Stand: 12. Juni 2017 (erwartet Freigabe) Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0

Quelle

Entstehung

  • Der Brief wurde in Zürich am 26. Dezember 1917 verfasst.
  • Datierung in der Quelle: 26. Dezember 1917 (autograph)

Umfang

4 Blatt, 4 beschriebene Seiten

Zustand

  • Der Brief ist gut erhalten.
  • Aufbewahrungsort

  • Schweiz | Basel | Universitätsbibliothek | NL 30 : 22:A-H:16
  • Hände/Stempel

    • Überwiegend: Hand des Absenders Ferruccio Busoni, Brieftext in schwarzer Tinte, in lateinischer Schreibschrift.
    • Hand des Archivars, der die Paginierung vorgenommen und die Datierung auf die erste Seite übertragen hat.

    Inhalt

    Absender

  • Ferruccio Busoni
  • Empfänger

  • Hans Huber
  • Zusammenfassung

  • Busoni erkundigt sich nach Hubers Gesundheit; befindet das Jahr 1917 für befriedigend; übermittelt Neujahrswünsche; erwartet die Fertigstellung von Mors et vita; bewertet Hubers Beitrag zur Jubiläumsschrift der Basler Musikschule als positiv.
  • Incipit

  • schon hatte ich mich gefreut
  • Edition

    Verantwortlich

    • Christian Schaper
    • Ullrich Scheideler

    Bearbeitet von

  • Sebastian Schade
  • Frühere Editionen

    Faksimile
    Umschrift
    Lesefassung
    Faksmilie, Seite 1
    62.26. Dez. 1917

    Lieber Verehrter,

    schon hatte ich mich gefreut
    auf das Aufeinanderfolgen
    einer Reihe Mittheilungen
    u. Ergüsse von Ihrer Hand
    – war doch der Anfang
    wieder gemacht u. das
    Zeichen der begonnenen
    Konvaleszenz verkündet!
    als Ihr Epistolarium
    bereits eine laengere und
    darum mich zur Besorgt-
    heit stimmende Unter-
    brechung erfährt. – Wenn
    ich Ihnen heute schreibe,

    Lieber Verehrter,

    schon hatte ich mich gefreut auf das Aufeinanderfolgen einer Reihe Mitteilungen und Ergüsse von Ihrer Hand – war doch der Anfang wieder gemacht und das Zeichen der begonnenen Konvaleszenz verkündet! – als Ihr Epistolarium bereits eine längere und darum mich zur Besorgtheit stimmende Unterbrechung erfährt. – Wenn ich Ihnen heute schreibe,

    Faksmilie, Seite 2

    (2) so geschieht es nicht nur,
    um das Ihnen die Heilung
    zu wünschen, die ich in
    stetigem Fortschreiten erhoffe,
    sondern um diesen Wunsch
    bestätigt zu erfahren, womöglich
    in Ihren eigenen Schriftzügen,
    die mir für die × gute Nachricht
    um so sicherer bürgen. –
    Wenngleich ich noch eine
    kleine Woche 1917 vor mir
    habe, die noch Etwas zu
    Stande bringen könnte, so
    habe ich doch am Weihnachts-
    tage die Bilanz des Jahres
    gezogen u. festgestellt, dass
    ich meine Zeit gut ange-

    wandte. hatte.

    so geschieht es nicht nur, um Ihnen die Heilung zu wünschen, die ich in stetigem Fortschreiten erhoffe, sondern um diesen Wunsch bestätigt zu erfahren, womöglich in Ihren eigenen Schriftzügen, die mir für die gute Nachricht um so sicherer bürgen. – Wenngleich ich noch eine kleine Woche 1917 vor mir habe, die noch etwas zu Stande bringen könnte, so habe ich doch am Weihnachtstage die Bilanz des Jahres gezogen und festgestellt, dass ich meine Zeit gut anwandte.

    Faksmilie, Seite 3
    (3)

    Das gab mir einige Stunden
    von Zufriedenheit in reinlichem
    Gewissen, die ich genoss. –
    Doch bleibt so vieles zu ttun!
    Aus sich selber muss man
    die Kraft u. die Eingebung da-
    zu schöpfen, und in dieser
    Möglichkeit liegt der Vorzug,
    des Alters. – Das Aus dem-
    -selben Raisonnement
    sehe ich mit Vertrauen u.
    Freude der Gestaltung u.
    Vollendung von
    Mors et vita
    entgegen und damit
    drücke ich meinen herz-
    lichsten Neujahrswunsch

    für Sie aus.

    Das gab mir einige Stunden von Zufriedenheit in reinlichem Gewissen, die ich genoss. – Doch bleibt so vieles zu tun! Aus sich selber muss man die Kraft und die Eingebung dazu schöpfen, und in dieser Möglichkeit liegt der Vorzug, des Alters. – Aus demselben Raisonnement sehe ich mit Vertrauen und Freude der Gestaltung und Vollendung von Mors et vita entgegen, und damit drücke ich meinen herzlichsten Neujahrswunsch für Sie aus.

    Faksmilie, Seite 4
    (4)

    Inzwischen erhielt
    ich dasie Jubilaumsschrift
    der Musikschule
    , worin
    Ihr schön gezeichnetes Bild
    (ich rieth auf Stauffer[-]Bern)
    mir angenehm auffiel.
    Auch ihre eigenen Worte,
    Sie selbst betreffend, las
    ich mit Anregung und
    Verehrung.

    Mit welcher ich zeichne
    als Ihr
    freundschaftlich ergebener

    F. Busoni

    26. Dez. 1917

    Inzwischen erhielt ich die Jubiläumsschrift der Musikschule, worin Ihr schön gezeichnetes Bild (ich riet auf Stauffer-Bern) mir angenehm auffiel. Auch ihre eigenen Worte, Sie selbst betreffend, las ich mit Anregung und Verehrung.

    Mit welcher ich zeichne als Ihr freundschaftlich ergebener

    Ferruccio Busoni

    26. Dezember 1917
    Faksmilie, Seite 5
    [Rückseite von Textseite 1, vacat]
    Faksmilie, Seite 6
    [Rückseite von Textseite 2, vacat]
    Faksmilie, Seite 7
    [Rückseite von Textseite 3, vacat]
    Faksmilie, Seite 8
    [Rückseite von Textseite 4, vacat]