Stand: 2. November 2017 (unfertig) Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0

Quelle

Entstehung

  • Der Brief wurde in Basel am 5. Dezember 1916 verfasst.
  • Datierungen in der Quelle: 0. 0 (autograph), 0. 0 (Poststempel), 0. 0 (Poststempel)

Umfang

,
  • Zustand

  • Der Brief ist gut erhalten.
  • Aufbewahrungsort

  • Deutschland | Berlin | Staatsbibliothek zu Berlin · Preußischer Kulturbesitz | Musikabteilung mit Mendelssohn-Archiv | Nachlass Ferruccio Busoni | Mus.Nachl. F. Busoni B II, 2276 | olim: Mus.ep. H. Huber 50 (Busoni-Nachl. B II) | Nachweis in Kalliope
  • Hände/Stempel

    • Überwiegend: Hand des Absenders Hans Huber, Brieftext in schwarzer Tinte, in deutscher Kurrentschrift.
    • Hand des Archivars, der mit Bleistift die Signaturen eingetragen und die Foliierung vorgenommen hat.
    • Hand des Archivars, der die Zuordnung innerhalb des Busoni-Nachlasses mit Rotstift vorgenommen hat
    • Bibliotheksstempel (rote Tinte)
    • Poststempel (schwarze Tinte)

    Inhalt

    Absender

  • Hans Huber
  • Empfänger

  • Ferruccio Busoni
  • Zusammenfassung

  • Incipit

  • Edition

    Verantwortlich

    • Christian Schaper
    • Ullrich Scheideler

    Bearbeitet von

  • Christian Schaper
  • Unter Mitwirkung von

    • Patrick Becker
    Faksimile
    Umschrift
    Lesefassung
    Faksmilie, Seite 1Bild-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin
    Mus.ep. H. Huber 50 (Busoni-Nachl. B II)
    Mus.Nachl. F. Busoni B II, 2276
    5. Dez.16. Musikschule und Koservatorium Basel. 15

    Lieber Freund!

    Also meinen herzlichsten
    Glückwunsch zum Aufstieg auf die sonnigen
    Höhen des Parnaß. Ich freue mich richtig auf
    die Tage, an denen in Zürich Ihr Werk
    erklingt: Hauptprobe & erste Aufführung! –
    Gestern habe ich mich im Konzerte d’Alberts
    (Beethoven op. 53, 57, 111 & c moll Variationen etc)
    so erkältet, daß ich heute kein lautes
    Wort reden kan̅ & das Haus nicht verlassen kan̅!
    Mille excuses! – Vielleicht war es
    auch die ungeheure Derbheit, mit der der
    rasende Draufgänger die Variationen in op 111
    darbrachte! Da freue ich mich doch auf

    5. Dez.16. Musikschule und Koservatorium Basel. 15

    Lieber Freund!

    Also meinen herzlichsten Glückwunsch zum Aufstieg auf die sonnigen Höhen des Parnass. Ich freue mich richtig auf die Tage, an denen in Zürich Ihr Werk erklingt: Hauptprobe und erste Aufführung! – Gestern habe ich mich im Konzerte d’Alberts (Beethoven op. 53, 57, 111 und c moll Variationen etc) so erkältet, dass ich heute kein lautes Wort reden kann und das Haus nicht verlassen kann! Mille excuses! – Vielleicht war es auch die ungeheure Derbheit, mit der der rasende Draufgänger die Variationen in op 111 darbrachte! Da freue ich mich doch auf

    Faksmilie, Seite 2Bild-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin

    Ihre Kultur! – Es ist eine solche Ungleichheit
    in der Interpretation d’Albert’s, daß man
    un-willkürlich lachen muß & doch hat er
    auch seine Potenzen, die einen mitreißen
    kön̅en. Er selbst war so preßirt, um nach
    der letzten Num̅er sich schnell umkleiden
    & pesante den letzten Zürcherzug erreichen
    zu kön̅en, daß ich nur ein paar Worte mit
    ihm parliren kon̅te. – Da lobe ich
    mir die Feste nach Ihren Recitals in der
    Veltlinerhalle! – Gute Disposition für
    heute abend wünschend & mein Fernbleiben
    bei heißem Grog bedauernd grüßt Sie in
    warmer Verehrung

    Ihr ergebener

    Hans Huber

    Nur das Basler Program̅?
    Deutsche
    Staatsbibliothek
    Berlin

    Ihre Kultur! – Es ist eine solche Ungleichheit in der Interpretation d’Albert’s, dass man un-willkürlich lachen muss und doch hat er auch seine Potenzen, die einen mitreißen können. Er selbst war so pressiert, um nach der letzten Nummer sich schnell umkleiden und pesante den letzten Zürcherzug erreichen zu können, dass ich nur ein paar Worte mit ihm parlieren konnte. – Da lobe ich mir die Feste nach Ihren Recitals in der Veltlinerhalle! – Gute Disposition für heute abend wünschend und mein Fernbleiben bei heißem Grog bedauernd grüßt Sie in warmer Verehrung

    Ihr ergebener

    Hans Huber

    Nur das Basler Programm?