Stand: 4. Juni 2017 (erwartet Freigabe) Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0

Quelle

Entstehung

  • Der Brief wurde in Basel am 10. Juni 1917 verfasst.
  • Datierung in der Quelle: 10. Juni 1917 (autograph)

Umfang

1 Bogen, 2 beschriebene Seiten
  • Briefpapier im Querformat (aufgeklappter Bogen); Vorderseite in zwei Spalten beschrieben, Rückseite vacat.
  • Zustand

  • Der Brief ist gut erhalten.
  • Aufbewahrungsort

  • Schweiz | Basel | Universitätsbibliothek | NL 30 : 22:A-H:16
  • Hände/Stempel

    • Überwiegend: Hand des Absenders Ferruccio Busoni, Brieftext in blauer Tinte, in lateinischer Schreibschrift.
    • Hand des Archivars, der die Nummerierung und Foliierung mit Bleistift vorgenommen hat.
    • Hand des Empfängers Hans Huber, Randnotizen mit Bleistift in deutscher Kurrentschrift.

    Inhalt

    Absender

  • Ferruccio Busoni
  • Empfänger

  • Hans Huber
  • Zusammenfassung

  • Busoni lobt Klang, Eigenart und Lebendigkeit von Hubers 7. Symphonie.
  • Incipit

  • Am liebsten wäre ich gestern nach dem Konzerte
  • Edition

    Verantwortlich

    • Christian Schaper
    • Ullrich Scheideler

    Bearbeitet von

  • Till Erik Sawallisch
  • Frühere Editionen

    Faksimile
    Umschrift
    Lesefassung
    Faksmilie, Seite 1
    54.

    Lieber, verehrter
    Meister –

    am liebsten
    waere ich gestern nach
    dem Konzerte nach
    Hause geeilt u. hätte
    angefangen, was
    Tüchtiges zu komponieren.
    AlSso regte mich Ihr
    Werk an. Wenn
    ich mir eine Kritik
    anmaassen dürfte,67 mg Glas Ulricus am Morgen nüchtern
    1'6[…] - - -

    Lieber, verehrter Meister –

    am liebsten wäre ich gestern nach dem Konzerte nach Hause geeilt und hätte angefangen, was Tüchtiges zu komponieren. Also regte mich Ihr Werk an. Wenn ich mir eine Kritik anmaßen dürfte

    Faksmilie, Seite 2

    (loben bedeutet ebenso
    kritisieren, als tadeln)
    so sagte ich: Ihre
    Symphonie
    klingt von
    Anfang bis zu Ende, die
    Jugend feiert im ersten
    Satze ein Sommer-
    fest, die Blüthe der
    Eigenart spriesst aus
    dem Boden alter Kultur:
    Das Werk ist lebendig.

    – Ihre liebes Ver-
    hältnis zu mir ehrt
    u. beglückt mich. Dank.

    Ihr ganz ergebener

    F. Busoni

    10 Juni 1917.

    (loben bedeutet ebenso kritisieren als tadeln), so sagte ich: Ihre Symphonie klingt von Anfang bis zu Ende, die Jugend feiert im ersten Satze ein Sommerfest, die Blüte der Eigenart sprießt aus dem Boden alter Kultur: Das Werk ist lebendig.

    – Ihr liebes Verhältnis zu mir ehrt und beglückt mich. Dank.

    Ihr ganz ergebener

    F. Busoni

    10. Juni 1917.
    Faksmilie, Seite 3
    (2)
    Faksmilie, Seite 4
    [Rückseite von Textseite 2, vacat]