Datum Richtung Ort Incipit Zusammenfassung
nicht nach 17. Mai 1897 Ferruccio Busoni an Heinrich Schenker Wien Es wird mir – nach allem, was Meister Goldmark von Ihnen erzählt – eine große Freude sein Busoni bittet Schenker zu einem Kennenlernen zu sich zu kommen.
18. Mai 1897 Heinrich Schenker an Ferruccio Busoni Als ich von Ihnen, entzückt über Ihre liebenswürdige Aufnahme und glücklich über Ihr gesprochenes und geschriebenes Lob meiner Sachen, wegging, begab ich mich zu Meister Goldmark. Schenker berichtet von der Absage Peters; bittet Busoni um Hilfe bei der Suche nach anderen Verlegern; Aufsatz über Brahms in Hardens Zukunft.
19. Mai 1897 Heinrich Schenker an Ferruccio Busoni Ein Zufall führte Hr. Robert Lienau jr. aus Berlin zu Max Kalbeck Schenker berichtet vom Interesse Lienaus an seinen Werken, die er bei Max Kalbeck vortrug.
2. Juni 1897 Ferruccio Busoni an Heinrich Schenker Berlin Ich kann Ihnen heute nur eilig und kurz antworten; Busoni verdeutlicht Schenker den langen Weg wertvoller Kunstprodukte Bekanntheit zu erlangen und deutet an Schenkers Stücke einmal öffentlich spielen zu wollen.
zw. 2. Juni 1897 u. 26. Juni 1897 Ferruccio Busoni an Heinrich Schenker Berlin Ihre zweite Epistel klang trostreicher als die erste; Busoni bedankt sich für die Übersendung der Noten, welche unter anderem die Legende, das C-Dur-Scherzo die Variationen und eine Ballade enthalten; Busoni schlägt vor einige der Stücke zu einer Fantasie zu vereinen.
26. Juni 1897 Heinrich Schenker an Ferruccio Busoni Meinen besten Dank für Alles, was Sie mir schreiben! Schenker bedankt sich für Busonis letzten Brief und sendet ihm einige seiner Werke.
29. Juni 1897 Ferruccio Busoni an Heinrich Schenker Berlin Vielen Dank für Brief und Aufsätze. Busoni bedankt sich für die Zusendung der Aufsätze u. a. über Brahms.
nicht nach 30. August 1897 Heinrich Schenker an Ferruccio Busoni Wien Nur Sie haben die Lösung der Frage in der Hand, drum muss ich, ob ich will oder nicht, Ihre Ruhe stören. Schenker berichtet von einem Freund, der einige Werke auf eignene Kosten drucken lassen würde; fragt nach einem Treffen in Wien.
31. August 1897 Ferruccio Busoni an Heinrich Schenker Berlin Ich bin hocherfreut über die günstige Wendung der Verlagsangelegenheit Busoni empfiehlt Schenker es bei Honorarversicht nochmals bei Breitkopf & Härtel zu versuchen; Busoni kündigt für 16.12.1897 Besuch in Wien und dort eine Besprechung bezüglich der Fantasie.
4. September 1897 Heinrich Schenker an Ferruccio Busoni Wien Danke, danke für Ihre herzlichen Zeilen! Freilich will ich warten, da mündlich im̅er exacter, als schriftlich. Schenker will es mit Honorarverzicht erneut bei Breitkopf & Härtel versuchen; bietet Busoni eine Vermittlung eines Platzes für Veröffentlichungen in der Zeitschrift die Zukunft an.
11. September 1897 Ferruccio Busoni an Heinrich Schenker Berlin Für Ihre freundlichen, stets willkommenen Zeilen besten Dank! Busoni bietet Kontakt zu Breitkopf & Härtel an; fragt nach dem Stand der Fant„Zukunft“asie; bedankt sich für das Angebot in der Zukunft Platz für Veröffentlichungen eingeräumt zu bekommen.
25. September 1897 Heinrich Schenker an Ferruccio Busoni Wien Somit wäre ich mir der Fantasie fertig! Schenker hat die Fantasie fertig komponiert; wartet auf das Treffen mit Busoni in Wien.
1898 Heinrich Schenker an Ferruccio Busoni Ihre Güte ist ausserordentlich. Ich besitze noch eine Manuscript der künftigen Fantasie Schenker will mit dem Zusammenbau der Fantasie beginnen; hofft, dass d'Albert und Busoni bald etwas von ihm spielen.
15. Februar 1898 Heinrich Schenker an Ferruccio Busoni Ich glaube endlich mit allem, was Sie wünschten, fertig zu sein, und sende Ihnen die Phantasie. Schenker bittet Busoni um Hilfe bei der Verlagsgewinnung Breitkopf & Härtels für die fertiggestellte Fantasie; berichtet von d'Alberts Konzert, in dem dieser zwei Stücke von ihm spielte.
19. Februar 1898 Ferruccio Busoni an Heinrich Schenker Berlin Ich besitze Ihren Brief u. das Manuscript, vorher erhielt ich auch eine Karte Busoni hat die überarbeitete Fassung der Fantasie erhalten; äußert seine Kritik dazu; kündigt ein Treffen für den 8. März in Wien an.
15. März 1898 Heinrich Schenker an Ferruccio Busoni Ich sage Ihnen auf diesem Weg Adieu, nachdem es mir nicht gelungen, Sie heute im Museum zu erwischen. Schenker versucht vergeblich Busoni in Wien anzutreffen.
5. Mai 1898 Heinrich Schenker an Ferruccio Busoni Nun, Ihr Portier scheint Sie auch des Vormittags verheimlichen zu wollen. Schenker wartet auf ein Treffen mit Busoni in Wien; berichtet, dass Breitkopf & Härtel die Fantasie so gut wie angenommen haben.
5. Mai 1898 Heinrich Schenker an Ferruccio Busoni Br. & Härtel haben endgültig die Phantasie genom̅en. Breitkopf & Härtel haben Schenkers Phantasie zur Veröffentlichung angenommen; Schenker fragt Busoni erneut, ob er ihm das Werk widmen darf.
6. Mai 1898 Ferruccio Busoni an Heinrich Schenker Berlin Ich bin erfreut u. geehrt über die Widmung, die ich mit aufrichtigem Dank annehme. Busoni nimmt die Widmung der Fantasie an; beglückwünscht Schenker zur Gewinnung von Breitkopf & Härtel als Verlag.
vmtl. September 1898 bis Oktober 1898 Heinrich Schenker an Ferruccio Busoni Wien In paar Tagen hoffe ich Ihnen endlich die Fantasie gedruckt einsenden zu können: Schenker kündigt die Druckfassung seiner „Fantasie“ an und meldet die Herausgabe der Ländler durch Simrock. Zudem bittet er Busoni um Vermittlung von Chorwerken an Ochs.
24. Oktober 1898 Heinrich Schenker an Ferruccio Busoni Wien Beiliegend erhalten Sie „Ihre“ Fantasie, die ich neuerdings Ihrer Schenker übersendet Busoni die nun gedruckte Fassung der „Fantasie“ und drückt sein Bedauern aus, an baldigen Konzerten Busonis in Berlin nicht teilnehmen können. Jedoch kündigt Schenker seine Teilnahme an einem bevorstehnden Konzert in Wien an.
2. Januar 1899 Heinrich Schenker an Ferruccio Busoni Wien Danke, danke. Am meisten wohl für die Ueberraschung, von Ihnen ein paar Schriftzüge Nach einem vermutlich fehlenden Schreiben Busonis berichtet Schenker von einer bevorstehenden Konzerttournee mit Messchaert sowie von der Korrspondenz mit Breitkopf & Härtel, Werke Busonis betreffend, und kündigt einen baldigen Besuch in Berlin an.
2. Januar 1899 Heinrich Schenker an Ferruccio Busoni Wien Kaum habe ich den Brief weggeschickt, da tritt ein neues Moment hervor, das mich wieder zu Ihnen führt. Schenker bittet Busoni, ein Konzert Ende Februar in Wien zu spielen und schlägt als Verhandlungspartner Alexander Rosé vor.
November 1899 Ferruccio Busoni an Heinrich Schenker In aller Eile – zwischen Reise u Reise – sei Ihnen für die Übersendung er famosen, originellen, stimmungsvollen, sezessionistischen Syrischen (?) Taenze gedankt Busoni hat von Schenker die Syrischen Tänze erhalten und äußert dazu erste Gedanken und Anregungen.
6. November 1899 Heinrich Schenker an Ferruccio Busoni Wien Wieder bin ich um eine leidige Num̅er vorwärts gerückt, sogar mit einem ersten Honorarchen!
nicht vor 7. Januar 1900/nicht nach 8. Januar 1900 Heinrich Schenker an Ferruccio Busoni Wien Ich lese soeben die Ankündigung Ihrer 3 Concerte in Berlin Schenker übermittelt
11. Februar 1900 Ferruccio Busoni an Heinrich Schenker Jena gewiss hat mir Ihre freundl. Mittheilung eine große Freude gemacht; Busoni entschuldigt sich für das Ausbleiben einer Antwort auf die vorangegangenen Briefe Schenkers unter Verweis auf kürzliche Ereignisse und beteuert seine Begeisterung für die Syrischen Tänze.
nicht vor 11. Februar 1900 Heinrich Schenker an Ferruccio Busoni Wien Ich gratulire von Herzen zum Söhnchen, der gewiss seine Portion Bach auf den Lebensweg mitbekommen hat.
25. August 1903 Ferruccio Busoni an Heinrich Schenker Berlin Ich bin Ihnen manches Schuldig – die Antwort auf Ihren Brief Busoni fragt an, ob eine orchestrierte Fassung der Syrischen Tänze vorliegt, um sie im Rahmen der Berliner Orchesterabende aufzuführen.
zw. 27. August 1903 u. 30. August 1903 Heinrich Schenker an Ferruccio Busoni Gmunden Die Post hatte manche Wege zu mir, bis sie mir Ihren liebenswürdigen Brief gebracht; Schenker bedankt sich für Busonis Interesse an den Syrischen Tänzen und berichtet von einer möglicherweise durch Schönberg angefertigten Orchesterfassung der Syrischen Tänze. Er signalisiert Interesse, eventuell eine eigene Orchestierung vorzunehmen und berichtet von möglichen Konzerten in der Zukunft.
30. August 1903 Heinrich Schenker an Ferruccio Busoni Gmunden Ich habe mir die Sache doch anders überlegt. Schenker teilt Busoni seine Entscheidung mit, die Syrischen Tänze aufgrund wirtschaftlicher Erwägungen selbst zu orchestieren.
3. September 1903 Ferruccio Busoni an Heinrich Schenker Berlin Ich lasse Ihnen die Wahl, in welcher Instrumentirung Ihre Busoni bestärkt Schenker, Schönbergs Bearbeitung der Syrischen Tänze in Berlin zur Aufführung freizugeben und bittet um baldige Entscheidung. Des weiteren nennt Busoni seinen Titelvorschlag.
9. September 1903 Heinrich Schenker an Ferruccio Busoni Wien Mit Freude melde ich Ihnen: die Partitur wird Ihnen rechtzeitig
8. Oktober 1903 Heinrich Schenker an Ferruccio Busoni vmtl. Wien Mein Verleger hat Ihnen gestern die Orchesterstimmen zukommen lassen.
Platzhalter zum Briefwechsel Busoni–Schenker.