Ferruccio Busoni an Heinrich Schenker Dokument exportieren

Berlin, 3. September 1903

Stand: 25. Mai 2017 (unfertig) Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0

Quelle

Entstehung

  • Der Brief wurde vermutlich in Berlin Berlin am 3. September 1903 verfasst.
  • Datierung in der Quelle: 3. September 1903 (autograph)

Umfang

, 2 beschriebene Seiten
  • Zustand

  • Der Brief ist gut erhalten.
  • Aufbewahrungsort

  • Vereinigte Staaten von Amerika | Riverside | University of California, Special Collections and Archives | Oswald Jonas memorial collection | Box 9, Folder 27
  • Hände/Stempel

    • Überwiegend: Hand des Absenders Ferruccio Busoni, Brieftext in schwarzer Tinte, in lateinischer Schreibschrift.

    Inhalt

    Absender

  • Ferruccio Busoni
  • Empfänger

  • Heinrich Schenker
  • Zusammenfassung

  • Busoni bestärkt Schenker, Schönbergs Bearbeitung der Syrischen Tänze in Berlin zur Aufführung freizugeben und bittet um baldige Entscheidung. Des weiteren nennt Busoni seinen Titelvorschlag.
  • Incipit

  • Ich lasse Ihnen die Wahl, in welcher Instrumentirung Ihre
  • Edition

    Verantwortlich

    • Christian Schaper
    • Ullrich Scheideler

    Bearbeitet von

  • Maximilian Furthmüller
  • Frühere Editionen

    Faksimile
    Umschrift
    Lesefassung
    Faksmilie, Seite 1

    Mein lieber Doctor.

    Ich lasse Ihnen die Wahl, in
    welcher Instrumentirung
    Ihre „Taenze“ erklingen solle[…]n,
    nur: darf ich mir erlauben
    Sie auf Folgendes aufmerksam
    zu machen?:

    • 1) Wenn Sie mit Schönberg’s
      Orchestrirung als Componist ganz einverstanden
      sein sollten, so haben Sie Ihre
      reizvollen Stücke im angemessenen
      Gewande bereits vorhanden,
      u. Sie ersparen sich eine Arbeit[.]
    • 2) Wir schaffen Schönberg eine
      Gelegenheit auch seinen Namen
      auf das Programm zu bringen.
    • 3) Wenn der vor[r]aussichtliche
      Erfolg eintritt, so wirkt er
      auf Ihre übrigen Werke über u.
      Sie koennen von diesen einen
      pecuniaeren Gewinn erringen.

    Mein lieber Doktor.

    Ich lasse Ihnen die Wahl, in welcher Instrumentierung Ihre „Tänze“ erklingen sollen, nur: darf ich mir erlauben, Sie auf Folgendes aufmerksam zu machen?:

    • 1) Wenn Sie mit Schönbergs Orchestrierung als Komponist ganz einverstanden sein sollten, so haben Sie Ihre reizvollen Stücke im angemessenen Gewande bereits vorhanden, und Sie ersparen sich eine Arbeit.
    • 2) Wir schaffen Schönberg eine Gelegenheit auch seinen Namen auf das Programm zu bringen.
    • 3) Wenn der vorraussichtliche Erfolg eintritt, so wirkt er auf Ihre übrigen Werke über und Sie können von diesen einen pecuniären Gewinn erringen.
    Faksmilie, Seite 2

    Ich überlasse Ihnen sowohl
    die Entscheidung, als die
    etwaigen Vereinbarungen mit
    Schönberg; nur bitte ich um
    baldigste Mitth[e]ilung des ersteren
    u. um präcise Einsendung
    des Materials zum Concerte des
    19. Octobers.

    Noch einen Vorschlag: Wollen
    Sie nicht das Kind beim rechten
    Namen nennen u. Ihre Tanz Serie
    einfach „Jüdische Tanzweisen“
    benennen? Die Wirkung würde
    nur erhöht. – Ob wir sie
    vollstaendig bringen sollen
    bleibt noch zu erwägen.

    Ich danke Ihnen für Ihre
    Bereitwilligkeit u. Ihr Vertrauen
    u. grüsse Sie freundlichst.

    Ferruccio Busoni

    3. Spt. 3.

    Ich überlasse Ihnen sowohl die Entscheidung, als die etwaigen Vereinbarungen mit Schönberg; nur bitte ich um baldigste Mitteilung des ersteren und um präzise Einsendung des Materials zum Konzerte des 19. Oktober.

    Noch einen Vorschlag: Wollen Sie nicht das Kind beim rechten Namen nennen und Ihre Tanz-Serie einfach „Jüdische Tanzweisen“ benennen? Die Wirkung würde nur erhöht. – Ob wir sie vollständig bringen sollen bleibt noch zu erwägen.

    Ich danke Ihnen für Ihre Bereitwilligkeit und Ihr Vertrauen und grüße Sie freundlichst.

    Ferruccio Busoni

    3. September 1903.