Stand: 2. November 2017 (unfertig) Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0

Quelle

Entstehung

  • Der Brief wurde in Vitznau am 31. Juli 1918 verfasst.
  • Datierungen in der Quelle: 0. 0 (autograph), 0. 0 (Poststempel), 0. 0 (Poststempel)

Umfang

,
  • Zustand

  • Der Brief ist gut erhalten.
  • Aufbewahrungsort

  • Deutschland | Berlin | Staatsbibliothek zu Berlin · Preußischer Kulturbesitz | Musikabteilung mit Mendelssohn-Archiv | Nachlass Ferruccio Busoni | Mus.Nachl. F. Busoni B II, 2312 | olim: Mus.ep. H. Huber 86 (Busoni-Nachl. B II) | Nachweis in Kalliope
  • Hände/Stempel

    • Überwiegend: Hand des Absenders Hans Huber, Brieftext in schwarzer Tinte, in deutscher Kurrentschrift.
    • Vmtl. Hand des Empfängers Ferruccio Busoni, der auf der Rückseite die Zuordnung „Huber“ mit Bleistift notiert hat.
    • Hand des Archivars, der mit Bleistift die Signaturen eingetragen und die Foliierung vorgenommen hat.
    • Hand des Archivars, der die Zuordnung innerhalb des Busoni-Nachlasses mit Rotstift vorgenommen hat
    • Bibliotheksstempel (rote Tinte)
    • Bibliotheksstempel (blaue Tinte)
    • Poststempel (schwarze Tinte)

    Inhalt

    Absender

  • Hans Huber
  • Empfänger

  • Ferruccio Busoni
  • Zusammenfassung

  • Incipit

  • Edition

    Verantwortlich

    • Christian Schaper
    • Ullrich Scheideler

    Bearbeitet von

  • Christian Schaper
  • Unter Mitwirkung von

    • Patrick Becker
    Faksimile
    Umschrift
    Lesefassung
    Faksmilie, Seite 1Bild-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin
    Mus.ep. H. Huber 86 (Busoni-Nachl. B II)
    Mus.Nachl. F. Busoni B II, 2312
    HANS HUBE
    Vitznau Ende Juli 1919

    Mein lieber Freund!

    Wen̅ Einer aus unserer Zunft die Ehrung
    einer Universität schon längst verdient hat,
    so sind Sie es & zwar in vielfacher Beziehung!
    Nebst allen anderen großen Vorzügen denke
    ich namentlich an Ihre wißenschaftliche & dichterische
    Bethäftigung in Ihrem Leben! Ich gestehe Ihnen
    offen, daß ich meinen Doktorhut im̅er mit
    einer scharfen Selbstkritik trug, wen̅ ich mit
    Ihnen zusam̅en war, oder wen̅ ich Ihnen schrieb!
    Nun: arma aequalia sunt! Von Herzen
    gratulire ich zu dieser vernünftigen That

    HANS HUBE
    Vitznau Ende Juli 1919

    Mein lieber Freund!

    Wenn Einer aus unserer Zunft die Ehrung einer Universität schon längst verdient hat, so sind Sie es und zwar in vielfacher Beziehung! Nebst allen anderen großen Vorzügen denke ich namentlich an Ihre wissenschaftliche und dichterische Bethäftigung in Ihrem Leben! Ich gestehe Ihnen offen, dass ich meinen Doktorhut immer mit einer scharfen Selbstkritik trug, wenn ich mit Ihnen zusammen war, oder wenn ich Ihnen schrieb! Nun: arma aequalia sunt! Von Herzen gratuliere ich zu dieser vernünftigen Tat

    Faksmilie, Seite 2Bild-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin

    der Zürcher-Universität! Damit ist auch der
    Gedanke an einen heimatlichen Boden nähergerückt!
    Möge derselbe bei Ihnen wachsen & sich ausweiten.

    Mir geht es, wie es den Diabetikern gehen
    kan̅: an einem Tage in hohen Sphären, am nächsten
    tief unten & am dritten bereit, mit Ihnen nach
    Rom zu spazieren. Im Grunde ist es für mich ja
    gleichgültig, wo ich den Winter zubringe. Uebrigens
    im nächsten sind die äußeren Verhältnisse noch nicht
    so verlockend, um die italiänische Grenze zu über=
    schreiten; aber ich habe mich wenigstens wieder
    für die kom̅enden Wintermonate im Teßin resp. Locarno
    eingewirthet! –

    Mit den herzlichsten Grüßen & den
    freundschaftlichsten Glückwünschen

    verbleibe Ihr stets treuer

    Hans Huber

    Deutsche
    Staatsbibliothek
    Berlin

    der Zürcher-Universität! Damit ist auch der Gedanke an einen heimatlichen Boden nähergerückt! Möge derselbe bei Ihnen wachsen und sich ausweiten.

    Mir geht es, wie es den Diabetikern gehen kann: an einem Tage in hohen Sphären, am nächsten tief unten und am dritten bereit, mit Ihnen nach Rom zu spazieren. Im Grunde ist es für mich ja gleichgültig, wo ich den Winter zubringe. Übrigens im nächsten sind die äußeren Verhältnisse noch nicht so verlockend, um die italiänische Grenze zu überschreiten; aber ich habe mich wenigstens wieder für die kommenden Wintermonate im Tessin resp. Locarno eingewirthet! –

    Mit den herzlichsten Grüßen und den freundschaftlichsten Glückwünschen

    verbleibe Ihr stets treuer

    Hans Huber

    Faksmilie, Seite 3Bild-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin
    Deutsche
    Staatsbibliothek
    Berlin
    VitznauScheuchzerstr. 36Zürich
    Faksmilie, Seite 4Bild-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin
    Nachlaß Busoni B II
    Mus.ep. H. Huber 86
    Mus.Nachl. F. Busoni B II, 2312-Beil.