Datum Richtung Ort Incipit Zusammenfassung
März 1903 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel Da ich gestern wegen meiner starken Erkältung Huber dankt für Busonis „riesige Darbietungen“ im Konzert; er habe „seit Tausig- und Liszt-Zeiten kaum einen stärkeren pianistischen Eindruck aus dem Konzertsaale davongetragen“.
nicht nach 5. Juni 1907 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel Ich möchte alljährlich im Monat September Huber bittet um Nennung geeigneter Kandidaten zur Leitung von Meisterkursen am Basler Konservatorium, nennt Konditionen; lobt Busonis „neues Klavierkonzert.
6. Juni 1907 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Berlin Die Aufgabe, die Sie mir stellen Busoni nennt als Kandidaten für einen Meisterkurs am Basler Konservatorium: Waldemar Lütschg, Michael von Zadora, Theodor Szántó, Egon Petri, Bruno Mugellini, Alberto Fano, Johan Wijsman, Alfredo Casella, Rudolf Ganz.
Dezember 1909 Hans Huber an Ferruccio Busoni Engelberg In allererster Linie erlauben Sie mir Huber freut sich über Busonis Bereitschaft, den Meisterkurs 1910 am Basler Konservatorium zu übernehmen; legt Übernahme von Egon Petris Vorgehen nahe; schlägt Abschluss mit Klavierkonzert und weiteren Orchesterwerken Busonis vor.
19. Juli 1910 Ferruccio Busoni an Hans Huber Berlin Die 4 Clavier Nachmittage (oder Abende) Busoni übermittelt seinen Programmentwurf für vier Konzerte (Klavier) im Rahmen seines Basler Meisterkurses.
24. Juli 1910 Hans Huber an Ferruccio Busoni Vitznau Leider erst seit gestern in Vitznau angelangt Huber gibt Rückmeldung bezüglich der Planung der Klaviernachmittage sowie deren Programmgestaltung und spricht seine Anerkennung für die Fuge Busonis aus, die er mit dem letzten Brief erhalten hat.
vmtl. 16. September 1910 Hans Huber an Ferruccio Busoni Vitznau Dem Künstler insbesonders kom̅t es zu Huber begründet seine Abwesenheit bei Busonis bevorstehendem Chopin-Abend mit der Arbeit am eigenen Klavierkonzert und einer fortzusetzenden Kur.
17. September 1910 Ferruccio Busoni an Hans Huber Bottmingen Wenn Sie für Ihre Rétraite Verstaendnis finden wollten Busoni drückt sein Verständnis für Hubers Absage zum Klavierabend aus; reflektiert über die Zukunft des Klavierspiels.
12. Oktober 1910 Ferruccio Busoni an Hans Huber Berlin Ich vermisste Sie sehr am letzten Abend Busoni sinniert anlässlich einer Basler Konzertkritik über „deutsche Tiefe“ in der Musik; erbittet Bedenkzeit für eine Einladung nach Mülhausen.
15. Oktober 1910 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel There are more things in heaven and earth, Horatio Huber drückt sein Missfallen über Karls Nefs Zeitungskritik an Busonis Basler Konzert aus; beteuert die allgemein vorherrschende (inkl. seiner eigenen) Wertschätzung für Busoni in Basel; lädt Busoni nach Mülhausen ein.
1. Dezember 1910 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel Ich wage noch nicht Ihnen mein Klavierkonzert zu schicken Huber hält sein neues Klavierkonzert noch nicht für versandreif; berichtet von der bevorstehenden Aufführung seines Oratoriums Der heilige Hain; dankt für einen Brief Busonis an die Kommission des Basler Konservatoriums.
22. Oktober 1911 Ferruccio Busoni an Hans Huber Basel ich mache mir ein besonderes Vergnügen daraus Busoni empfiehlt seinen „alten Freund“ Anton Wolfer; hofft weiterhin auf Hubers neues Klavierkonzert; gibt sich wegen Hubers Abwesenheit von Basel enttäuscht.
12. November 1911 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel Durch Kapellmeister Suter hörte ich gestern eine Andeutung über mein neues Klavierkonzert Huber entschuldigt die anderweitige Widmung seines 4. Klavierkonzerts; plant eine Busoni zu widmende „Fantasie für Klavier und Orchester“; teilt die bevorstehende Uraufführung seiner 6. Symphonie mit; hofft auf neuerlichen Besuch Busonis; schwärmt von seinem Italien-Aufenthalt.
15. Oktober 1915 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich zum 100. Geburtstag Liszt’s (1911) Busoni unterbreitet Programmvorschläge für den Liszt-Klavierabend, erbittet Hubers Mithilfe; berichtet von seiner Spitteler-Lektüre.
17. Oktober 1915 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel das „caro“ bedeutet in der Umwertung Huber heißt Busoni in Zürich willkommen; bestätigt das Programm des Liszt-Abends; zeigt Verständnis für Busonis Schwierigkeiten mit der Spitteler-Lektüre; kündigt Übersendung von Briefen Karl Stauffer-Berns an.
18. Oktober 1915 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich a festa finita, post festum Busoni drückt sein Bedauern über das Verpassen eines Streichquartett-Abends aus, macht Vorschläge bezüglich des Programmes weiterer, von ihm und Huber geplanter musikalischer Veranstaltungen und berichtet von seinen literarischen Präferenzen.
23. Oktober 1915 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel Nachdem endlich alle Faktoren günstig beisam̅en sind Huber lobt Busonis Sprachbehandlung im Entwurf einer neuen Ästhetik der Tonkunst; suggeriert weiterhin einen zweiten Liszt-Abend; nennt Werk-Präferenzen für den Bach- und den Chopin-Abend; kündigt Übersendung von Briefen Karl Stauffer-Berns an; äußert sich abschätzig über Otto Brahm.
27. Oktober 1915 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich ich kann nicht gut mich dazu verstehen Busoni lehnt einen Klavierzyklus ohne Beethoven ab; bietet einen weiteren Liszt-Abend an; dankt für Hubers Lob seiner Sprachbehandlung, weist auf eigene Libretti hin; erwartet Bücherzusendung „mit freudiger Spannung“; nennt „die Trennung von meiner Bibliothek eines der härtesten Momente“.
31. Oktober 1915 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich Hiermit unterbreite ich Ihnen Busoni schickt Huber einen Programmentwurf zu vier Klavierabenden.
vmtl. 2. November 1915 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel Am nächsten Freitag haben wir Kom̅issionssitzung Huber kündigt Kommissions-Entscheidung zur Klavierabend-Reihe für den 5. November 1915 an; empfiehlt Mittwochs-Termine als Konzerttage; nennt mögliche Wochen im Dezember und Januar sowie Werk-Präferenzen für den Chopin- und den Liszt-Abend.
5. November 1915 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel Die Beschlüße der Com̅ißion des Conserv. Huber kündigt die Mitteilung eines Beschlusses der Kommission des Basler Konservatoriums durch Hermann Stumm an.
nicht nach 26. November 1915 Hans Huber an Ferruccio Busoni Solothurn Daß Pausen auch Musik sind Huber, zur Erholung in Solothurn, konnte R. B. – von Busoni „glänzend“ empfohlen – nicht sehen; hofft auf ein Treffen mit Busoni in Basel.
10. Dezember 1915 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich in dem eingebundenen Büchlein Busoni übersendet ein „Büchlein“ mit „Ausführungen […] zu meinen Basler Programmen“ (4 Klavierabende Anfang 1916) zwecks Durchsicht und Druckvorbereitung; bedankt sich für ein Treffen in Basel.
11. Dezember 1915 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich Erst nachtraeglich empfange ich das Heft Etuden Busoni spricht Huber seine Wertschätzung für dessen ihm gewidmete Etüden aus.
vmtl. 13. Dezember 1915 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel Ihre lieben Zeilen brachten Huber bedankt sich für Busonis lobende Worte bzgl. seiner Etüden und berichtet von seinem Fortschritt in der Programmplanung verschiedener Konzerte.
zw. 13. Dezember 1915 u. 19. Dezember 1915 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel Beiliegd. ein Korrekturexemplar der Program̅e Huber übersendet die Programme für Busonis Klavierabende (Januar/Februar 1916) zur Korrekturlesung; kündigt seine Abreise nach Engelberg sowie von dort aus Nachsendung des ausführlichen Programmbuchs an.
vmtl. 17. Januar 1916 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel Soeben telephonirt mir Suter Huber teilt Einladung nach Basel für Konzerte im März vorab mit; sagt Konzertbesuch für den nächsten Tag in Zürich wegen Krankheit ab.
vmtl. 20. Januar 1916 Ferruccio Busoni an Hans Huber Basel tutto il male non vien per nuocere Busoni dankt für Hubers Gesellschaft; freut sich auf die Einstudierung von dessen Klavierquintett; weist auf seine neue Ausgabe der „kleinen Präludien“ von Bach hin; vermutet hinter Hubers Unwohlsein eine gewöhnliche Schaffenskrise und wertet diese als Ausweis „eines wohltuenden Mangels an ‚Routine‘.
zw. 20. Januar 1916 u. 4. Februar 1916 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel Mit einigem Mißbehagen sende ich Ihnen das Divertimento Huber übersendet sein Quintett; will Busonis Ausgabe der Kleinen Präludien von Bach in der Musikschule einsetzen; regt nach der Basler Begeisterung über Busonis Beethoven-Abend vier Klavierabende im Oktober an.
4. Februar 1916 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich wollen Sie Ihren Schülern in meinem Namen Busoni übermittelt eine Dankesrede, die er Huber vor den Schülern des Basler Konservatoriums zu halten bittet; hat das Studium von Hubers Quintett op. 125 begonnen.
5. Februar 1916 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel Da ich so verflucht wenig an meine Meisterschaft glaube Huber bittet um Anrede als „Freund“ (statt „Meister“); nennt Busonis Dankesrede an die Schüler des Konservatoriums „von großem edukativen Sinne“; teilt Zeitplan für die Probe seines Quintetts mit Busoni in Basel am 7. Februar 1916 mit.
10. Februar 1916 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich ich kann nicht anders, als dem Leiter Busoni dankt für den schönen Quintett-Abend; bittet Huber um Weiterleitung einer Beschwerde an Hug in Basel.
11. Februar 1916 Hans Huber an Ferruccio Busoni vmtl. Basel Die Ansprache an Hug ist besorgt Huber hat Busonis Beschwerde an Hug in Basel weitergeleitet; berichtet, Busoni sei nach seinen vier Klavierabenden am Basler Konservatorium Stadtgespräch; hat einen Kritiker der National-Zeitung über Liszt und Bach belehrt; kündigt seinen Besuch von Busonis Zürcher Liszt-Konzert an.
14. Februar 1916 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich letzthin schrieb ich zu kurz Busoni betrachtet den „kleinen Verdruss[]“ mit der Basler Filiale von Musik Hug für erledigt; sendet Huber eine kleine Bach-Schrift zu; beurteilt Hubers Quintett op. 125; erwartet mit Freude Hubers Anwesenheit beim Liszt-Klavierabend in Zürich.
16. Februar 1916 Hans Huber an Ferruccio Busoni vmtl. Basel Für Ihre anerkennenden lieben Zeilen Huber nennt Busoni unter Verweis auf Nietzsche einen „Anzünder“; lobt Othmar Schoeck anlässlich eines Basler Konzerts; lobt „Geschmack“ und „Gescheitheit in der Musik“ bei Mendelssohn und Busoni; erläutert seine Planung für den Tag seines Konzertbesuchs in Zürich (22. Februar 1916); hat Lektüre des Romans L‘Ève future begonnen.
17. Februar 1916 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich Ihren Brief, reichen Inhalts, genoss ich. Busoni erinnert sich an Theodor Kirchner als „merkwürdigerweise recht imponierend“; betont die Bedeutung Mozarts für seine eigene Ausbildung; kündigt Gesprächsthemen für ein baldiges Treffen in Zürich an.
März 1916 Hans Huber an Ferruccio Busoni vmtl. Basel Man weiß nichts mehr von Ihnen! Huber kann wegen Proben zur Uraufführung seiner Oper Die schöne Bellinda in Bern nicht wie vereinbart zu einem Zürcher Konzert Busonis kommen; erkundigt sich nach Busonis Rom-Reise.
25. März 1916 Hans Huber an Ferruccio Busoni vmtl. Basel Die Hauptprobe, zu der Suter, Brun etc. kommen Huber teilt den Termin der Generalprobe zu seiner Oper Die schöne Bellinda mit; lädt Busoni zur Uraufführung am 2. April nach Bern ein; beklagt „die Dünnheit und Klanglosigkeit des mageren Orchesters“; freut sich auf Berichte von Busonis Aufenthalt in Italien.
8. April 1916 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich nun war es mir doch nicht vergönnt Busoni bedauert, wegen seines 50. Geburtstages und der Zürcher Aufführung von Volkmar Andreaes Oper Ratcliff die Berner Uraufführung von Hubers Oper Die schöne Bellinda versäumt zu haben; vergleicht die Vorlagen beider Werke nach Eignung des Stoffes und der Dichtung.
12. April 1916 Hans Huber an Ferruccio Busoni Locarno Ich lebe am Saume des gelobten Landes Huber ersehnt von Locarno aus das nahe Italien; geht auf Busonis Kritik am Libretto der Oper Die schöne Bellinda ein; erwähnt einen nächsten Stoff; registriert erfreut Busonis Erfolge in Zürich; erbittet einen Klavierauszug der Indianischen Fantasie.
14. April 1916 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich ich danke für die nachsichtige Aufnahme meiner Bedenken Busoni erläutert den Begriff „Theater“ als ungünstiges Konglomerat von Oper und Drama; zitiert umfangreich aus dem poetologischen Prolog zum Doktor Faust; kann sein Studienexemplar der Indianischen Fantasie vor der Basler Aufführung am 29. April nicht weitergeben.
15. April 1916 Hans Huber an Ferruccio Busoni Locarno Soeben erhalten: ein geistvolles, schönes Stück. Huber freut sich über den Eingang von Noten zu Busonis Indianischer Fantasie; wurde aus Basel mit einem Artikel über Busoni beauftragt.
21. April 1916 Hans Huber an Ferruccio Busoni Locarno Das erste Buch Ihrer indianischen Reise Huber nennt die Indianische Fantasie „ganz ausgezeichnet“ und „eine absolute Bereicherung“; hat seinen Vorbericht zu Busonis Basler Konzert am Vortag nach Basel geschickt.
27. April 1916 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich Ich lese soeben Ihren Aufsatz Busoni dankt Huber für dessen Artikel in den Basler Nachrichten, leitet ihn an Breitkopf & Härtel weiter; verweist auf den Abschnitt über „Tiefe“ aus dem Entwurf einer neuen Ästhetik der Tonkunst; bezweifelt den Nutzen solcher Texte.
2. Mai 1916 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich Ich empfange die mich betreffenden “B.N Busoni beklagt sich über Karl Nefs Konzertkritik zur Indianischen Fantasie; schickt einen als „Seitenbemerkung“ zum Chopin-Abend verwendeten Text.
3. Mai 1916 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel So sind sie alle, unserere Musikhistoriker Huber mahnt zur Gelassenheit gegenüber den „Geisteskrüppel[n]“ im akademischen Feuilleton; attestiert Busoni eine „Ausnahmsstellung in der heutigen musikalischen Kultur“; versucht ihn als Interpreten und Lehrer längerfristig für die Schweiz und insbesondere Genf zu gewinnen; dankt für den zugeschickten Text über Chopin.
19. Juni 1916 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel Ubi terrarum? Huber kündigt für Juli Aufenthalt in Vitznau an; lädt Busoni samt Familie dorthin ein.
4. September 1916 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich Wie lange habe ich Ihnen nicht geschrieben! Busoni vermeldet die „Geburt“ seines Arlecchino; legt einen Zeitungsausschnitt mit seinem Gedenktext zum Tod Umberto Boccionis bei; hat keine Nachricht von Eduard Henneberger erhalten; erwartet für vier weitere Klavierabende ein angemessenes Honorar (für „einen Monat Arbeit“).
5. September 1916 Hans Huber an Ferruccio Busoni Vitznau Zur Geburt wünsche ich Huber gratuliert Busoni zur „Geburt“ seines Arlecchino; kannte Busonis Gedenktext für Umberto Boccioni bereits; schlägt Programme für vier geplante Konzerte vor.
7. September 1916 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich Ihre guten Zeilen thaten mir besonders wohl. Busoni weist auf Zensur-Bedingungen seines Boccioni-Artikels hin; sucht Ablenkung vom Kriegsgeschehen durch die Arbeit; trägt Huber die Widmung seiner Revision der Bach-Toccaten BWV 914, 915, 916 an; weist auf seine Ausgabe von Liszts Paganini-Etüde La campanella, auf Hugo Leichtentritts Busoni-Biographie sowie auf die bevorstehende Neuausgabe des Entwurfs einer neuen Ästhetik der Tonkunst hin; hofft auf eine Arlecchino-Aufführung in Zürich; hat Bachs Fantasie und Fuge a-Moll BWV 904 bearbeitet und eine Improvisation für zwei Klaviere über Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen komponiert; schlägt für die Klavierabende ein Honorar von CHF 6.000 vor.
8. September 1916 Hans Huber an Ferruccio Busoni Vitznau Auf einer kurzen Reise nach Basel begriffen Huber staunt über Busonis Produktivität; dankt für die ihm angetragene Widmung der Bach-Toccaten.
13. September 1916 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich ich danke Ihnen dafür, dass Sie so bereitwillig Busoni will Huber statt der Überarbeitung von Bach-Toccaten nun eine neue Arbeit über das Musikalische Opfer widmen, die er als Klavier- wie Kompositions-Lehrmaterial versteht; weist auf die Bach-Busoni-Gesamtausgabe sowie den geplanten Nachtragsband hierzu hin.
14. September 1916 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel Das nutrimentum spiritus der Königl. Bibliothek in Berlin Huber attestiert Hugo Leichtentritts Busoni-Biographie „Liebe, Verständnis und Charakter“; nimmt die Widmung der Studie über Das musikalische Opfer freudig an; hat die von Busoni angezeigten Neuerscheinungen für die Bibliothek der Basler Musikschule bestellt; erwägt für Busonis Klavierabende einen größeren Konzertsaal zwecks Kostendeckung; kündigt zweiwöchigen Aufenthalt in Locarno an.
16. September 1916 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich Ich begrüsse Sie, lieber Meister, herzlichst in Locarno Busoni nimmt den bleibenden Schmerz über den Tod Umberto Boccionis zum Anlass einer Kritik des „allgemeinen Soldatentums“; fühlt sich arbeitsunfähig und infolge der Kriegspolitik Italiens „völlig isoliert und auch wirtschaftlich eingeschränkt“; hält seine Honorarforderung für die Basler Klavierabende aufrecht; hat die Studie über Das musikalische Opfer an Breitkopf & Härtel geschickt; will sich nun Doktor Faust zuwenden.
24. September 1916 Hans Huber an Ferruccio Busoni Locarno Verzeihen Sie, lieber Freund Huber, seit seiner Ankunft kränklich, genießt gleichwohl Ruhe und Natur in Locarno; kündigt zum Honorar für Busonis Basler Klavierabende eine Entscheidung nach seine Rückkehr nach Basel an, signalisiert Bereitschaft der „Herren des Vorstandes“ zu finanzieller Mithilfe.
25. September 1916 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich dass mein Brief Sie verschnupft hat Busoni bittet um Entschuldigung für seinen schlecht gestimmten vorherigen Brief; hat nach vom Militär geprägten Feiern zum Nationalfeiertag („widerwärtig“) ein verändertes Bild von der Schweiz; fürchtet nach der Kriegserklärung Italiens an Deutschland um seine künstlerische und wirtschaftliche Existenz; sucht Ablenkung in der Arbeit an Doktor Faust; verzeichnet eine zunehmende Lustlosigkeit beim Klavierüben.
4. Oktober 1916 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel Für heute nur die kurze Mittheilung, Huber, nach Basel zurückgekehrt, attestiert Busoni „eine neue Klavierspielkultur und wünscht, er möge „an diesem Handwerk nicht verzweifeln“; will sich nun um die Vorbereitung von Busonis Basler Klavierabenden kümmern, kündigt wegen des Honorars Rückmeldung von Hermann Stumm an; weist auf die Normalität wechselnder Phasen im „Lebenswerk“ hin.
8. Oktober 1916 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel So leicht die Partitur Ihres Reigen aussieht Huber hebt ein Thema aus Busonis Rondò Arlecchinoso hervor; bezweifelt die Praktikabilität einer Streicherfigur; will das Stück Hermann Suter zur Aufführung weitergeben.
28. Oktober 1916 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich ich möchte Sie herzlich bitten Busoni bittet Huber um Platzierung eines eigenen Textes über Max Reger in den Basler Nachrichten.
1. November 1916 Hans Huber an Ferruccio Busoni vmtl. Basel Den intensivsten Dank für die herrlichen Gaben Huber moniert anlässlich zweier ihm verordneter Reger-Gedenkabende dessen „Formenarmut“; schätzt die Neuausgabe des Entwurfs einer neuen Ästhetik der Tonkunst als „konziser und klarer“ ein; hat Busonis Reger-Text an Hermann Suter weitergegeben; rät zu einer künstlerischen Positionserklärung Busonis an anderem Ort; begrüßt das Programm der Zürcher Klavierabende, sagt Besuch beim zweiten Abend zu.
2. November 1916 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich Suter schrieb mir einen gewandten Brief Busoni nimmt nach Briefwechsel mit Hermann Suter Abstand von der Idee einer Veröffentlichung zu Max Reger; hofft auf Realisierbarkeit seines anstehenden Zürcher Liszt-Klavierabends auch in Basel.
4. November 1916 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel Sie haben bei dem Mittageßen bei uns Huber leitet Elisabeth Speiser-Sarasins Wunsch weiter, Busoni für die musikalische Begleitung einer Privatgesellschaft zu gewinnen; nennt das Anliegen „ächt barbarisch“; will Hermann Suter nach Busonis Brief fragen; kündigt Vorbesprechung mit Eduard His-Schlumberger und Hermann Stumm zu Busonis Basler Klavierabenden an, erbittet ungefähre Programmangaben für vier Konzerte.
16. November 1916 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich ich erwartete die in Aussicht gestellte Einladung Busoni skizziert für vier Basler Klavierabende Programmabweichungen und -ergänzungen gegenüber den drei Zürcher Programmen; bittet um weitere Vorschläge und Nennung möglicher Daten; plant Italien-Reise; hat Turandot innerhalb eines Monats entworfen.
16. November 1916 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel Das kleine Episödchen mit Frau Dr. Speiser-Sarasin Huber zitiert Elisabeth Speiser-Sarasins Deutung der Handschrift Busonis; bestätigt Basler Konzertprogramme; kann wegen Diabetes-Kur in Solothurn Busonis zweiten Zürcher Klavierabend nicht besuchen.
20. November 1916 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich ich hatte die Angelegenheit der Frau Dr̲ Sarasin Busoni ist nicht geneigt, der Einladung zur Begleitung einer Privatgesellschaft von Elisabeth Speiser-Sarasin zu folgen; befürwortet den größeren Konzertsaal des Stadt-Casinos als Veranstaltungsort seiner Basler Klavierabende; hat einen Brief über Krieg und Frieden von Arnold Schönberg erhalten.
22. November 1916 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich wenn dieser Entwurf Ihnen recht sein sollte Busoni unterbreitet genaue Programmvorschläge für vier Basler Klavierabende.
23. November 1916 Hans Huber an Ferruccio Busoni Solothurn
28. November 1916 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich wollen Sie mir freundlicherweise den letzten Programm Entwurf
vmtl. 29. November 1916 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel Beiliegend ihre Vorschläge zu Huber retourniert Busonis Programmvorschläge; gibt Auskunft über die Verhältnisse des Berner Stadttheaters.
4. Dezember 1916 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich ich danke Ihnen für die frdl. Mühe
5. Dezember 1916 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel
7. Dezember 1916 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich ich sitze – spät Abends – an meinem Schreibtisch
9. Dezember 1916 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel
10. Dezember 1916 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich es war in der That recht jugendlich
23. Dezember 1916 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich es ist doch Etwas respektgebietendes
26. Dezember 1916 Hans Huber an Ferruccio Busoni Gstaad
5. Januar 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich das Albumblatt, das Ihren Beifall findet Busoni freut sich, dass Huber sein Albumblatt gefällt; erwähnt dessen Widmungsträger Albert Biolley; äußert sich zu Huber als Künstler, zum Schriftsteller John Ruskin und zur Bedeutung des Humors.
10. Januar 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich schlechter Anfang, gute Fortsetzung, glückliche Endung Busoni wünscht Huber Genesung bis zum Treffen bei Busonis Basler Klavierabend am übernächsten Tag; lobt Hubers Aufsatz Liszt – Busoni.
vmtl. 14. Januar 1917 Hans Huber an Ferruccio Busoni vmtl. Basel Sonntags=Stimmung! Sie wissen gar nicht Huber bezeichnet Busoni als „nach Liszt die größte Erscheinung auf pianistischem Gebiete“; wünscht ihm als Komponisten ebensolches Gelingen.
16. Januar 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich Ihre gütigen Worte haben mich schön belohnt Busoni dankt für Hubers Komplimente; reflektiert über die Einheit des „schaffenden und nach-schaffenden Menschen“.
29. Januar 1917 Hans Huber an Ferruccio Busoni / Gerda Busoni Basel Leider muß ich Ihnen für nächsten Samstag absagen Huber verschiebt ein Treffen mit Gerda und Ferruccio Busoni auf Sonntag, 4. Februar 1917 (zwei Tage nach Busonis Klavierabend in Basel).
5. Februar 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich ich versäumte die Gelegenheit Busoni unterbreitet Vorschläge zu einem Konzert mit Lennart von Zweygberg; kommentiert die Kriegspolitik Woodrow Wilsons.
8. Februar 1917 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel Dass Sie dem guten v. Zw. Ihre Hilfe geben Huber begrüßt das Konzertvorhaben mit Lennart von Zweygberg, teilt Rahmenbedingungen mit, schlägt Termine vor, fordert Programm an; stimmt Busonis politischen Äußerungen amüsiert zu.
9. Februar 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich Lieb u. gut von Ihnen allen Busoni lehnt Hubers Terminvorschläge für ein Konzert mit Lennart von Zweygberg ab.
10. Februar 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich Herr Reichhardt bittet mich, ihn Ihnen vorstellen zu dürfen
11. Februar 1917 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel
15. Februar 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich die mitfolgende Post kann ich Ihnen leider
zw. 16. Februar 1917 u. 19. Februar 1917 Hans Huber an Ferruccio Busoni vmtl. Basel Durch Ihre ganze Rhythmik zieht sich Huber lobt die „starke Moral“ der Rhythmik in Busonis Rondò Arlecchinesco; kontrastiert sie mit der „Langeweile“ der Malerei Ferdinand Hodlers; fordert Konzertaufführung.
20. Februar 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich ich danke Ihnen für Ihre freundl. Mühe Busoni hat die zurückerhaltene Partitur des Rondo Arlecchinesco an Alfred Reucker geschickt; fühlt sich in der Schweiz „freundlich geduldet“; regt eine „Hilfsklasse für praktische Organisation“ als Teil der Konservatoriums-Ausbildung an; nennt Richard Wagner einen größeren Organisator denn Künstler.
28. Februar 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich um Ihrem Wunsch zu entsprechen Busoni bittet Huber um Zusendung der Klavierschule Anton Wolfers; wartet auf Antwort nach Zusendung der Arlecchino-Partitur an Alfred Reucker.
12. März 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich Die Aufführung meiner Opern Busoni bittet um Nennung eines fähigen Kopisten in Basel zwecks Herstellung der Uraufführungsmaterialien für Arlecchino und Turandot.
vmtl. 13. März 1917 Hans Huber an Ferruccio Busoni vmtl. Basel Das sind langweilige Äußerlichkeiten Huber nennt Busoni die Adressen von drei Kopisten.
31. März 1917/1. April 1917 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel Nach den Osterferien spielen Huber berichtet von der Schüler-Einstudierung zweier Werke für zwei Klaviere sowie von seiner bevorstehenden Abfahrt nach Locarno.
2. April 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich aus Ihrer lieben Karte ist nicht zu entnehmen Busoni berichtet von seinem Aufenthalt in Solothurn und von der Arbeit an den Opern Arlecchino und Turandot.
13. April 1917 Hans Huber an Ferruccio Busoni Locarno Die beiden Dichtungen waren mir Huber lobt nach Lektüre der Libretti zu Busonis Arlecchino und Turandot deren Raffinesse und Feinheit; kündigt Besuch der Uraufführung in Zürich an; nennt Henri Barbusses Roman Le feu „wohl das größte symphonische Werk […] über Krieg und Schlachten“.
14. April 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich Ihre trefflichen Zeilen Busoni nennt die Musik das dem Text „überlegene Moment“ in Arlecchino und Turandot, weist auf „formale[] Kunststückchen“ hin; hat von Hubers neuer Sinfonie per Anzeige erfahren.
18. April 1917 Hans Huber an Ferruccio Busoni Locarno Diese welsche Bombe sende ich Ihnen tale-quale Huber leitet ein an Busoni gerichtetes Angebot Ferdinand Helds weiter, am Genfer Konservatorium zu unterrichten; bittet Busoni, Held selbst zu antworten; kündigt Rückkehr nach Basel für den 22. April an.
vmtl. 20. April 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich Verzeihen Sie, wenn ich mir erlaube Busoni legt ausführlich dar, warum er nicht am Genfer Konservatorium arbeiten möchte; bittet Huber, dem dortigen Direktor Ferdinand Held seine Abneigung zu signalisieren, ohne diese Gründe offenzulegen.
zw. 21. April 1917 u. 30. April 1917 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel Das Arbeitsrad dreht sich wieder Huber, überlastet vom Basler Semesterbeginn, könnte das von Lennart von Zweygberg auf Herbst verschobene Konzertvorhaben auch im Mai ermöglichen; erfragt Proben- und Aufführungstermine von Busonis Opern Arlecchino und Turandot in Zürich.
zw. 4. Mai 1917 u. 11. Mai 1917 Hans Huber an Ferruccio Busoni vmtl. Basel Wegen Probe zu meiner neuen Huber sagt einen geplanten Konzertbesuch ab und äußert seine Vorfreude auf die Aufführung seiner neuen Symphonie.
19. Mai 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich Dank für ihr Kommen Busoni dankt Huber für sein Kommen zur Uraufführung von Arlecchino und Turandot; bittet um Untersützung für baldige Gastspiele in Basel und Bern.
21. Mai 1917 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel Man ist in der Stadt Basel Huber leitet Leo Melitz’ Absage für ein Gastspiel von Busonis Opern Arlecchino und Turandot am Stadttheater Basel weiter; weist auf Strukturunterschiede zwischen der „Stadt Basel und dem „Dorfe Zürich sowie auf das bevorstehende Tonkünstlerfest hin.
22. Mai 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich Sie haben sich meinetwegen so viele Mühe gegeben Busoni präzisiert, das Basler Gastspiel von Arlecchino und Turandot solle eines der Zürcher Produktion sein; hat keine Pläne für den Herbst; will bis Kriegsende in der Schweiz bleiben; hofft auf Ablenkung durch ein „neues Werk“.
26. Mai 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich indem ich Ihnen für Ihre menschenfreundliche Mühe danke Busoni sendet nach gescheiterter Verhandlung zu einer Basler Aufführung von Arlecchino und Turandot das Schreiben von Leo Melitz zurück; vermeldet Aufführungsaussichten in Bern, Köln und Frankfurt; attestiert Hans Pfitzners Broschüre Futuristengefahr einen „Hintertreppen-Titel“; strebt Veröffentlichung einer Erwiderung in der Neuen Zürcher Zeitung an; erwartet Eintreffen seiner Kanonischen Variationen und Fuge über Bachs Musikalisches Opfer; plant Besuch der Uraufführung von Hubers 7. Symphonie.
3. Juni 1917 Hans Huber an Ferruccio Busoni vmtl. Basel Ich finde, dass das Mitleid mit Ihrem Antagonisten Huber ermutigt Busoni in seinem Streit mit Hans Pfitzner.
4. Juni 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich es war so gut von Ihnen Busoni bedankt sich für Hubers Unterstützung in der Hans Pfitzner-Kontroverse; beklagt seine stereotype Herabsetzung durch die Deutschen; berichtet vom Erfolg mit Arlecchino und Turandot; arbeitet an einer Ausgabe von Liszts Don-Juan-Fantasie; kündigt Aufführungsbesuch von Hubers Symphonie in Basel an.
5. Juni 1917 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel Nur in Eile das kurze Wort Huber lädt Busoni als Ehrengast zur Uraufführung seiner 7. Symphonie ein.
10. Juni 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber Basel Am liebsten wäre ich gestern nach dem Konzerte Busoni lobt Klang, Eigenart und Lebendigkeit von Hubers 7. Symphonie.
zw. 10. Juni 1917 u. 15. Juni 1917 Hans Huber an Ferruccio Busoni vmtl. Basel Potior est, qui prior est!
15. Juni 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich Das finde ich viel Busoni dankt für Auskünfte zu Kopistenhonoraren, berichtet von den Verhandlungen mit Breitkopf & Härtel wegen Drucklegung von Arlecchino und Turandot; kommentiert die Berichterstattung zur Uraufführung von Hans Pfitzners Palestrina; hat das Vorwort zur Don-Juan-Fantasie abgeschickt; erinnert sich an einen kurz zuvor gemeinsam besuchten Konzertabend mit Werken von Laquai und Schoeck.
8. Juli 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich es scheint mir eine so lange Zeit
16. Juli 1917 Hans Huber an Ferruccio Busoni Vitznau
18. Juli 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich verzeihen Sie, dass ich Sie so schnell
24. Juli 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich ich verstehe Ihre Gründe (von Ihnen aus gesehen)
13. August 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich endlich haben sich Br. & H. entschlossen
5. November 1917 Hans Huber an Ferruccio Busoni Locarno Glück dem genialen & tapferen Neuerer Huber wünscht Busoni Glück und Überzeugungskraft für einen Auftritt am Folgetag.
6. November 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich seit langer Zeit hat mich nicht etwas so innig gefreut, Busoni zeigt sich erfreut über die Wiederaufnahme der Korrespondenz; äußert Sehnsucht nach einer Reise in „den Süden“; hat das Erste Bild von Doktor Faust beendet; hat den ersten Teil der Klavierübung mit Widmung an Musikschule und Konservatorium Basel in Druck gegeben.
9. November 1917 Hans Huber an Ferruccio Busoni Locarno Was haben die Philister & die Neider Huber fragt nach der Aufnahme einer Busoni-Aufführung vom 6. November 1911; bedauert, nicht mit Busoni zu einer Aufführung seiner eigenen Oper Die schöne Bellinda kommen zu können.
12. November 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich Ihre Bellinda wurde gestern Busoni berichtet von seinem Besuch einer Zürcher Aufführung von Hubers Oper Die schöne Bellinda; lobt die „Mischung von Zauber, Humor und Tanzhaftem […] als ein richtiges Ziel für das musikalische Theater“; vermisst im Text das „Schlagwort[]“ als den „Zünder am musikalischen Feuerspiel“.
15. November 1917 Hans Huber an Ferruccio Busoni Locarno Wegen un violento di capo Huber dankt für Busonis Kritik zu seiner Oper Die schöne Bellinda; beklagt sein schwaches Nervensystem.
26. Dezember 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich schon hatte ich mich gefreut Busoni erkundigt sich nach Hubers Gesundheit; befindet das Jahr 1917 für befriedigend; übermittelt Neujahrswünsche; erwartet die Fertigstellung von Mors et vita; bewertet Hubers Beitrag zur Jubiläumsschrift der Basler Musikschule als positiv.
27. Dezember 1917 Hans Huber an Ferruccio Busoni Locarno Das neue Jahr möge Ihnen Huber wünscht Busoni fürs kommende Jahr „Erlösung“ von „Unfreiheiten“ und „Ungerechtigkeiten“; lobt von der Kur in Locarno aus Busonis Konzertieren an zwei Klavieren in Zürich.
29. Dezember 1917 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich Meinem, in einem Briefe vom 27. ausgesprochenen Wunsche, Busoni plant Wiederholung des Zürcher Klavierabends mit Ernst Lochbrunner in Basel; berichtet von Voltaire-Lektüre als Kompositionsvorbild.
31. Dezember 1917 Hans Huber an Ferruccio Busoni Locarno Soeben Brief aus Basilea eingetroffen Huber bestätigt Erhalt des nachgesandten Briefs aus Basel, kündigt rasche Antwort an.
3. Januar 1918 Hans Huber an Ferruccio Busoni
vmtl. 16. Januar 1918 Hans Huber an Ferruccio Busoni Locarno heute morgen bin ich mit dem Gedanken an Ihre solistische Unterstützung Huber erkundigt sich nach Busonis soeben absolvierten Abonnementkonzerten in Zürich; berichtet angetan von einem Artikel zu PfitznersPalestrina“ von Bruno Goetz; bittet um künstlerische Unterstützung für Lennart von Zweygberg; fragt nach einem passenden Lehrer für seinen Schüler Franz Josef Hirt.
17. Januar 1918 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich wie sehr herzlich erfreute mich der unerwartete Brief Busoni berichtet von seinen Konzerten in Zürich; stimmt dem Lob Hubers für Goetz zu; hält Versprechen eines Konzerts mit Lennart von Zweygberg in Basel aufrecht.
13. Februar 1918 Hans Huber an Ferruccio Busoni Locarno
3. März 1918 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich nur spärliche Nachrichten sind es Busoni musste ein Konzert in Basel krankheitsbedingt verschieben; erkundigt sich nach Hubers Gesundheitszustand und dem Fortschritt bei der Komposition von Mors et vita.
5. März 1918 Hans Huber an Ferruccio Busoni Locarno die Kunde von Ihrer unzeitgemäßen Erkrankung Huber berichtet von der Bekanntschaft mit Ludwig Rubiner; legt sein Verhältnis zu den Werken Schönbergs und Tolstojs dar; schildert seine Korrespondenz mit Robert Freund; beantwortet Busonis Frage nach dem Fortschritt von Mors et vita.
9. April 1918 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich Dank für Brief u. die Mühe mit meinen Bearbeitungssachen. Busoni betrachtet seine Erwähnung in Albert Schweitzers Bach-Monographie als Ehrenrettung; weist auf die Besprechung seiner Opern „Arlecchino“ und „Turandot“ durch Stefan Zweig hin; erinnert sich an seinen Kreis der „Leskowiter“ in Helsinki; legt sein Verhältnis zu August Strindberg dar.
16. April 1918 Hans Huber an Ferruccio Busoni Locarno
24. Mai 1918 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich weiss nicht, wo Sie sind
30. Mai 1918 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich durch ein Misverständnis (an dem indirekt der Krieg schuld ist)
4. Juni 1918 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich Ihr schöner Brief, Muster altruistischer Gesinnung
5. Juni 1918 Hans Huber an Ferruccio Busoni Vitznau
31. Juli 1918 Hans Huber an Ferruccio Busoni Vitznau
31. August 1918 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich Telepathisches: ich sah heute Morgen
25. September 1918 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel
27. September 1918 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich durch ihre Bemerkung Sie fürchten den Empfang von Gedanken
Oktober 1918 Hans Huber an Ferruccio Busoni
26. November 1918 Hans Huber an Ferruccio Busoni Vitznau
vmtl. Januar 1919 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich ich pflege meinen Arbeitstag mit Briefschreiben zu beginnen
4. April 1919 Ferruccio Busoni an Hans Huber Zürich da ich Ihnen einige gute Nachrichten zu geben vermag
10. April 1919 Hans Huber an Ferruccio Busoni Locarno Ihre Furcht vor den Regelmäßigkeiten im Leben Huber beglückwünscht Busoni zur Wiederaufnahme des Konzertierens bei den Zürcher „populären Konzerten“; reflektiert anlässlich der Arbeit an seinem Oratorium Mors et vita Liszts Verhältnis zur Gregorianik; kündigt Rückkehr nach Vitznau an; hofft auf ein Wiedersehen und auf einen Besuch von Schoeck-Opern.
13. April 1919 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich ich zweifle nicht, dass es bei Liszt auf Intuition ankam
20. April 1919 Hans Huber an Ferruccio Busoni Basel
22. April 1919 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich schön, dass Sie am Ostersonntag meiner gedachten
26. Mai 1919 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich ich adressierte an Sie (glaub ich) zuletzt nach Vitznau
28. Mai 1919 Hans Huber an Ferruccio Busoni Vitznau
31. Mai 1919 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich in der schüchternen Hoffnung, dass Sie meine Briefe ein wenig erfreuen
1. September 1920 Ferruccio Busoni an Hans Huber vmtl. Zürich ich gedenke Ihrer so oft – in Liebe und Verehrung Busoni bedauert Hubers krankheitsbedingtes Schweigen; nimmt Abschied von der Schweiz und Huber; blickt dankbar auf dessen Hilfe für den Exilanten zurück.
2. September 1920 Hans Huber an Ferruccio Busoni Vitznau Wie oft haben Sie mich auf meinen einsamen Wegen begleitet Huber nimmt Abschied von Busoni; dankt für die verjüngende Wirkung durch den „Stil Ihres Lebens und Ihrer Kunst“; begründet sein Schweigen mit krankheitsbedingter Introversion und Nostalgie; betont Busonis allererste Stellung im jetzigen Musikleben“; kündigt Reise nach Locarno an.
Platzhalter zum Briefwechsel Busoni–Huber.