Ferruccio Busoni an Hans Huber Dokument exportieren

vmtl. Zürich, 23. Dezember 1916

Stand: 24. August 2017 (unfertig) Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0

Quelle

Entstehung

  • Der Brief wurde am 23. Dezember 1916 vmtl. in Zürich verfasst.
  • Datierungen in der Quelle: 23. Dezember 1916 (autograph), 23. Dezember 1916 (Archiv)

Umfang

2 Blatt, 2 beschriebene Seiten
  • Nur die Vorderseiten beschrieben.
  • Zustand

  • Der Brief ist gut erhalten.
  • Aufbewahrungsort

  • Schweiz | Basel | Universitätsbibliothek | NL 30 : 22:A-H:16
  • Hände/Stempel

    • Überwiegend: Hand des Absenders Ferruccio Busoni, Brieftext in schwarzer Tinte, in lateinischer Schreibschrift.
    • Hand des Archivars, der mit Bleistift Nummerierung und Foliierung vorgenommen und das Datum auf die erste Seite übertragen hat.

    Inhalt

    Absender

  • Ferruccio Busoni
  • Empfänger

  • Hans Huber
  • Zusammenfassung

  • Incipit

  • es ist doch Etwas respektgebietendes
  • Edition

    Verantwortlich

    • Christian Schaper
    • Ullrich Scheideler

    Bearbeitet von

  • Christian Schaper
  • Unter Mitwirkung von

    • Patrick Becker

    Frühere Editionen

    Faksimile
    Umschrift
    Lesefassung
    Faksmilie, Seite 1
    36.23. Dez. 916

    Hochverehrter Freund,

    es ist doch Etwas
    respektgebietendes um die Unbeirr-
    barkeit der Zeit, die – unbekümmert –
    nur ihre Zeiten u. Tage einhält,
    wie sehr auch die Menschen sich
    verlaufen. Darum ist es eine
    begründete Sitte, dass Freunde an
    solchen Wendepunkten sich die
    Hände reichen, ihre Gedanken u.
    Empfindungen austauschen.

    Nehmen Sie also
    auch meinen Glückwunsch
    freundlich an – eine derartige
    Annäherung ist gleich einem
    Pulsschlag im Rhythmus des Lebens.

    Danken wir dem
    Schicksal, dass Sie noch so sehr
    jung sind, u. wenn Ihr Winter
    kommen sollte, dann so [...] wird unter
    der Schneedecke eine neue Saat
    heranreifen.

    Hochverehrter Freund,

    es ist doch etwas respektgebietendes um die Unbeirrbarkeit der Zeit, die – unbekümmert – nur ihre Zeiten und Tage einhält, wie sehr auch die Menschen sich verlaufen. Darum ist es eine begründete Sitte, dass Freunde an solchen Wendepunkten sich die Hände reichen, ihre Gedanken und Empfindungen austauschen.

    Nehmen Sie also auch meinen Glückwunsch freundlich an – eine derartige Annäherung ist gleich einem Pulsschlag im Rhythmus des Lebens.

    Danken wir dem Schicksal, dass Sie noch so sehr jung sind, und wenn Ihr Winter kommen sollte, dann so [...] wird unter der Schneedecke eine neue Saat heranreifen.

    Faksmilie, Seite 2
    (2)

    Der Herbst erschien mir
    immer als die schönste Jahres-
    zeit – nur wünschte ich mir
    den Frieden dazu, wo (hier
    haben Sie mich misverstanden)
    – Ihnen Frieden,
    Be-friedigung,
    Zu-friedenheit,
    u. vor Allem die Schöpfung eines
    Werkes, das Ihre Persönlichkeit u.
    Reife vollkommen ausdrückt,
    Ihnen u. der Schweiz ein bleibendes
    Denkmal. Die Alpen, Alexander,Hannibal,
    Napoleon, der freie Staat – . – – – –

    Kennen Sie einen besseren Wunsch?

    Verehrungsvoll

    23 D 1916.

    Ihr F Busoni

    Der Herbst erschien mir immer als die schönste Jahreszeit – nur wünschte ich mir den Frieden dazu, wo (hier haben Sie mich misverstanden) – Ihnen Frieden, Be-friedigung, Zu-friedenheit, und vor Allem die Schöpfung eines Werkes, das Ihre Persönlichkeit und Reife vollkommen ausdrückt, Ihnen und der Schweiz ein bleibendes Denkmal. Die Alpen, Alexander,Hannibal, Napoleon, der freie Staat – . – – – –

    Kennen Sie einen besseren Wunsch?

    Verehrungsvoll

    23 D 1916.

    Ihr Ferruccio Busoni

    Faksmilie, Seite 3
    [Rückseite von Textseite 1, vacat]
    Faksmilie, Seite 4
    [Rückseite von Textseite 2, vacat]