Ferruccio Busoni an Heinrich Schenker Dokument exportieren

nicht vor 6. November 1899

Stand: 23. Juli 2018 (erwartet Freigabe) Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0

Quelle

Entstehung

  • Der Brief wurde vermutlich im November, jedoch nicht vor dem 06. November 1899 verfasst. Die Datierung erfolgt über den Kontext.
  • Keine Datierung in der Quelle.

Umfang

1 Blatt, 2 beschriebene Seiten
  • Beide Seiten sind im Querformet beschrieben worden.
  • Zustand

  • Der Brief ist gut erhalten.
  • Aufbewahrungsort

  • Vereinigte Staaten von Amerika | Riverside | University of California, Special Collections and Archives | Oswald Jonas memorial collection | Box 9, Folder 27
  • Hände/Stempel

    • Überwiegend: Hand des Absenders Ferruccio Busoni, Brieftext in schwarzer Tinte, in lateinischer Schreibschrift.
    • Wahrscheinlich Hand Heinrich Schenkers; Markierungen mit lila Buntstift.

    Inhalt

    Absender

  • Ferruccio Busoni
  • Empfänger

  • Heinrich Schenker
  • Zusammenfassung

  • Busoni hat von Schenker die Syrischen Tänze erhalten; äußert dazu Gedanken und Anregungen.
  • Incipit

  • In aller Eile – zwischen Reise u Reise
  • Edition

    Verantwortlich

    Bearbeitet von

  • Theresa Menard
  • Frühere Editionen

    Faksimile
    Umschrift
    Lesefassung
    Faksmilie, Seite 1

    Verehrter Freund.

    In aller Eile – zwischen Reise
    u Reise – sei Ihnen für die Übersen-
    dung der famosen, originellen,

    [Mit lila Buntstift getätigte Markierung in Form einer senkrechten Linie am linken Textrand bis zum Ende des Absatzes.]
    stimmungsvollen, sezessionistischen
    Syrischen (?) Taenze gedankt,
    welche mir wirklichen Genuss
    bereiten.

    Unrecht ist es von Ihnen –
    verzeihen Sie eine wohlgemeinte
    Hofmeisterei – vieles als Praeludium

    Verehrter Freund.

    In aller Eile – zwischen Reise und Reise – sei Ihnen für die Übersendung der famosen, originellen,

    stimmungsvollen, sezessionistischen Syrischen (?) Tänze gedankt, welche mir wirklichen Genuss bereiten.

    Unrecht ist es von Ihnen – verzeihen Sie eine wohlgemeinte Hofmeisterei – vieles als Präludium

    Faksmilie, Seite 2

    zu Spaeterem aufzufassen, da
    Alles, was in der Gegenwart geschieht
    Hauptsache ist, und da nur vonaus
    der Verwerthungdieser Auffassung,
    die rechte Benutzung der Gegenwart
    hervorgeht. So lehren meine Erfahrungen.
    Im Anfange wartet man auf
    besondere Ereignisse in der Vorstellung
    dass Siediese sich durch besondere Kennzeichen
    ankündigen werden. Spaeter sieht nur das
    sich Ereignete als Ereigniss an.

    Mehr davon schriftlich oder mündlich
    in Berlin!!

    Herzlichen Gruss. Ihr F Busoni

    zu Späterem aufzufassen, da alles, was in der Gegenwart geschieht Hauptsache ist, und da nur aus dieser Auffassung, die rechte Benutzung der Gegenwart hervorgeht. So lehren meine Erfahrungen. Im Anfange wartet man auf besondere Ereignisse in der Vorstellung, dass diese sich durch besondere Kennzeichen ankündigen werden. Später sieht nur das sich Ereignete als Ereignis an.

    Mehr davon schriftlich oder mündlich in Berlin!!

    Herzlichen Gruß. Ihr

    Ferruccio Busoni