Ferruccio Busoni an Heinrich Schenker Dokument exportieren

Berlin, 11. September 1897

Stand: 30. Juni 2017 (unfertig) Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0

Quelle

Entstehung

  • Der Brief wurde in Berlin am 11. September 1897 verfasst.
  • Datierung in der Quelle: 11. September 1898 (autograph)

Umfang

XXX, 4 beschriebene Seiten

Zustand

  • Der Brief ist gut erhalten.
  • Aufbewahrungsort

  • Vereinigte Staaten von Amerika | Riverside | University of California, Special Collections and Archives | Oswald Jonas memorial collection | Box 9, Folder 27
  • Hände/Stempel

    • Überwiegend: Hand des Absenders Ferruccio Busoni, Brieftext in schwarzer Tinte, in lateinischer Schreibschrift.

    Inhalt

    Absender

  • Ferruccio Busoni
  • Empfänger

  • Heinrich Schenker
  • Zusammenfassung

  • Incipit

  • Für Ihre freundlichen, stets willkommenen Zeilen besten Dank!
  • Edition

    Verantwortlich

    • Christian Schaper
    • Ullrich Scheideler

    Bearbeitet von

  • Theresa Menard
  • Frühere Editionen

    Faksimile
    Umschrift
    Lesefassung
    Faksmilie, Seite 1

    Sehr verehrter Herr
    Doctor.

    Für Ihre freundlichen,
    stets willkommenen Zeilen
    besten Dank!

    Ich bin gern erbötig
    eine Brücke zwischen
    Ihnen und dem Hause
    Breitkopf herzustellen
    und bin – ohne Etwas
    versprechen zu koennen –
    keineswegs ohne Hoffnung.

    Wollen Sie nun die
    Fantasie zusammen-
    schmieden um Ssie diesem
    Verlage als eine vollgiltige

    Sehr verehrter Herr Doctor.

    Für Ihre freundlichen, stets willkommenen Zeilen besten Dank!

    Ich bin gern erbötig eine Brücke zwischen Ihnen und dem Hause Breitkopf herzustellen und bin – ohne etwas versprechen zu können – keineswegs ohne Hoffnung.

    Wollen Sie nun die Fantasie zusammenschmieden, um sie diesem Verlage als eine vollgültige,

    Faksmilie, Seite 2

    Probe Ihres Talentes
    zu überreichen? Und
    soll ich Ihnen zu diesem
    Zwecke das Manuscript
    zurückzusenden?

    Breitkopfs gehen
    nicht so sehr auf
    augenblicklichen Erfolg
    aus, wie andere Verleger,
    die sich Ihnen so
    sehrunverbindlich
    gezeigt haben; dafür
    werfen sie allerdings
    nicht allzu[ ]prächtig
    mit Honorare[n] herum.

    Probe Ihres Talentes zu überreichen? Und soll ich Ihnen zu diesem Zwecke das Manuskript, zurückzusenden?

    Breitkopfs gehen nicht so sehr auf augenblicklichen Erfolg aus, wie andere Verleger, die sich Ihnen so unverbindlich gezeigt haben; dafür werfen sie allerdings nicht allzu prächtig mit Honoraren herum.

    Faksmilie, Seite 3

    Auch sind sie, wo sie einen
    Werth erkennen, bestaendiger
    u. beharrlicher als die
    Sentsations-Verleger.

    Die Aussicht, die Sie mir
    freundlich eröffnen, in
    Hardens Zukunft ein
    Plätzchen zu meiner
    Verfügung haben zu
    koennen, ist mir sehr
    erwünscht. Obwohl ich
    jetzt gerade nicht die
    Zeit habe, Literarisches
    zu verfassen, so habehege
    ich doch für spaetere
    Gelegenheiten, Einiges

    Auch sind sie, wo sie einen Wert erkennen, beständiger und beharrlicher als die Sensationsverleger.

    Die Aussicht, die Sie mir freundlich eröffnen, in Hardens Zukunft ein Plätzchen zu meiner Verfügung haben zu können, ist mir sehr erwünscht. Obwohl ich jetzt gerade nicht die Zeit habe, Literarisches zu verfassen, so hege ich doch für spätere Gelegenheiten, Einiges

    Faksmilie, Seite 4

    in petto, zur Aussprechung
    dessen mir die Einraumung
    einiger Spalten in einer
    Zeitschrift, wie die Harden-
    sche, höchst willkommen
    waere.

    Haben Sie also dafür
    Dank u. antworten Sie
    bald Ihrem freundlichst
    grüssenden,
    achtungsvoll ergebenen

    Ferruccio B Busoni

    Berlin am 11. Sept 97.

    in petto, zur Aussprechung dessen mir die Einraumung einiger Spalten in einer Zeitschrift, wie die Hardensche, höchst willkommen wäre.

    Haben Sie also dafür Dank und antworten Sie bald Ihrem freundlichst grüßenden, achtungsvoll ergebenen

    Ferruccio Benvenuto Busoni

    Berlin am 11. September 97.