Ferruccio Busoni an Heinrich Schenker Dokument exportieren

Jena, 11. Februar 1900

Stand: 16. Juli 2018 (erwartet Freigabe) Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0

Quelle

Entstehung

  • Der Brief wurde am 11. Februar 1900 vermutlich in Jena verfasst, wo Busoni am 12. Februar ein Konzert gab (Jenaische Zeitung 1900, Sp. 2).
  • Datierung in der Quelle: 11. Februar 1900 (autograph)

Umfang

2 Bogen, 3 beschriebene Seiten
  • Vermutlich 2 beschriftete Karten, aufgrund der Vorlage nicht eindeutig bestimmbar.
  • Zustand

  • Der Brief ist gut erhalten.
  • Aufbewahrungsort

  • Vereinigte Staaten von Amerika | Riverside | University of California, Special Collections and Archives | Oswald Jonas memorial collection | Box 9, Folder 27
  • Hände/Stempel

    • Überwiegend: Hand des Absenders Ferruccio Busoni, Brieftext in schwarzer Tinte, in lateinischer Schreibschrift.
    • Unbekannte Hand mit schwarzem Bleistift, evtl. Hand Heinrich Schenkers.

    Inhalt

    Absender

  • Ferruccio Busoni
  • Empfänger

  • Heinrich Schenker
  • Zusammenfassung

  • Busoni entschuldigt sich für das Ausbleiben einer Antwort auf die vorangegangenen Briefe Schenkers unter Verweis auf kürzliche Ereignisse und beteuert seine Begeisterung für die Syrischen Tänze.
  • Incipit

  • gewiss hat mir Ihre freundl. Mittheilung eine große Freude gemacht;
  • Edition

    Verantwortlich

    Bearbeitet von

  • Maximilian Furthmüller
  • Frühere Editionen

    Faksimile
    Umschrift
    Lesefassung
    Faksmilie, Seite 1

    Verehrtester.

    Gewiss hat mir Ihre
    freundl. Mittheilung […]
    eine große Freude
    gemacht ; eine ebenso
    große bereiteten mir
    di[e] syrischen (warum
    diese Verkappung)
    Taenze, die ich oft, mit
    guten Musikern und
    Clavierspielern , und
    immer mit Erfolg
    durchspielte.

    Diese Stücke sind
    genial.

    [Mit schwarzem Bleistift getätigte Markierung des Absatzes in Form zweier senkrechter Linien am linken Textrand.]

    Verehrtester.

    Gewiss hat mir Ihre freundliche Mitteilung eine große Freude gemacht ; eine ebenso große bereiteten mir die syrischen (warum diese Verkappung) Tänze, die ich oft, mit guten Musikern und Klavierspielern , und immer mit Erfolg, durchspielte.

    Diese Stücke sind genial.

    Faksmilie, Seite 2

    Die großen Aufgaben
    die ich mir in letzter
    Zeit gestellt (sie sind
    aus den Programmen
    ersichtlich) , di[e] Geburt
    eines Knaben, der
    Verlust meines
    besten Freundes
    Nováček durch den
    Tod , das Alles
    beinahe zugleich
    auf mich nieder-
    -geregnet, vielmehr-
    =geblitzt, hat
    meinen Kopf in
    arge Verwirrung
    gebracht. Deshalb
    die Verspätung.

    Die großen Aufgaben, die ich mir in letzter Zeit gestellt (sie sind aus den Programmen ersichtlich) , die Geburt eines Knaben, der Verlust meines besten Freundes Nováček durch den Tod , das alles beinahe zugleich auf mich niedergeregnet, vielmehrgeblitzt, hat meinen Kopf in arge Verwirrung gebracht. Deshalb die Verspätung.

    Faksmilie, Seite 3

    Haben Sie allerbesten
    Dank und freund-
    schaftlichsten Gruß.

    Ihr Sie hochschaetzender

    11. 2. 900.
    F Busoni

    Haben Sie allerbesten Dank und freundschaftlichsten Gruß.

    Ihr Sie hochschätzender

    11. 2. 1900.

    Ferruccio Busoni