Stand: 1. April 2018 (erwartet Freigabe) Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0

Quelle

Entstehung

  • Der Brief wurde in Berlin am 11.April 1919 verfasst.
  • Datierungen in der Quelle: 11. April 1919 (autograph), 11. April 1919 (Poststempel Berlin)

Umfang

1 Postkarte, 2 beschriebene Seiten
  • Die Rückseite der Postkarte ist vollständig beschrieben, die Vorderseite auf der linken Seite neben der Adresse und den Poststempeln; Der Brief beginnt auf der Vorderseite, was als Seite N2 eigescannt wurde.
  • Zustand

  • Die Postkarte ist gut erhalten
  • Aufbewahrungsort

  • Deutschland | Berlin | Staatsbibliothek zu Berlin · Preußischer Kulturbesitz | Musikabteilung mit Mendelssohn-Archiv | Nachlass Ferruccio Busoni | Mus.Nachl. F. Busoni B II, 4291 | olim: Mus.ep. L. Rubiner 32 (Busoni-Nachl. B II) | Nachweis in Kalliope
  • Hände/Stempel

    • Überwiegend: Hand des Absenders Ludwig Rubiner, Brieftext in schwarzer Tinte, in lateinischer Schreibschrift.
    • Hand des Archivars, der die Signaturen mit Bleistift eingetragen und eine Foliierung vorgenommen hat.
    • Hand des Archivars, der die Zuordnung innerhalb des Busoni-Nachlasses mit Rotstift vorgenommen hat
    • Bibliotheksstempel (rote Tinte)
    • Unbekannte Hand, die auf der Umschlagrückseite mit Bleistift das Zeichen „ ZU “ notiert hat.
    • Poststempel (schwarze Tinte)

    Inhalt

    Absender

  • Ludwig Rubiner
  • Empfänger

  • Ferruccio Busoni
  • Zusammenfassung

  • Rubiner schlägt eine Änderung im Text von Busonis Libretto zur Doktor Faust; Er bewundert vor allem die Änderungen in der Musik; Rubiner selbst arbeitet an einem Stück.
  • Incipit

  • Sachen Ihre Karte — ich antworte auf
  • Faksimile
    Umschrift
    Lesefassung
    Faksmilie, Seite 1Bild-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin
    11. April 1919

    Lieber, Verehrter!

    Sachen Ihre Karte - ich antworte auf einer
    Karte, weil das schneller geht: es giebt immer
    noch Censur! (Meinen Brief hatten Sie bei
    Absenden Ihrer Karte offensichtlich noch
    nicht empfangen) . - Ich finde Ihre Ände=
    =rung der Verse ausgezeichnet! Darf ich
    noch eine Variante vorschlagen:
    „Sie wachsen fort, ins Mystische gelenkt,
    zu Höchst geschleudert und zu Tiefst versenkt.“

    […] Wirklich schön gefunden erachte ich die
    Genauigkeit: „ Zu Höchst geschleudert und zu Tiefst

    11. April 1919

    Lieber, Verehrter!

    Sachen Ihre Karte - ich antworte auf einer Karte, weil das schneller geht: es gibt immer noch Zensur! (Meinen Brief hatten Sie bei Absenden Ihrer Karte offensichtlich noch nicht empfangen) . - Ich finde Ihre Änderung der Verse ausgezeichnet! Darf ich noch eine Variante vorschlagen: „Sie wachsen fort, ins Mystische gelenkt, zu Höchst geschleudert und zu Tiefst versenkt.“ […] Wirklich schön gefunden erachte ich die Genauigkeit: „ Zu Höchst geschleudert und zu Tiefst

    Faksmilie, Seite 2Bild-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin

    [links:]

    versenkt.“ -
    Dass Sarabande u. Cortége
    mit höchsten Ehren bedacht
    wurden, ist mir — ohne Cortege
    zu kennen —nach Sarabande
    selbstverständlich. An Ihrem
    1. April nahm ich vollen
    Herzens teil — schon in den
    Tagen vorher, mein Brief
    sagt es Ihnen . Die Kritik,
    die Sie mir sandten, erhielt
    ich noch nicht! — Mein Stück
    arbeite ich bis zu diesem Moment
    um — ins Klare!

    In dem Empfindungen der Umarmung
    zu Ihnen Ihr

    Ludwig Rubiner

    .

    [rechts:]

    PO […]
    Berlin
    11.4.19 [1] 9
    30
    […]
    […]
    Deutsche
    Staatsbibliothek
    Berlin
    Mus.ep. L. Rubiner 35
    (Busoni-Nachl. B II)
    Mus.Nachl.
    F. Busoni B II,
    4291
    ZU

    versenkt.“ - Dass Sarabande und Cortége mit höchsten Ehren bedacht wurden, ist mir — ohne Cortege zu kennen —nach Sarabande selbstverständlich. An Ihrem 1. April nahm ich vollen Herzens teil — schon in den Tagen vorher, mein Brief sagt es Ihnen . Die Kritik, die Sie mir sandten, erhielt ich noch nicht! — Mein Stück arbeite ich bis zu diesem Moment um — ins Klare!

    In dem Empfindungen der Umarmung zu Ihnen Ihr

    Ludwig Rubiner

    .