Stand: 17. Juli 2018 (unfertig) Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0

Quelle

Entstehung

  • Der Brief wurde in Wien am 5. Mai 1898 verfasst.
  • Datierung in der Quelle: 5. Mai 1898 (autograph)

Umfang

1 Bogen, 3 beschriebene Seiten

Zustand

  • Der Brief ist gut erhalten; inkl. Briefmarke auf dem Umschlag.
  • Aufbewahrungsort

  • Deutschland | Berlin | Staatsbibliothek zu Berlin · Preußischer Kulturbesitz | Musikabteilung mit Mendelssohn-Archiv | Nachlass Ferruccio Busoni | Mus.Nachl. F. Busoni B II, 4422 | olim: Mus.ep. H. Schenker 10 (Busoni-Nachl. B II) | Nachweis in Kalliope
  • Hände/Stempel

    • Überwiegend: Hand des Absenders Heinrich Schenker, Brieftext in schwarzer Tinte, in lateinischer Schreibschrift.
    • Bibliotheksstempel (rote Tinte)
    • Bibliotheksstempel (blaue Tinte)
    • Hand des Archivars, der die Foliierung mit Bleistift vorgenommen hat.
    • Hand des Archivars, der die ursprüngliche Zuordnung innerhalb des Busoni-Nachlasses mit Bleistift vorgenommen hat.
    • Hand des Archivars, der die erneute Zuordnung innerhalb des Busoni-Nachlasses mit Bleistift vorgenommen hat.
    • Hand des Archivars, der die Zuordnung innerhalb des Busoni-Nachlasses mit Rotstift vorgenommen hat.
    • Unbekannte Hand, die den Namen des Absenders auf dem Umschlag vermerkt hat.
    • Poststempel auf der Vorderseite des Umschlags (schwarze Tinte)
    • Poststempel auf der Rückseite des Umschlags (schwarze Tinte)

    Foliierungen

    • Foliierung durch das Archiv, mit Bleistift unten rechts auf den Vorderseiten.

    Inhalt

    Absender

  • Heinrich Schenker
  • Empfänger

  • Ferruccio Busoni
  • Zusammenfassung

  • Breitkopf & Härtel haben Schenkers Phantasie zur Veröffentlichung angenommen; Schenker fragt Busoni erneut, ob er ihm das Werk widmen darf.
  • Incipit

  • Br. & Härtel haben endgültig die Phantasie genom̅en.
  • Faksimile
    Umschrift
    Lesefassung
    Faksmilie, Seite 1Bild-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin
    Mus. Nachl. F. Busoni
    B II, 4422
    Mus.ep. H. Schenker 10
    (Busoni-Nachl. B II)

    Lieber Freund!

    Br. & Härtel haben end[…]gül-
    tig die Phantasie genom̅en.
    Wie ich Ihnen danke dafür!
    Ich halte mich endlich für
    gerettet, aus der ersten Noth
    wenigstens. Jetzt heisst es,
    ordentlich unter die Musicirenden
    gehen, u. sich recht bekan̅t
    machen. Wie gerne verdanke
    ich Ihnen das Alles, Ihnen, den
    ich so schätze!

    Deutsche
    Staatsbibliothek
    Berlin
    [1]

    Lieber Freund!

    Breitkopf & Härtel haben endgültig die Phantasie genommen. Wie ich Ihnen danke dafür! Ich halte mich endlich für gerettet, aus der ersten Not wenigstens. Jetzt heißt es, ordentlich unter die Musizierenden gehen, und sich recht bekannt machen. Wie gerne verdanke ich Ihnen das alles, Ihnen, den ich so schätze!

    Faksmilie, Seite 2Bild-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin

    Eine Frage:
    Sie haben einmal meine […]Lust,
    Ihnen die Ph. zu dediciren,
    mit einer Wendung beantwortet,
    die mich nicht klar werden
    liess darüber, ob ich Ihnen das
    opus widmen darf. Vielleicht
    sind Sie ein „Feind“ von Widmungen?
    Nun, dann wäre ich der Letzte,
    Ihre Freundschaft zu meinem opus
    mit einem feindlichen Akt
    zu […]vergelten. Wenn dem aber
    nicht so ist, wollen Sie mir
    dann das Vergnügen gön̅en,
    Ihren Namen über die Ph.
    zu setzen?

    Eine Frage: Sie haben einmal meine Lust, Ihnen die Phantasie zu dedizieren, mit einer Wendung beantwortet, die mich nicht klar werden ließ darüber, ob ich Ihnen das opus widmen darf. Vielleicht sind Sie ein „Feind“ von Widmungen? Nun, dann wäre ich der Letzte, Ihre Freundschaft zu meinem opus mit einem feindlichen Akt zu vergelten. Wenn dem aber nicht so ist, wollen Sie mir dann das Vergnügen gönnen, Ihren Namen über die Phantasie zu setzen?

    Faksmilie, Seite 3Bild-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin

    Ich hoffe, zu Ihren histor-
    ischen Konzerten in Berlin ein-
    zutreffen . Scarlatti scheint
    Conz. mit Orchester nicht geschrie-
    ben zu haben. Schade!

    Bis dahin aber wollen Sie sich
    in Betreff der Widmung gegenüber
    mir offen aussprechen.

    Nochmals dankend u.
    Sie samt Frau Gemalin herzlichst
    grussend verbleib
    Ihr getreuer


    H Schenker

    5. V. 1898
    [2]

    Ich hoffe, zu Ihren historischen Konzerten in Berlin einzutreffen . Scarlatti scheint Konzert mit Orchester nicht geschrieben zu haben. Schade!

    Bis dahin aber wollen Sie sich in Betreff der Widmung gegenüber mir offen aussprechen.

    Nochmals dankend und Sie samt Frau Gemahlin herzlichst grüßend verbleibt Ihr getreuer

    Heinrich Schenker

    05.05.1898
    Faksmilie, Seite 4Bild-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin
    Nachlaß Busoni
    Faksmilie, Seite 5Bild-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin
    Herrn
    Ferruccio B. Busoni
    Berlin
    W Tauenzienstr. 1̇0
    Wien 2 3/3
    5. 5. [9]8
    2[-]3 N
    Herrn
    Ferruccio Benvenuto Busoni
    Berlin
    West Tauentzienstr. 10
    Faksmilie, Seite 6Bild-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin
    Schenker
    Bestellt
    vom
    Postamte 50
    6[.].5.98
    1 3/4 - 2 3/4N

    Mus. Nachl. F. Busoni B II, 4422 - Beil. Mus.ep. H. Schenker 10

    Nachlaß Busoni
    B II

    m. 1 Marke

    Schenker