Stand: 24. August 2017 (unfertig) Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0

Quelle

Entstehung

  • Der Brief wurde in Zürich am 10. Dezember 1916 verfasst.
  • Datierungen in der Quelle: 10. Dezember 1916 (autograph), 10. Dezember 1916 (Archiv)

Umfang

2 Blatt, 2 beschriebene Seiten
  • Nur die Vorderseiten beschrieben.
  • Zustand

  • Der Brief ist gut erhalten.
  • Aufbewahrungsort

  • Schweiz | Basel | Universitätsbibliothek | NL 30 : 22:A-H:16
  • Hände/Stempel

    • Überwiegend: Hand des Absenders Ferruccio Busoni, Brieftext in schwarzer Tinte, in lateinischer Schreibschrift.
    • Hand des Archivars, der mit Bleistift Nummerierung und Foliierung vorgenommen und das Datum auf die erste Seite übertragen hat.

    Inhalt

    Absender

  • Ferruccio Busoni
  • Empfänger

  • Hans Huber
  • Zusammenfassung

  • Incipit

  • es war in der That recht jugendlich
  • Edition

    Verantwortlich

    • Christian Schaper
    • Ullrich Scheideler

    Bearbeitet von

  • Christian Schaper
  • Unter Mitwirkung von

    • Patrick Becker

    Frühere Editionen

    Faksimile
    Umschrift
    Lesefassung
    Faksmilie, Seite 1
    33.10. Dez 916

    Verehrte, der Freund,

    es war in der That recht
    „jugendlich“, aus einer
    Stunde der Stimmung
    einen Brief zu machen und
    Sie, Unschuldigen, als
    Wurfziel meiner Laune
    auszusuchen! – Mögen
    Sie daraus mein „kindliches“
    Vertrauen zu Ihnen ermessen!

    – Der „Revolutionär“ erstrebt
    im Grunde eine bessere, eine
    höhere Ordnung, als die ist,
    die er vorfindet. –

    – Zwischen Ihnen u. mir
    (sans comparaison de
    mon coté!) – ist allerdings

    Verehrte, der Freund,

    es war in der Tat recht „jugendlich“, aus einer Stunde der Stimmung einen Brief zu machen und Sie, Unschuldigen, als Wurfziel meiner Laune auszusuchen! – Mögen Sie daraus mein „kindliches“ Vertrauen zu Ihnen ermessen!

    – Der „Revolutionär“ erstrebt im Grunde eine bessere, eine höhere Ordnung, als die ist, die er vorfindet. –

    – Zwischen Ihnen und mir (sans comparaison de mon coté!) – ist allerdings

    Faksmilie, Seite 2

    (2)
    der eine ausgiebige Unter-
    schied, dass der Krieg die an
    der Form Ihres Lebens nicht
    geandert hat; nicht an
    Ihrer Thätigkeit, Ihrem
    Wohnort, der planvollen
    Fortführung des früher Begonnenen.
    Bei mir hingegen treten alle
    diese Hemnisse u. Umwälzungen
    ein, bis auf die Elemente die
    ich in mir selber trage und
    die demnach auch stets in
    ihrem Heime sind.

    Denken Sie, verehrter Freund,
    Sie wären gezwungenermaassen
    jetzt xz. B. in.. Rotterdam, u. wrüssten
    nicht, wann Sie es verlassen
    würden können! –

    Ich spiele Dienstag in Bern
    u. Freitag in Chaux-de-Fonds.
    Der Liszt-Abend hier gelang.
    Ich danke für den vortrefflichen
    Brief

    als Ihr verehrungsvoll ergebener

    Z. 10. Dez. 1916.

    F. Busoni

    der eine ausgiebige Unterschied, dass der Krieg die an der Form Ihres Lebens nicht geandert hat; nicht an Ihrer Tätigkeit, Ihrem Wohnort, der planvollen Fortführung des früher Begonnenen. Bei mir hingegen treten alle diese Hemnisse und Umwälzungen ein, bis auf die Elemente die ich in mir selber trage und die demnach auch stets in ihrem Heime sind.

    Denken Sie, verehrter Freund, Sie wären gezwungenermaassen jetzt xz. B. in.. Rotterdam, und wrüßten nicht, wann Sie es verlassen würden können! –

    Ich spiele Dienstag in Bern und Freitag in Chaux-de-Fonds. Der Liszt-Abend hier gelang. Ich danke für den vortrefflichen Brief

    als Ihr verehrungsvoll ergebener

    Zürich, 10. Dez. 1916.

    Ferruccio Busoni

    Faksmilie, Seite 3
    [Rückseite von Textseite 1, vacat]
    Faksmilie, Seite 4
    10 Dez 1916
    10 Dez 1916