Stand: 30. Juni 2017 (unfertig) Lizenz: CC BY-NC-SA 3.0 DE

Quelle

Entstehung

  • Der Brief wurde in Wien am 4. September 1897 verfasst.
  • Datierungen in der Quelle: 9. September 1903 (autograph), 9. September 1903 (Poststempel), 10. September 1903 (Poststempel)

Umfang

, 3 beschriebene Seiten

Zustand

  • Der Brief ist gut erhalten.
  • Aufbewahrungsort

  • Deutschland | Berlin | Staatsbibliothek zu Berlin · Preußischer Kulturbesitz | Musikabteilung mit Mendelssohn-Archiv | Nachlass Ferruccio Busoni | Mus.Nachl. F. Busoni B II, 4416 | olim: Mus.ep. H. Schenker 4 (Busoni-Nachl. B II) | Nachweis in Kalliope
  • Hände/Stempel

    • Überwiegend: Hand des Absenders Heinrich Schenker, Brieftext in schwarzer Tinte, in deutscher Kurrentschrift.
    • Bibliotheksstempel (rote Tinte)

    Inhalt

    Absender

  • Heinrich Schenker
  • Empfänger

  • Ferruccio Busoni
  • Zusammenfassung

  • Incipit

  • Danke, danke für Ihre herzlichen Zeilen! Freilich will ich warten
  • Edition

    Verantwortlich

    • Christian Schaper
    • Ullrich Scheideler

    Bearbeitet von

  • Theresa Menard
  • Faksimile
    Umschrift
    Lesefassung
    Faksmilie, Seite 1Bild-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin
    Mus. Nachl. F. Busoni
    B II, 4416
    Mus.ep. H. Schenker 4
    (Busoni-Nachl.B II)

    Verehrtester u bester Herr!

    Danke, danke für Ihre herzlichen
    Zeilen! Freilich will ich warten,
    da mündlich im̅er exacter, als
    schriftlich.

    In Bezug auf Br. & Härtel gestehe
    ich, dass ich den Versuch noch gar
    nicht gemacht habe, zugleich aber
    fürchte ich, dass auch ein Verzicht
    auf jegliches Honorar die Bereitwillig-
    keit nicht fördern würde. Wie gerne
    würde ich meinem Freund das Geld
    ersparen, wenn ich nur irgend
    Aussicht hätte! Peters hat trotz
    Verzicht auf das Honorar u. der Empf.
    Goldmarks die Sachen remittirt. Deutsche
    Staatsbibliothek
    Berlin
    [1]

    Verehrtester und bester Herr!

    Danke, danke für Ihre herzlichen Zeilen! Freilich will ich warten, da mündlich immer exakter, als schriftlich.

    In Bezug auf Breitkopf & Härtel gestehe ich, dass ich den Versuch noch gar nicht gemacht habe, zugleich aber fürchte ich, dass auch ein Verzicht auf jegliches Honorar die Bereitwilligkeit nicht fördern würde. Wie gerne würde ich meinem Freund das Geld ersparen, wenn ich nur irgend Aussicht hätte! Peters hat trotz Verzicht auf das Honorar und der Empfehlung Goldmarks die Sachen remittiert.

    Faksmilie, Seite 2Bild-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin

    Ich würde sogar zu Kistner, Aibl
    gehen, um Geld zu sparen, ohne
    selbst für mich was zu verlangen,
    aber wo die Empfehlungen hernehmen?
    Schliesslich noch eins: Hätten Sie
    nicht Lust, über etwas, das Ihnen
    am Herzen liegt, eine Kleinigkeit
    zu schreiben für die Zukunft von
    Harden? Nicht etwa, dass ich
    für H. ein Geschäft betreibe, aber
    es würde mich, u. so gewiss Tausend
    Andere freuen, von Ihnen, die Sie
    so ausgezeichnet u. natürlich schrei-
    ben, interessantes über die Kunst
    oder Kunstzustände zu erfahren.
    Glauben Sie mir, mich selbst würde

    Ich würde sogar zu Kistner, Aibl gehen, um Geld zu sparen, ohne selbst für mich was zu verlangen, aber wo die Empfehlungen hernehmen? Schließlich noch eins: Hätten Sie nicht Lust, über etwas, das Ihnen am Herzen liegt, eine Kleinigkeit zu schreiben für die Zukunft von Harden? Nicht etwa, dass ich für Harder ein Geschäft betreibe, aber es würde mich, und so gewiss tausend andere freuen, von Ihnen, die Sie so ausgezeichnet und natürlich schreiben, interessantes über die Kunst oder Kunstzustände zu erfahren. Glauben Sie mir, mich selbst würde

    Faksmilie, Seite 3Bild-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin

    es ebenso freuen, als Harden, nur
    um des Interessanten willen. Ich
    würde dann, wenn Sie Lust fänden,
    Harden schreiben, dass er Sie einladt,
    wie sichs ja Ihnen gegenüber geziemt,
    u. dann kön̅te die Sache losgehen.

    Was meinen Sie dazu? Ich selbst
    schreibe im̅er weniger Essays, desto
    mehr Noten.

    Mit hr.lichsten, aufrichtigsten u freund-
    schaftlichsten Grüssen
    Ihr

    H Schenker

    4. Sept. 1897
    III. Richardg. 11
    [2]

    es ebenso freuen, als Harden, nur um des Interessanten willen. Ich würde dann, wenn Sie Lust fänden, Harden schreiben, dass er Sie einlädt, wie sichs ja Ihnen gegenüber geziemt, und dann könnte die Sache losgehen.

    Was meinen Sie dazu? Ich selbst schreibe immer weniger Essays, desto mehr Noten.

    Mit hr.lichsten, aufrichtigsten und freundschaftlichsten Grüßen Ihr

    Heinrich Schenker

    4. September 1897
    III. Richardgasse 11
    Faksmilie, Seite 4Bild-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin
    Nachlaß Busoni