Ferruccio Busoni an Hans Huber Dokument exportieren

vmtl. Zürich, 17. Januar 1918

Stand: 16. Juni 2017 (erwartet Freigabe) Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0

Quelle

Entstehung

  • Der Brief wurde am 17. Januar 1918 vmtl. in Zürich verfasst.
  • Datierung in der Quelle: 17. Januar 1918 (autograph)

Umfang

2 Blatt, 2 beschriebene Seiten
  • Vorderseiten beschrieben
  • Zustand

  • leichter Einriss des zweiten Bogens am Falz links mittig, Heftklammer-Abdruck auf beiden Bögen oben links; ansonsten gut erhalten; kein Textverlust.
  • Aufbewahrungsort

  • Schweiz | Basel | Universitätsbibliothek | NL 30 : 22:A-H:16
  • Hände/Stempel

    • Überwiegend: Hand des Absenders Ferruccio Busoni, Brieftext in schwarzer Tinte, in lateinischer Schreibschrift.
    • Hand des Archivars, der eine Nummerierung innerhalb der Korrespondenz mit Bleistift vorgenommen hat.
    • Hand des Archivars, der die Foliierung mit Bleistift vorgenommen hat.

    Inhalt

    Absender

  • Ferruccio Busoni
  • Empfänger

  • Hans Huber
  • Zusammenfassung

  • Busoni berichtet von seinen Konzerten in Zürich; stimmt dem Lob Hubers für Goetz zu; hält Versprechen eines Konzerts mit Lennart von Zweygberg in Basel aufrecht.
  • Incipit

  • wie sehr herzlich erfreute mich der unerwartete Brief
  • Edition

    Verantwortlich

    • Christian Schaper
    • Ullrich Scheideler

    Bearbeitet von

  • Maximilian Furthmüller
  • Frühere Editionen

    Faksimile
    Umschrift
    Lesefassung
    Faksmilie, Seite 1
    64.
    17. Jan. 1918.

    Lieber, verehrter,

    wie sehr herzlich
    erfreute mich
    der unerwartete Brief! Dank.

    Mit den beiden
    KlavierKonzerten am Dienstag ging
    es so, dass Liszt etwas démodé,
    Mozart aber eindringlicher als
    jemals wirkte. Zum Liszt
    war ich seit einiger Zeit ge-
    rüstet, zum Mozart bin ich
    erst jetzt herangereift. – Bei
    Liszt fiel mir diesmal das
    Unvermittelte zwischen rohen
    KraftAusbrüchen u. dünnem
    SalonStyl auf – Trotzdem ....!

    Mahler’s Spielzeugladen
    (IV Symphonie) besteht aus
    vier SuitenSätzen, die sich

    17. Januar 1918.

    Lieber, Verehrter,

    wie sehr herzlich erfreute mich der unerwartete Brief! Dank.

    Mit den beiden Klavierkonzerten am Dienstag ging es so, dass Liszt etwas démodé, Mozart aber eindringlicher als jemals wirkte. Zum Liszt war ich seit einiger Zeit gerüstet, zum Mozart bin ich erst jetzt herangereift. – Bei Liszt fiel mir diesmal das Unvermittelte zwischen rohen Kraftausbrüchen und dünnem Salonstil auf – trotzdem …!

    Mahlers Spielzeugladen (IV. Symphonie) besteht aus vier Suitensätzen, die sich

    Faksmilie, Seite 2

    (2) Kurz anlassen, aber stets zu
    spät enden.

    Ihr Beifall für B. Goetz
    erfreute mich – und ihn.
    Sicherlich ist rseine
    Zusammengehörigkeit zu mir
    unleugbar, doch den Artikel
    verfasste er ganz selbständig.

    Monteramo ist proble-
    -matisch. Natürlich halte
    ich mein Versprechen für Basel
    aufrecht, sobald er sich – –
    entschliesst.

    Aus Ihrem Briefe entnahm
    ich Ihre völlige alte Frische.
    Dies war das Beste an ihm,

    für Ihren Sie verehrungsvoll
    u. herzlichst grüssenden

    F. Busoni

    (2) kurz anlassen, aber stets zu spät enden.

    Ihr Beifall für Bruno Goetz erfreute mich – und ihn. Sicherlich ist seine Zusammengehörigkeit zu mir unleugbar, doch den Artikel verfasste er ganz selbständig.

    Monteramo ist problematisch. Natürlich halte ich mein Versprechen für Basel aufrecht, sobald er sich – – entschließt.

    Aus Ihrem Briefe entnahm ich Ihre völlige alte Frische. Dies war das Beste an ihm,

    für Ihren Sie verehrungsvoll und herzlichst grüßenden

    Ferruccio Busoni

    Faksmilie, Seite 3
    [Rückseite von Textseite 1, vacat]
    Faksmilie, Seite 4
    [Rückseite von Textseite 2, vacat]