Stand: 8. Juni 2017 (erwartet Freigabe) Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0

Quelle

Entstehung

  • Der Brief wurde in Zürich am 6. November 1917 verfasst.
  • Datierung in der Quelle: 6. November 1917 (autograph)

Umfang

2 Blatt , 2 beschriebene Seiten

Zustand

  • Der Brief ist gut erhalten.
  • Aufbewahrungsort

  • Schweiz | Basel | Universitätsbibliothek | NL 30 : 22:A-H:16
  • Hände/Stempel

    • Überwiegend: Hand des Absenders Ferruccio Busoni, Brieftext in schwarzer Tinte, in lateinischer Schreibschrift.
    • Hand des Archivars, der Datierung und Nummerierung mit Bleistift vorgenommen hat.

    Inhalt

    Absender

  • Ferruccio Busoni
  • Empfänger

  • Hans Huber
  • Zusammenfassung

  • Busoni zeigt sich erfreut über die Wiederaufnahme der Korrespondenz; äußert Sehnsucht nach einer Reise in „den Süden“; hat das Erste Bild von Doktor Faust beendet; hat den ersten Teil der Klavierübung mit Widmung an Musikschule und Konservatorium Basel in Druck gegeben.
  • Incipit

  • seit langer Zeit hat mich nicht etwas so innig gefreut,
  • Edition

    Verantwortlich

    • Christian Schaper
    • Ullrich Scheideler

    Bearbeitet von

  • Anton Hoffmann
  • Frühere Editionen

    Faksimile
    Umschrift
    Lesefassung
    Faksmilie, Seite 1
    60.6. Nov. 1917

    Lieber Verehrter,

    seit langer Zeit hat mich
    nicht Etwas so innig gefreut,
    als die Überraschung heute
    ihre Schriftzüge zu erblicken!
    Dieses kommt mir aus dem
    Herzen; denn ich vermisste
    nicht nur Ihre anregende
    Korrespondenz, sondern fühlte
    mich gedrückt um den Grund
    ihres Ausbleibens. Der Schlusssatz
    auf Ihrer lieben (mich sehr
    ermuthigenden) Karte, war mir
    demnach ein Geschenk, das
    diesen Tag glücklicher gestaltent.
    Von dem „langsam wieder auf-
    athmenden Freunde“
    werden wir
    in den nächsten Tagen Belinda
    zu geniessen haben. Heute
    will ich Sie im Geiste bei mir wissen!

    Lieber Verehrter,

    seit langer Zeit hat mich nicht etwas so innig gefreut als die Überraschung, heute ihre Schriftzüge zu erblicken! Dieses kommt mir aus dem Herzen; denn ich vermisste nicht nur Ihre anregende Korrespondenz, sondern fühlte mich gedrückt um den Grund ihres Ausbleibens. Der Schlusssatz auf Ihrer lieben (mich sehr ermutigenden) Karte war mir demnach ein Geschenk, das diesen Tag glücklicher gestaltet. Von dem „langsam wieder aufatmenden Freunde“ werden wir in den nächsten Tagen Bellinda zu genießen haben. Heute will ich Sie im Geiste bei mir wissen!

    Faksmilie, Seite 2
    (2)

    Wenn Sie Kraft u. Neigung
    etwa wieder dazu empfinden,
    dann erfreuen Sie mich durch
    weitere Bestätigung Ihrer
    fortschreitenden Genesung. –

    Ich habe grosse Lust, den
    Süden aufzusuchen. Die Welt
    wird mir allmäglig enger,
    und eine kleine Reise (ohne
    Klavier) würde mich vielleicht
    vorübergehend darüber hinweg-
    täuschen. – Von meinem neuen
    Werke
    steht das erste Bild fertig
    in Partitur. – Daser erste Theil der
    Klavierübung” (mit der freundlich
    gestalteten Dedikation) ist bereits
    im Druck. – Gott segne Sie.

    Ihr verehrungsvoll ergebener

    F. Busoni

    6. Nov. 1917.

    Wenn Sie Kraft und Neigung etwa wieder dazu empfinden, dann erfreuen Sie mich durch weitere Bestätigung Ihrer fortschreitenden Genesung. –

    Ich habe große Lust, den Süden aufzusuchen. Die Welt wird mir allmählich enger, und eine kleine Reise (ohne Klavier) würde mich vielleicht vorübergehend darüber hinwegtäuschen. – Von meinem neuen Werke steht das erste Bild fertig in Partitur. – Der erste Teil der „Klavierübung“ (mit der freundlich gestalteten Dedikation) ist bereits im Druck. – Gott segne Sie.

    Ihr verehrungsvoll ergebener

    F. Busoni

    6. Nov. 1917.
    Faksmilie, Seite 3
    [Rückseite von Textseite 1, vacat]
    Faksmilie, Seite 6
    [Rückseite von Textseite 2, vacat]