H:16
  • Hände/Stempel

    • Überwiegend: Hand des Absenders Ferruccio Busoni, Brieftext in schwarzer Tinte, in lateinischer Schreibschrift.
    • Hand des Archivars, der die Nummerierung des Briefs mit Bleistift vorgenommen hat.
    • Hand des Archivars, der die Datierung des Briefs mit Bleistift eingetragen hat.

    Inhalt

    Absender

  • Ferruccio Busoni
  • Empfänger

  • Hans Huber
  • Zusammenfassung

  • Busoni sendet nach gescheiterter Verhandlung zu einer Basler Aufführung von Arlecchino und Turandot das Schreiben von Leo Melitz zurück; vermeldet Aufführungsaussichten in Bern, Köln und Frankfurt; attestiert Hans Pfitzners Broschüre Futuristengefahr einen „Hintertreppen-Titel“; strebt Veröffentlichung einer Erwiderung in der Neuen Zürcher Zeitung an; erwartet Eintreffen seiner Kanonischen Variationen und Fuge über Bachs Musikalisches Opfer; plant Besuch der Uraufführung von Hubers 7. Symphonie.
  • Incipit

  • indem ich Ihnen für Ihre menschenfreundliche Mühe danke
  • Edition

    Verantwortlich

    • Christian Schaper
    • Ullrich Scheideler

    Bearbeitet von

  • Christian Schaper
  • Frühere Editionen

    Faksimile
    Umschrift
    Lesefassung
    Faksmilie, Seite 1
    52.26 Mai 1917

    Lieber, Verehrter,

    indem ich Ihnen
    für Ihre menschenfreundliche Mühe
    danke, sende ich Ihnen das
    Memorandum
    des Herrn Direktor Leo Melitz
    zurück. Der Passus – dass ein
    Gastspiel nicht möglich waere,
    weil es zahlreiche Gastspiele gibt
    – ist ein Muster von Logik.
    Über die sprachliche Wendung
    „daran gehen“
    will ich nicht streiten, da ich den
    Deutschen ein Italiener bin.
    Hingegen ist das Unternehmen für
    Bern u. den kommenden Herbst so
    gut, als abgemacht. Auch Frankfurt
    u. Köln haben sich freiwillig gemeldet.

    Lieber, Verehrter,

    indem ich Ihnen für Ihre menschenfreundliche Mühe danke, sende ich Ihnen das Memorandum des Herrn Direktor Leo Melitz zurück. Der Passus – dass ein Gastspiel nicht möglich wäre, weil es zahlreiche Gastspiele gibt – ist ein Muster von Logik. Über die sprachliche Wendung „daran gehen“ will ich nicht streiten, da ich den Deutschen ein Italiener bin. Hingegen ist das Unternehmen für Bern und den kommenden Herbst so gut als abgemacht. Auch Frankfurt und Köln haben sich freiwillig gemeldet.

    Faksmilie, Seite 2

    (2) Hans Pfitzner hat unter dem
    Hintertreppen-Titel „Futuristen-
    Gefahr
    “ eine Broschüre gegen mich
    herausgegeben. Ich habe eine
    kurze Erwiederung verfasst, die
    hoffentlich in nächsten Tagen
    von der Z. Z. gebracht wird. Am
    31. gehen meine beiden Spiele
    noch einmal hier über die
    „Bretter“. – Die Studie über
    die "Kanons" erwarte ich täglich.
    Ich grüße Sie verehrungsvoll

    als Ihr herzlichst ergebener
    (Sie zu Ihrer Symphonie sich
    einfindender)

    F. Busoni

    26 Mai 1917

    Hans Pfitzner hat unter dem Hintertreppen-Titel „Futuristengefahr“ eine Broschüre gegen mich herausgegeben. Ich habe eine kurze Erwiderung verfasst, die hoffentlich in nächsten Tagen von der Zürcher Zeitung gebracht wird. Am 31. gehen meine beiden Spiele noch einmal hier über die „Bretter“. – Die Studie über die „Kanons“ erwarte ich täglich. Ich grüße Sie verehrungsvoll

    als Ihr herzlichst ergebener (zu Ihrer Symphonie sich einfindender)

    Ferruccio Busoni

    26. Mai 1917
    Faksmilie, Seite 3
    [Rückseite von Textseite 1, vacat]
    Faksmilie, Seite 4
    [Rückseite von Textseite 2, vacat]