Heinrich Schenker an Ferruccio Busoni Dokument exportieren

Wien, 2. Januar 1899

Stand: 8. Juni 2017 (unfertig) Lizenz: CC BY-NC-SA 3.0 DE

Quelle

Entstehung

  • Der Brief wurde in Wien am 2. Januar 1899 verfasst.
  • Datierung in der Quelle: 2. Januar 1899 (autograph)

Umfang

1 Bogen, 2 beschriebene Seiten

Zustand

  • Der Brief ist gut erhalten.
  • Aufbewahrungsort

  • Deutschland | Berlin | Staatsbibliothek zu Berlin · Preußischer Kulturbesitz | Musikabteilung mit Mendelssohn-Archiv | Nachlass Ferruccio Busoni | Mus.Nachl. F. Busoni B II, 4428 | olim: Mus.ep. H. Schenker 16 (Busoni-Nachl. B II) | Nachweis in Kalliope
  • Hände/Stempel

    • Überwiegend: Hand des Absenders Heinrich Schenker, Brieftext in schwarzer Tinte, in lateinischer Schreibschrift.
    • Bibliotheksstempel (rote Tinte)
    • Bibliotheksstempel (blaue Tinte)
    • Hans des Archivars, der die Foliierung mit Bleistift vorgenommen hat.
    • Hand des Archivars, der die ursprüngliche Zuordnung innerhalb des Busoni-Nachlasses mit Bleistift vorgenommen hat.
    • Hand des Archivars, der die erneute Zuordnung innerhalb des Busoni-Nachlasses mit Bleistift vorgenommen hat.
    • Hand des Archivars, der die Zuordnung innerhalb des Busoni-Nachlasses mit Rotstift vorgenommen hat.

    Inhalt

    Absender

  • Heinrich Schenker
  • Empfänger

  • Ferruccio Busoni
  • Zusammenfassung

  • Schenker bittet Busoni, ein Konzert Ende Februar in Wien zu spielen und schlägt als Verhandlungspartner Alexander Rosé vor.
  • Incipit

  • Kaum habe ich den Brief weggeschickt, da tritt ein neues Moment hervor, das mich wieder zu Ihnen führt.
  • Edition

    Verantwortlich

    • Christian Schaper
    • Ullrich Scheideler

    Bearbeitet von

  • Maximilian Furthmüller
  • Faksimile
    Umschrift
    Lesefassung
    Faksmilie, Seite 1Bild-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin
    [1]
    Mus.ep. H. Schenker 16 (Busoni-Nachl. B II)
    Mus. Nachl. F. Busoni B II, 4428
    [2. I] 1899.

    Lieber Freund!

    Kaum habe ich den Brief weggeschickt, da
    tritt ein neues Moment hervor, das mich wieder
    zu Ihnen führt. Wäre es Ihnen möglich, am
    24ten oder 2[7]ten Februar hier in Wien mit
    dem Geiger Thomson ein Doppelkonzert zu
    spielen: (mit Orchester unter Leitung des
    Conservatoriumsdirectors J. N. Fuchs) Thomson spielt – horribile dictu! – das Brahms Conzert, Sie spielen, was Ihnen beliebt? Ist es
    Ihnen ein moralisches Hinderniss, dass Sie mit
    H. Alex. Rosé die Honorarbedingungen zu ver-
    einbaren hätten? Wenn ich Sie einmal
    richtig verstanden habe, meinten Sie, Sie
    kön̅ten auch von Rosé einen Antrag accepti-
    ren, wenn Sie Ihrer Obligation gegenüber Deutsche
    Staatsbibliothek
    Berlin

    2. 1. 1899.

    Lieber Freund!

    Kaum habe ich den Brief weggeschickt, da tritt ein neues Moment hervor, das mich wieder zu Ihnen führt. Wäre es Ihnen möglich, am 24ten oder 27ten Februar hier in Wien mit dem Geiger Thomson ein Doppelkonzert zu spielen: (mit Orchester unter Leitung des Konservatoriumsdirektors Johann Nepomuk Fuchs) Thomson spielt – horribile dictu! – das Brahms Konzert, Sie spielen, was Ihnen beliebt? Ist es Ihnen ein moralisches Hinderniss, dass Sie mit Herrn Alexander Rosé die Honorarbedingungen zu vereinbaren hätten? Wenn ich Sie einmal richtig verstanden habe, meinten Sie, Sie könnten auch von Rosé einen Antrag akzeptieren, wenn Sie Ihrer Obligation gegenüber

    Faksmilie, Seite 2Bild-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin

    Guttmann ledig. Meine Zeilen haben
    also den Zweck, eventuell H. Rosé
    an Sie vorübergehend zu knüpfen, wenn
    es überhaupt geht. Ich bin mit H. Rosé
    privat sehr gut befreundet , u. so erklärt
    sich, warum ich Ihnen di[e]s geschrieben habe.
    Antwort erbeten entweder an mich, wenn
    nein, oder an H. Rosé, wenn ja.

    Mit besten Grüssen an Sie u.
    Ihre hochg. Frau Gemalin
    in Eile Ihr

    H[.] Schenker

    Nachlaß Busoni

    Gutmann ledig. Meine Zeilen haben also den Zweck, eventuell Herrn Rosé an Sie vorübergehend zu knüpfen, wenn es überhaupt geht. Ich bin mit Herrn Rosé privat sehr gut befreundet , und so erklärt sich, warum ich Ihnen dies geschrieben habe. Antwort erbeten entweder an mich, wenn nein, oder an Herrn Rosé, wenn ja.

    Mit besten Grüßen an Sie und Ihre hochgeschätzte Frau Gemahlin in Eile Ihr

    Heinrich Schenker

    Faksmilie, Seite 3Bild-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin
    [Seite 3]
    [2]
    Faksmilie, Seite 4Bild-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin
    [Seite 4, vacat]