Ferruccio Busoni an Hans Huber Dokument exportieren

vmtl. Zürich, 20. November 1916

Stand: 24. August 2017 (unfertig) Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0

Quelle

Entstehung

  • Der Brief wurde am 20. November 1916 vmtl. in Zürich verfasst.
  • Datierungen in der Quelle: 20. November 1916 (autograph), 20. November 1916 (Archiv)

Umfang

2 Blatt, 2 beschriebene Seiten
  • Nur die Vorderseiten beschrieben.
  • Zustand

  • Der Brief ist gut erhalten; auf der ersten Seite mit erläuternden Notizen Hubers.
  • Aufbewahrungsort

  • Schweiz | Basel | Universitätsbibliothek | NL 30 : 22:A-H:16
  • Hände/Stempel

    • Überwiegend: Hand des Absenders Ferruccio Busoni, Brieftext in schwarzer Tinte, in lateinischer Schreibschrift.
    • Hand des Archivars, der mit Bleistift Nummerierung und Foliierung vorgenommen und das Datum auf die erste Seite übertragen hat.

    Inhalt

    Absender

  • Ferruccio Busoni
  • Empfänger

  • Hans Huber
  • Zusammenfassung

  • Incipit

  • ich hatte die Angelegenheit der Frau
  • Edition

    Verantwortlich

    • Christian Schaper
    • Ullrich Scheideler

    Bearbeitet von

  • Christian Schaper
  • Unter Mitwirkung von

    • Patrick Becker
    Faksimile
    Umschrift
    Lesefassung
    Faksmilie, Seite 1
    30.20. Nov. 1916

    Verehrtester Freund,

    ich hatte die Angelegenheit
    der Frau Dr– Speiser-Sarasin völlig
    vergessen, zu meiner Beschämung
    (u. ohne Entschuldigung) sei’s
    bekannt. Nach der mich
    demaskierenden Deutung
    meiner Schrift, kann ich der
    Dame Nichts verbergen, auch
    nicht meine Abneigung gegen
    Einladungen. Aber die anderen
    “Heimlichkeiten” werde ich nicht
    verrathen: Etwas muss man
    für sich allein wahren!

    bezieht sich auf eine Deutung der Schrift Busoni’s durch Madame Speiser!

    Das Programm waere also
    nach Ihrem Sinne, um so besser!
    Herrn Dr– Stumm muss ich noch
    antworten. (Sie sollten sich ent-
    schliessen den grossen Saal zu
    nehmen, das hat man jetzt
    auch in Bern beschlossen.)

    Verehrtester Freund,

    ich hatte die Angelegenheit der Frau Dr– Speiser-Sarasin völlig vergessen, zu meiner Beschämung (und ohne Entschuldigung) sei’s bekannt. Nach der mich demaskierenden Deutung meiner Schrift, kann ich der Dame Nichts verbergen, auch nicht meine Abneigung gegen Einladungen. Aber die anderen “Heimlichkeiten” werde ich nicht verraten: Etwas muss man für sich allein wahren!

    bezieht sich auf eine Deutung der Schrift Busonis durch Madame Speiser!

    Das Programm wäre also nach Ihrem Sinne, um so besser! Herrn Dr– Stumm muss ich noch antworten. (Sie sollten sich entschließen den großen Saal zu nehmen, das hat man jetzt auch in Bern beschlossen.)

    Faksmilie, Seite 2
    (2)

    Von Arnold Schönberg erhielt
    ich gestern einen eigenartigen
    schön=empfundenen Brief über
    Krieg und Frieden. Er schreibt
    sonst nie: es muss ihm also
    das Herz überquollen sein.

    Freuen Sie sich inm Solothurn;
    freuen Sie sich solo, dann
    freuen wir uns Tutti.

    Arrividerci.

    Ihr treu ergebener

    20. Nov. 1916.

    F. B.

    Von Arnold Schönberg erhielt ich gestern einen eigenartigen schön-empfundenen Brief über Krieg und Frieden. Er schreibt sonst nie: es muss ihm also das Herz überquollen sein.

    Freuen Sie sich inm Solothurn; freuen Sie sich solo, dann freuen wir uns Tutti.

    Arrividerci.

    Ihr treu ergebener

    20. Nov. 1916.

    Ferruccio Busoni

    Faksmilie, Seite 3
    [Rückseite von Textseite 1, vacat]
    Faksmilie, Seite 4
    [Rückseite von Textseite 2, vacat]