Datum Richtung Ort Incipit Zusammenfassung
19. Juli 1910 Ferruccio Busoni an Hans Huber Berlin Die 4 Clavier Nachmittage (oder Abende) Busoni übermittelt seinen Programmentwurf für vier Konzerte (Klavier) im Rahmen seines Basler Meisterkurses.
24. Juli 1910 Hans Huber an Ferruccio Busoni Vitznau Leider erst seit gestern in Vitznau angelangt Huber gibt Rückmeldung bezüglich der Planung der Klaviernachmittage sowie deren Programmgestaltung und spricht seine Anerkennung für die Fuge Busonis aus, die er mit dem letzten Brief erhalten hat.
vmtl. 16. September 1910 Hans Huber an Ferruccio Busoni Vitznau Dem Künstler insbesonders kom̅t es zu Huber begründet seine Abwesenheit bei Busonis bevorstehendem Chopin-Abend mit der Arbeit am eigenen Klavierkonzert und einer fortzusetzenden Kur.
17. September 1910 Ferruccio Busoni an Hans Huber Bottmingen Wenn Sie für Ihre Rétraite Verstaendnis finden wollten Busoni drückt sein Verständnis für Hubers Absage zum Klavierabend aus; reflektiert über die Zukunft des Klavierspiels.
12. Oktober 1910 Ferruccio Busoni an Hans Huber Berlin Ich vermisste Sie sehr am letzten Abend Busoni sinniert anlässlich einer Basler Konzertkritik über „deutsche Tiefe“ in der Musik; erbittet Bedenkzeit für eine Einladung nach Mülhausen.
15. Oktober 1910 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel There are more things in heaven and earth, Horatio Huber drückt sein Missfallen über Karls Nefs Zeitungskritik an Busonis Basler Konzert aus; beteuert die allgemein vorherrschende (inkl. seiner eigenen) Wertschätzung für Busoni in Basel; lädt Busoni nach Mülhausen ein.
15. Oktober 1915 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich zum 100. Geburtstag Liszt’s (1911) Busoni unterbreitet Programmvorschläge für den Liszt-Klavierabend, erbittet Hubers Mithilfe; berichtet von seiner Spitteler-Lektüre.
18. Oktober 1915 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich a festa finita, post festum Busoni drückt sein Bedauern über das Verpassen eines Streichquartett-Abends aus, macht Vorschläge bezüglich des Programmes weiterer, von ihm und Huber geplanter musikalischer Veranstaltungen und berichtet von seinen literarischen Präferenzen.
27. Oktober 1915 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich ich kann nicht gut mich dazu verstehen Busoni lehnt einen Klavierzyklus ohne Beethoven ab; bietet einen weiteren Liszt-Abend an; dankt für Hubers Lob seiner Sprachbehandlung, weist auf eigene Libretti hin; erwartet Bücherzusendung „mit freudiger Spannung“; nennt „die Trennung von meiner Bibliothek eines der härtesten Momente“.
31. Oktober 1915 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich Hiermit unterbreite ich Ihnen Busoni schickt >Huber einen Programmentwurf zu vier Klavierabenden.
5. November 1915 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel Die Beschlüße der Com̅ißion des Conserv. Huber kündigt die Mitteilung eines Beschlusses der Kommission des Basler Konservatoriums durch Hermann Stumm an.
bis 26. November 1915 Hans Huber an Ferruccio Busoni Solothurn Daß Pausen auch Musik sind Huber, zur Erholung in Solothurn, konnte die von Busoni „glänzend“ empfohlene Person R. B. nicht treffen; hofft auf ein Treffen mit Busoni in Basel.
10. Dezember 1915 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich in dem eingebundenen Büchlein Busoni übersendet ein „Büchlein“ mit „Ausführungen […] zu meinen Basler Programmen“ (4 Klavierabende Anfang 1916) zwecks Durchsicht und Druckvorbereitung; bedankt sich für ein Treffen in Basel.
11. Dezember 1915 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich Erst nachtraeglich empfange ich das Heft Etuden Busoni spricht Huber seine Wertschätzung für dessen ihm gewidmete Etüden aus.
vmtl. 13. Dezember 1915 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel Ihre lieben Zeilen brachten Huber bedankt sich für Busonis lobende Worte bzgl. seiner Etüden und berichtet von seinem Fortschritt in der Programmplanung verschiedener Konzerte.
vmtl. 17. Januar 1916 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel Soeben telephonirt mir Suter Huber teilt Einladung nach Basel für Konzerte im März vorab mit; sagt Konzertbesuch für den nächsten Tag in Zürich wegen Krankheit ab.
vmtl. 20. Januar 1916 Ferruccio Busoni an Hans Huber Basel tutto il male non vien per nuocere
7. Februar 1916 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich wollen Sie Ihren Schülern in meinem Namen Busoni übermittelt eine Dankesrede, die er Huber vor den Schülern des Basler Konservatoriums zu halten bittet; bereitet sich auf die baldige Aufführung von Hubers Quintett op. 125 vor.
14. Februar 1916 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich letzthin schrieb ich zu kurz Busoni betrachtet einen „kleinen Verdruss[]“ mit Fritz Boller für erledigt; sendet Huber eine kleine Bach-Schrift zu; beurteilt Hubers Quintett op. 136; erwartet mit Freude Hubers Anwesenheit beim Liszt-Klavierabend in Basel.
16. Februar 1916 Hans Huber an Ferruccio Busoni vmtl. Basel Für Ihre anerkennenden lieben Zeilen Huber nennt Busoni unter Verweis auf Nietzsche einen „Anzünder“; lobt Othmar Schoeck anlässlich eines Basler Konzerts; lobt „Geschmack“ und „Gescheitheit in der Musik“ bei Mendelssohn und Busoni; erläutert seine Planung für den Tag seines Konzertbesuchs in Zürich (22. Februar 1916); hat Lektüre des Romans L‘Ève future begonnen.
17. Februar 1916 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich Ihren Brief, reichen Inhalts, genoss ich. Busoni erinnert sich an Theodor Kirchner als „merkwürdigerweise recht imponierend“; betont die Bedeutung Mozarts für seine eigene Ausbildung; kündigt Gesprächsthemen für ein baldiges Treffen in Zürich an.
21. Februar 1916 Hans Huber an Ferruccio Busoni vmtl. Basel Man weiß nichts mehr von Ihnen! Huber kann wegen Proben zur Uraufführung seiner Oper Die schöne Bellinda in Bern nicht wie vereinbart zu Busonis Zürcher Konzert am 22. Februar kommen; erkundigt sich nach Busonis bevorstehender Rom-Reise.
März 1916 Hans Huber an Ferruccio Busoni vmtl. Basel Die Hauptprobe, zu der Suter, Brun etc. kommen Huber teilt den Termin der Generalprobe zu seiner Oper Die schöne Bellinda mit; lädt Busoni zur Uraufführung am 2. April nach Bern ein; beklagt „die Dünnheit und Klanglosigkeit des mageren Orchesters“; freut sich auf Berichte von Busonis Aufenthalt in Italien.
8. April 1916 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich nun war es mir doch nicht vergönnt Busoni bedauert, wegen seines 50. Geburtstages und der Zürcher Aufführung von Volkmar Andreaes Oper Ratcliff die Berner Uraufführung von Hubers Oper Die schöne Bellinda versäumt zu haben; vergleicht die Vorlagen beider Werke nach Eignung des Stoffes und der Dichtung.
14. April 1916 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich ich danke für die nachsichtige Aufnahme meiner Bedenken Busoni erläutert den Begriff „Theater“ als ungünstiges Konglomerat von Oper und Drama; zitiert umfangreich aus dem poetologischen Prolog zum Doktor Faust; kann sein Studienexemplar der Indianischen Fantasie vor der Basler Aufführung am 29. April nicht weitergeben.
27. April 1916 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich Ich lese soeben Ihren Aufsatz Busoni dankt Huber für einen Zeitungstext, berichtet von einem eigenen Text.
2. Mai 1916 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich Ich empfange die mich betreffenden “B.N Busoni beklagt sich über die Konzertkritik zur Indianischen Fantasie; schickt einen als „Seitenbemerkung“ zum Chopin-Abend verwendeten Text.
3. Mai 1916 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel So sind sie alle, unserere Musikhistoriker Huber mahnt zur Gelassenheit gegenüber den „Geisteskrüppel[n]“ im akademischen Feuilleton; attestiert Busoni eine „Ausnahmsstellung in der heutigen musikalischen Kultur“; versucht ihn als Interpreten und Lehrer längerfristig für die Schweiz und insbesondere Genf zu gewinnen; dankt für den zugeschickten Text über Chopin.
5. September 1916 Hans Huber an Ferruccio Busoni Vitznau Zur Geburt wünsche ich Huber gratuliert Busoni zur „Geburt“ seines Arlecchino; schlägt Programme für vier geplante Konzerte vor.
13. September 1916 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich ich danke Ihnen dafür, dass Sie so bereitwillig Busoni will Huber statt der Überarbeitung seiner Transkription von Bach-Toccaten nun eine neue Arbeit über das Musikalische Opfer widmen, die er als Klavier- wie Kompositions-Lehrmaterial versteht; weist auf die Bach-Busoni-Gesamtausgabe sowie den geplanten Nachtragsband hierzu hin.
14. September 1916 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel Das nutrimentum spiritus der königl. Bibliothek in Berlin Busoni Huber -->
23. September 1916 Ferruccio Busoni an Hans Huber Locarno Verzeihen Sie, lieber Freund Huber informiert Busoni über seine beschwerliche Ankunft in Locarno und bespricht eine „Konzertangelegenheit“.
28. Oktober 1916 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich ich möchte Sie herzlich bitten, Busoni bittet Huber um Platzierung eines eigenen Textes über Max Reger in den Basler Nachrichten.
1. November 1916 Hans Huber an Ferruccio Busoni vmtl. Basel Den intensivsten Dank für die herrlichen Gaben
11. November 1916 Hans Huber an Ferruccio Busoni vmtl. Basel Die Ansprache an Hug ist besorgt
16. November 1916 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel Das kleine Episödchen Huber zitiert Elisabeth Speiser-Sarasins Deutung der Handschrift Busonis, bestätigt Konzertprogramme und informiert über baldige Reise nach Solothurn.
vmtl. 29. November 1916 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel Beiliegend ihre Vorschläge zu Huber retourniert Busonis Programmvorschläge; gibt Auskunft über die Verhältnisse des Berner Stadttheaters.
5. Januar 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich das Albumblatt, das Ihren Beifall findet Busoni freut sich, dass Huber sein Albumblatt gefällt; erwähnt dessen Widmungsträger Albert Biolley; äußert sich zu Huber als Künstler, zum Schriftsteller John Ruskin und zur Bedeutung des Humors.
10. Januar 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich schlechter Anfang, gute Fortsetzung, glückliche Endung Busoni wünscht Huber Genesung bis zum Treffen bei Busonis Basler Klavierabend am übernächsten Tag; lobt Hubers Aufsatz Liszt – Busoni.
vmtl. 14. Januar 1917 Hans Huber an Ferruccio Busoni vmtl. Basel Sonntags=Stimmung! Sie wissen gar nicht Huber bezeichnet Busoni als „nach Liszt die größte Erscheinung auf pianistischem Gebiete“; wünscht ihm als Komponisten ebensolches Gelingen.
16. Januar 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich Ihre gütigen Worte haben mich schön belohnt Busoni dankt für Hubers Komplimente; reflektiert über die Einheit des „schaffenden und nach-schaffenden Menschen“.
29. Januar 1917 Hans Huber an Ferruccio Busoni / Gerda Busoni Basel Leider muß ich Ihnen für nächsten Samstag absagen Huber verschiebt ein Treffen mit Gerda und Ferruccio Busoni auf Sonntag, 4. Februar 1917 (zwei Tage nach Busonis Klavierabend in Basel).
5. Februar 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich ich versäumte die Gelegenheit Busoni unterbreitet Vorschläge zu einem Konzert mit Lennart von Zweygberg; kommentiert die Kriegspolitik Woodrow Wilsons.
8. Februar 1917 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel Dass Sie dem guten v. Zw. Ihre Hilfe geben Huber begrüßt das Konzertvorhaben mit Lennart von Zweygberg, teilt Rahmenbedingungen mit, schlägt Termine vor, fordert Programm an; stimmt Busonis politischen Äußerungen amüsiert zu.
9. Februar 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich Lieb u. gut von Ihnen allen Busoni lehnt Hubers Terminvorschläge für ein Konzert mit Lennart von Zweygberg ab.
zw. 16. Februar 1917 u. 19. Februar 1917 Hans Huber an Ferruccio Busoni vmtl. Basel Durch Ihre ganze Rhythmik zieht sich Huber lobt die „starke Moral“ der Rhythmik in Busonis Rondò Arlecchinesco; kontrastiert sie mit der „Langeweile“ der Malerei Ferdinand Hodlers; fordert Konzertaufführung.
20. Februar 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich ich danke Ihnen für Ihre freundl. Mühe Busoni hat die zurückerhaltene Partitur des Rondo Arlecchinesco an Alfred Reucker geschickt; fühlt sich in der Schweiz „freundlich geduldet“; regt eine „Hilfsklasse für praktische Organisation“ als Teil der Konservatoriums-Ausbildung an; nennt Richard Wagner einen größeren Organisator denn Künstler.
28. Februar 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich um Ihrem Wunsch zu entsprechen Busoni bittet Huber um Zusendung der Klavierschule Anton Wolfers; wartet auf Antwort nach Zusendung der Arlecchino-Partitur an Alfred Reucker.
12. März 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich Die Aufführung meiner Opern Busoni bittet um Nennung eines fähigen Kopisten in Basel zwecks Herstellung der Uraufführungsmaterialien für Arlecchino und Turandot.
vmtl. 13. März 1917 Hans Huber an Ferruccio Busoni vmtl. Basel Das sind langweilige Äußerlichkeiten Huber nennt Busoni die Adressen von drei Kopisten.
31. März 1917/1. April 1917 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel Nach den Osterferien spielen Huber berichtet von der Schüler-Einstudierung zweier Werke für zwei Klaviere sowie von seiner bevorstehenden Abfahrt nach Locarno.
2. April 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich aus Ihrer lieben Karte ist nicht zu entnehmen Busoni berichtet von seinem Aufenthalt in Solothurn und von der Arbeit an den Opern Arlecchino und Turandot.
13. April 1917 Hans Huber an Ferruccio Busoni Locarno Die beiden Dichtungen waren mir Huber lobt nach Lektüre der Libretti zu Busonis Arlecchino und Turandot deren Raffinesse und Feinheit; kündigt Besuch der Uraufführung in Zürich an; nennt Henri Barbusses Roman Le feu „wohl das größte symphonische Werk […] über Krieg und Schlachten“.
14. April 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich Ihre trefflichen Zeilen Busoni nennt die Musik das dem Text „überlegene Moment“ in Arlecchino und Turandot, weist auf „formale[] Kunststückchen“ hin; hat von Hubers neuer Sinfonie per Anzeige erfahren.
18. April 1917 Hans Huber an Ferruccio Busoni Locarno Diese welsche Bombe sende ich Ihnen tale-quale Huber leitet ein an Busoni gerichtetes Angebot Ferdinand Helds weiter, am Genfer Konservatorium zu unterrichten; bittet Busoni, Held selbst zu antworten; kündigt Rückkehr nach Basel für den 22. April an.
vmtl. 20. April 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich Verzeihen Sie, wenn ich mir erlaube Busoni legt ausführlich dar, warum er nicht am Genfer Konservatorium arbeiten möchte; bittet Huber, dem dortigen Direktor Ferdinand Held seine Abneigung zu signalisieren, ohne diese Gründe offenzulegen.
zw. 21. April 1917 u. 30. April 1917 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel Das Arbeitsrad dreht sich wieder Huber, überlastet vom Basler Semesterbeginn, könnte das von Lennart von Zweygberg auf Herbst verschobene Konzertvorhaben auch im Mai ermöglichen; erfragt Proben- und Aufführungstermine von Busonis Opern Arlecchino und Turandot in Zürich.
zw. 4. Mai 1917 u. 11. Mai 1917 Hans Huber an Ferruccio Busoni vmtl. Basel Wegen Probe zu meiner neuen Huber sagt einen geplanten Konzertbesuch ab und äußert seine Vorfreude auf die Aufführung seiner neuen Symphonie.
19. Mai 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich Dank für ihr Kommen Busoni dankt Huber für sein Kommen zur Uraufführung von Arlecchino und Turandot; bittet um Untersützung für baldige Gastspiele in Basel und Bern.
21. Mai 1917 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel Man ist in der Stadt Basel Huber leitet Leo Melitz’ Absage für ein Gastspiel von Busonis Opern Arlecchino und Turandot am Stadttheater Basel weiter; weist auf Strukturunterschiede zwischen der „Stadt Basel und dem „Dorfe Zürich sowie auf das bevorstehende Tonkünstlerfest hin.
22. Mai 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich Sie haben sich meinetwegen so viele Mühe gegeben Busoni präzisiert, das Basler Gastspiel von Arlecchino und Turandot solle eines der Zürcher Produktion sein; hat keine Pläne für den Herbst; will bis Kriegsende in der Schweiz bleiben; hofft auf Ablenkung durch ein „neues Werk“.
26. Mai 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich indem ich Ihnen für Ihre menschenfreundliche Mühe danke
3. Juni 1917 Hans Huber an Ferruccio Busoni vmtl. Basel Ich finde, dass das Mitleid mit Ihrem Antagonisten Huber ermutigt Busoni in seinem Streit mit Hans Pfitzner.
4. Juni 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich es war so gut von Ihnen Busoni bedankt sich für Hubers Unterstützung in der Hans Pfitzner-Kontroverse; beklagt seine stereotype Herabsetzung durch die Deutschen; berichtet vom Erfolg mit Arlecchino und Turandot; arbeitet an einer Ausgabe von Liszts Don-Juan-Fantasie; kündigt Aufführungsbesuch von Hubers Symphonie in Basel an.
5. Juni 1917 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel Nur in Eile das kurze Wort Huber lädt Busoni als Ehrengast zur Uraufführung seiner 7. Symphonie ein.
10. Juni 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber Basel Am liebsten wäre ich gestern nach dem Konzerte Busoni lobt Klang, Eigenart und Lebendigkeit von Hubers 7. Symphonie.
zw. 10. Juni 1917 u. 15. Juni 1917 Hans Huber an Ferruccio Busoni vmtl. Basel Potior est, qui prior est!
15. Juni 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich Das finde ich viel Busoni dankt für Auskünfte zu Kopistenhonoraren, berichtet von den Verhandlungen mit Breitkopf & Härtel wegen Drucklegung von Arlecchino und Turandot; kommentiert die Berichterstattung zur Uraufführung von Hans Pfitzners Palestrina; hat das Vorwort zur Don-Juan-Fantasie abgeschickt; erinnert sich an einen kurz zuvor gemeinsam besuchten Konzertabend mit Werken von Laquai und Schoeck.
5. November 1917 Hans Huber an Ferruccio Busoni Locarno Glück dem genialen & tapferen Neuerer Huber wünscht Busoni Glück und Überzeugungskraft für einen Auftritt am Folgetag.
6. November 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich seit langer Zeit hat mich nicht etwas so innig gefreut, Busoni zeigt sich erfreut über die Wiederaufnahme der Korrespondenz; äußert Sehnsucht nach einer Reise in „den Süden“; hat das Erste Bild von Doktor Faust beendet; hat den ersten Teil der Klavierübung mit Widmung an Musikschule und Konservatorium Basel in Druck gegeben.
9. November 1917 Hans Huber an Ferruccio Busoni Locarno Was haben die Philister & die Neider Huber fragt nach der Aufnahme einer Busoni-Aufführung vom 6. November 1911; bedauert, nicht mit Busoni zu einer Aufführung seiner eigenen Oper Die schöne Bellinda kommen zu können.
12. November 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich Ihre Bellinda wurde gestern Busoni berichtet von seinem Besuch einer Zürcher Aufführung von Hubers Oper Die schöne Bellinda; lobt die „Mischung von Zauber, Humor und Tanzhaftem […] als ein richtiges Ziel für das musikalische Theater“; vermisst im Text das „Schlagwort[]“ als den „Zünder am musikalischen Feuerspiel“.
15. November 1917 Hans Huber an Ferruccio Busoni Locarno Wegen un violento di capo Huber dankt für Busonis Kritik zu seiner Oper Die schöne Bellinda; beklagt sein schwaches Nervensystem.
26. Dezember 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich schon hatte ich mich gefreut Busoni erkundigt sich nach Hubers Gesundheit; befindet das Jahr 1917 für befriedigend; übermittelt Neujahrswünsche; erwartet die Fertigstellung von Mors et vita; bewertet Hubers Beitrag zur Jubiläumsschrift der Basler Musikschule als positiv.
27. Dezember 1917 Hans Huber an Ferruccio Busoni Locarno Das neue Jahr möge Ihnen Huber wünscht Busoni fürs kommende Jahr „Erlösung“ von „Unfreiheiten“ und „Ungerechtigkeiten“; lobt von der Kur in Locarno aus Busonis Konzertieren an zwei Klavieren in Zürich.
29. Dezember 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich Meinem, in einem Briefe vom 27. ausgesprochenen Wunsche, Busoni plant Wiederholung des Zürcher Klavierabends mit Ernst Lochbrunner in Basel; berichtet von Voltaire-Lektüre als Kompositionsvorbild.
31. Dezember 1917 Hans Huber an Ferruccio Busoni Locarno Soeben Brief aus Basilea eingetroffen Huber bestätigt Erhalt des nachgesandten Briefs aus Basel, kündigt rasche Antwort an.
3. Januar 1918 Ferruccio Busoni an Hans Huber
vmtl. 16. Januar 1918 Hans Huber an Ferruccio Busoni Locarno heute morgen bin ich mit dem Gedanken an Ihre solistische Unterstützung Huber erkundigt sich nach Busonis soeben absolvierten Abonnementkonzerten in Zürich; berichtet angetan von einem Artikel zu PfitznersPalestrina“ von Bruno Goetz; bittet um künstlerische Unterstützung für Lennart von Zweygberg; fragt nach einem passenden Lehrer für seinen Schüler Franz Josef Hirt.
17. Januar 1918 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich wie sehr herzlich erfreute mich der unerwartete Brief Busoni berichtet von seinen Konzerten in Zürich; stimmt dem Lob Hubers für Goetz zu; hält Versprechen eines Konzerts mit Lennart von Zweygberg in Basel aufrecht.
3. März 1918 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich nur spärliche Nachrichten sind es Busoni musste ein Konzert in Basel krankheitsbedingt verschieben; erkundigt sich nach Hubers Gesundheitszustand und dem Fortschritt bei der Komposition von Mors et vita.
5. März 1918 Hans Huber an Ferruccio Busoni Locarno die Kunde von Ihrer unzeitgemäßen Erkrankung Huber berichtet von der Bekanntschaft mit Ludwig Rubiner; legt sein Verhältnis zu den Werken Schönbergs und Tolstojs dar; schildert seine Korrespondenz mit Robert Freund; beantwortet Busonis Frage nach dem Fortschritt von Mors et vita.
9. April 1918 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich Dank für Brief u. die Mühe mit meinen Bearbeitungssachen. Busoni betrachtet seine Erwähnung in Albert Schweitzers Bach-Monographie als Ehrenrettung; weist auf die Besprechung seiner Opern „Arlecchino“ und „Turandot“ durch Stefan Zweig hin; erinnert sich an seinen Kreis der „Leskowiter“ in Helsinki; legt sein Verhältnis zu August Strindberg dar.
10. April 1919 Hans Huber an Ferruccio Busoni Locarno Ihre Furcht vor den Regelmäßigkeiten im Leben Huber beglückwünscht Busoni zur Wiederaufnahme des Konzertierens bei den Zürcher „populären Konzerten“; reflektiert anlässlich der Arbeit an seinem Oratorium Mors et vita Liszts Verhältnis zur Gregorianik; kündigt Rückkehr nach Vitznau an; hofft auf ein Wiedersehen und auf einen Besuch von Schoeck-Opern.
Platzhalter zum Briefwechsel Busoni–Huber.