Stand: 22. November 2017 (erwartet Freigabe) Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0

Quelle

Entstehung

  • Der Brief wurde in Zürich am 2. November 1916 verfasst.
  • Datierung in der Quelle: 2. November 1916 (autograph)

Umfang

1 Blatt, 1 beschriebene Seite

Zustand

  • Der Brief ist gut erhalten.
  • Aufbewahrungsort

  • Schweiz | Basel | Universitätsbibliothek | NL 30 : 22:A-H:16
  • Hände/Stempel

    • Überwiegend: Hand des Absenders Ferruccio Busoni, Brieftext in schwarzer Tinte, in lateinischer Schreibschrift.
    • Hand des Archivars, der die Nummerierung innerhalb des Briefwechsels mit Bleistift eingetragen hat.
    • Unbekannte Hand, die eine römische Nummerierung mit Bleistift eingetragen hat.

    Inhalt

    Absender

  • Ferruccio Busoni
  • Empfänger

  • Hans Huber
  • Zusammenfassung

  • Busoni nimmt nach Briefwechsel mit Hermann Suter Abstand von der Idee einer Veröffentlichung zu Max Reger; hofft auf Realisierbarkeit seines anstehenden Zürcher Liszt-Klavierabends auch in Basel.
  • Incipit

  • Suter schrieb mir einen gewandten Brief
  • Edition

    Verantwortlich

    Bearbeitet von

  • Christian Schaper
  • Unter Mitwirkung von

    Frühere Editionen

    Faksimile
    Umschrift
    Lesefassung
    Faksmilie, Seite 1
    27.

    Verehrtester Künstler u. Freund,

    Suter schrieb mir
    einen gewandten Brief, in freundlichem
    Tone gehalten; auf den ich einen er-
    wiederte, von dem ich gern hätte, dass Sie
    esihn läsen. – Wenn ich mich erdreistete
    über M· R· öffentlich zu debattieren,
    so würde man mir den “Italiener” und
    den “Virtuosen” in’s Gesicht zurückschlagen.
    Überdies las ich bei Villiers de l’Isle
    Adam
    , dass wenn ein Mann von
    einigem Gewicht Einen angreift, auf
    den Angegriffenen Etwas von dem Glanze
    fällt, der vom Angreifer ausgeht.
    (Er drückt dieses besser aus.)
    Jedoch, ich danke Ihnen für das Vertrauen.
    Der KlavierAbend vom 21. (nicht 20.) ist
    von den dreien der weniger bedeutsame,
    doch wird Ihre Gegenwart das ausgleichen.
    Lieber hätte ich Sie am LisztAbend bei mir
    begrüsst, doch hoffe ich noch immer, dass
    derselbe in Basel sich auch ereigne.

    Ihr herzlichst verehrungsvoller

    F. Busoni

    Zürich 2. November 1916.

    Verehrtester Künstler und Freund,

    Suter schrieb mir einen gewandten Brief, in freundlichem Tone gehalten; auf den ich einen erwiderte, von dem ich gern hätte, dass Sie ihn läsen. – Wenn ich mich erdreistete, über M. R. öffentlich zu debattieren, so würde man mir den „Italiener“ und den „Virtuosen“ ins Gesicht zurückschlagen. Überdies las ich bei Villiers de l’Isle-Adam, dass wenn ein Mann von einigem Gewicht einen angreift, auf den Angegriffenen etwas von dem Glanze fällt, der vom Angreifer ausgeht. (Er drückt dieses besser aus.) Jedoch, ich danke Ihnen für das Vertrauen. Der Klavierabend vom 21. (nicht 20.) ist von den dreien der weniger bedeutsame, doch wird Ihre Gegenwart das ausgleichen. Lieber hätte ich Sie am Liszt-Abend bei mir begrüßt, doch hoffe ich noch immer, dass derselbe in Basel sich auch ereigne.

    Ihr herzlichst verehrungsvoller

    Ferruccio Busoni

    Zürich, 2. November 1916.
    Faksmilie, Seite 2
    VII
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