Ferruccio Busoni an Ludwig Rubiner Dokument exportieren

Zürich, 21. März 1919

Stand: 1. April 2018 (erwartet Freigabe) Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0

Quelle

Entstehung

  • Der Brief wurde in Zürich am verfasst.
  • Datierungen in der Quelle: 21. März 1919 (autograph), 21. März 1919 (Poststempel Zürich), 21. März 1919 (Archiv)

Umfang

1 Bogen, 2 beschriebene Seiten
  • Keine Besonderheiten der Seitenfolge
  • Zustand

  • Der Brief ist gut erhalten.
  • Aufbewahrungsort

  • Deutschland | Berlin | Staatsbibliothek zu Berlin · Preußischer Kulturbesitz | Musikabteilung mit Mendelssohn-Archiv | Nachlass Ferruccio Busoni | Mus.Nachl. F. Busoni B I, 1013 | olim: Mus.ep. F. Busoni 807 (Busoni-Nachl. B I) | Nachweis in Kalliope
  • Hände/Stempel

    • Überwiegend: Hand des Absenders Ferruccio Busoni, Brieftext in schwarzer Tinte, in lateinischer Schreibschrift.
    • Hand des Archivars, der die Signaturen mit Bleistift eingetragen und eine Foliierung vorgenommen hat.
    • Bibliotheksstempel (rote Tinte)
    • Bibliotheksstempel (blaue Tinte)
    • Poststempel (schwarze Tinte)
    • Unbekannte Hand, die auf der Umschlagrückseite mit Bleistift das Datum „ 21. März 1919“ notiert hat.
    • Hand Gerda Busonis, die mit Bleistift eine Paginierung vorgenommen und das Datum auf der Umschlagrückseite notiert hat.

    Inhalt

    Absender

  • Ferruccio Busoni
  • Empfänger

  • Ludwig Rubiner
  • Zusammenfassung

  • Busoni freut sich, dass Rubiner in seine Berliner Wohnung gezogen ist; berichtet über die Veröffentlichung des Arlecchino durch Breitkopf & Härtel.
  • Incipit

  • Ihr erfreulicher Brief brauchte eine kleine Woche zu mir
  • Faksimile
    Umschrift
    Lesefassung
    Faksmilie, Seite 1Bild-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin
    Mus.ep. F. Busoni 807 (Busoni-Nachl. B I)
    Mus.Nachl. F. Busoni B I, 1013
    [1]

    L LR,

    Ihr erfreulicher
    Brief brauchte eine
    kleine Woche zu mir. Wir sind
    recht froh, dass Sie unsere Wohnung
    benutzen und glücklich, wenn Sie
    sich darin wohl fühlen. Besonders
    freudig stimmten mich Ihre
    Mitteilungen über den Verlag.
    Ich werde den |sehr günstig u.| |Antrag|
    ernstlich überlegen. Sie
    vergassen, dass die Angelegenheit
    mit dem anderen Verlage haupt-
    sächlich darum angebahnt wurde,
    weil es mir unerlässlich erschien,
    dass […] meine operndichtung
    unter neutraler Flagge — also
    durch die Schweiz — hinaus
    segelte. - Eine Veröffentlichung
    des Arlecchino müsste mit
    Breitkopf x Härtel (so weit dies

    Lieber Ludwig Rubiner,

    Ihr erfreulicher Brief brauchte eine kleine Woche zu mir. Wir sind recht froh, daß Sie unsere Wohnung benutzen und glücklich, wenn Sie sich darin wohl fühlen. Besonders freudig stimmten mich Ihre Mitteilungen über den Verlag. Ich werde den Antrag sehr günstig ernstlich überlegen. Sie vergaßen, dass die Angelegenheit mit dem anderen Verlag hauptsächlich darum angebahnt wurde, weil es mir unerlässlich erschien, daß […] meine Operndichtung unter neutraler Flagge — also durch die Schweiz — hinaus segelte. - Eine Veröffentlichung des Arlecchino müsste mit Breitkopf & Härtel (so weit dies

    Faksmilie, Seite 2Bild-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin

    [Rücksteite von Textteil 1]
    M.1441.1907.

    Faksmilie, Seite 3Bild-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin

    [2]

    B I, 1013

    den operatischen Theil
    berührt) vereinbart werden. —

    Aus der Faust-Partitur haben sich zwei Orchesterstücke
    los gelöst: “Sarabande et Cortége”, die zu meinem (ach!)
    Geburtstage gespielt werden.

    Eigenartig dachte ich mir
    einen Theater Abend, an dem
    sowohl der Opern Einakter, als
    auch die literarische Ergänzung
    dazu auf dem Wege des Ex-
    perimentes auf der Bühne
    gespielt würden. - Dazu aber
    müsste ich wohl selber am
    Platz sein.

    Ihren Bericht über Gutes
    u. Böses in Ihrer Stadt
    las
    ich mit besorgter Theilnahme.
    Noch ist “Keinem nicht nichts” klar.
    Ich taste inzwischen, ohne Plan
    u. Entschluss vorläufig. - Grüßen
    Sie und danken Sie Rita .

    Ich schreibe bald mehr
    u. erhoffe auch von Ihnen
    Weiteres. An Frau Rubiner Alles
    Schöne.

    Ihr herzlich ergebener

    F. Busoni.

    den operatischen Teil berührt) vereinbart werden. —

    Eigenartig dachte ich mir einen Theaterabend, an dem sowohl der Opern-Einakter, als auch die literarische Ergänzung dazu auf dem Wege des Experimentes auf der Bühne gespielt würden. - Dazu aber müsste ich wohl selber am Platz sein.

    Ihren Bericht über Gutes und Böses in Ihrer Stadt las ich mit besorgter Teilnahme. Noch ist „Keinem nicht nichts“ klar. Ich taste inzwischen, ohne Plan und Entschluss vorläufig. - Grüßen Sie und danken Sie Rita .

    Ich schreibe bald mehr und erhoffe auch von Ihnen Weiteres. An Frau Rubiner Alles Schöne.

    Ihr herzlich ergebener

    F. Busoni.

    Faksmilie, Seite 4Bild-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin
    [Rückseite von Textteil 2, vacat]
    Faksmilie, Seite 5Bild-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin
    Zürich
    21.03.19—[…]
    BAHNHOF
    Deutsche
    Staatsbibliothek
    Berlin
    Faksmilie, Seite 6Bild-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin
    21 März 1919
    Nachlaß Busoni B I
    Mus.ep. F. Busoni 807

    Mus.Nachl. F. Busoni B I, 1013-Beil.