Ferruccio Busoni an Hans Huber Dokument exportieren

vmtl. Zürich, 15. Februar 1917

Stand: 24. August 2017 (unfertig) Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0

Quelle

Entstehung

  • Der Brief wurde am 15. Februar 1917 vmtl. in Zürich verfasst.
  • Datierung in der Quelle: 15. Februar 1917 (autograph)

Umfang

1 Blatt, 1 beschriebene Seite

Zustand

  • Der Brief ist gut erhalten.
  • Aufbewahrungsort

  • Schweiz | Basel | Universitätsbibliothek | NL 30 : 22:A-H:16
  • Hände/Stempel

    • Überwiegend: Hand des Absenders Ferruccio Busoni, Brieftext in schwarzer Tinte, in lateinischer Schreibschrift.
    • Hand des Archivars, der die Nummerierung innerhalb des Briefwechsels mit Bleistift eingetragen hat.

    Inhalt

    Absender

  • Ferruccio Busoni
  • Empfänger

  • Hans Huber
  • Zusammenfassung

  • Incipit

  • die mitfolgende Post kann ich Ihnen leider
  • Edition

    Verantwortlich

    • Christian Schaper
    • Ullrich Scheideler

    Bearbeitet von

  • Christian Schaper
  • Unter Mitwirkung von

    • Patrick Becker

    Frühere Editionen

    Faksimile
    Umschrift
    Lesefassung
    Faksmilie, Seite 1
    43.
    15. F. 1917.

    Verehrtester u. Lieber Doktor,

    die mitfolg-
    ende Post. kann ich Ihnen leider
    nur “zur Ansicht” schicken: eine
    Bedingung, die keine Hast voraus-
    setzt, mir aber durch die Knappheit
    des Materials geboten ist. – Ich nehme
    eitlerweise an, dass das Stück Sie
    relativerweise interessieren könnte.

    Sie, jedenfalls, mehr
    als andere “Basler”, von denen
    Einer nicht einmal die Höflichkeit
    hatte, den Empfang einer kostspiel-
    igen Partitur anzuzeigen.

    Durch solche u. verwandte
    Erfahrungen stolz-bescheiden geworden, arbeite ich immer stiller
    für mich weiter u. wende mich gelegent-
    lich nur an Solche, von denen ich
    weiss, dass Vorurteilslosigkeit, Liebe zur
    Kunst u. Menschlichkeit sie bestechen;
    als zweites Refugium bleibt mir die willige
    Jugend. – Sie vereinen die Beiden u.
    darum bitte ich Sie, sich das Werkchen
    anzusehen.

    Ihr getreuer

    F. Busoni

    15. F. 1917.

    Verehrtester und Lieber Doktor,

    die mitfolgende Post. kann ich Ihnen leider nur “zur Ansicht” schicken: eine Bedingung, die keine Hast voraussetzt, mir aber durch die Knappheit des Materials geboten ist. – Ich nehme eitlerweise an, dass das Stück Sie relativerweise interessieren könnte.

    Sie, jedenfalls, mehr als andere “Basler”, von denen Einer nicht einmal die Höflichkeit hatte, den Empfang einer kostspieligen Partitur anzuzeigen.

    Durch solche und verwandte Erfahrungen stolz-bescheiden geworden, arbeite ich immer stiller für mich weiter und wende mich gelegentlich nur an Solche, von denen ich weiß, dass Vorurteilslosigkeit, Liebe zur Kunst und Menschlichkeit sie bestechen; als zweites Refugium bleibt mir die willige Jugend. – Sie vereinen die Beiden und darum bitte ich Sie, sich das Werkchen anzusehen.

    Ihr getreuer

    Ferruccio Busoni

    Faksmilie, Seite 2
    [Rückseite, vacat]