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Mus.ep. J. Oppenheimer 16 (Busoni-Nachl. B II)Mus.Nachl. F. Busoni B II, 3447
Mein lieber, verehrter Freund,
Heute nur kurzen aber darum um so herzlicheren Gru
ss, unmittel- bar nach Eintreffen Ihres lieben, aber leider traurigen Briefes.
Nicht im Busoni-Nachlass überliefert.
Nein,
Sie dürfen nicht krank sein, wenigstens kann ich den Gedanken
nicht ertragen und die Vorstellung, dass auch Sie unter Depression
gelitten haben, schmerzt mich. Gott sei Dank – es ist über- wunden und ich sehe Sie wieder mit frischer Kraft an der
Arbeit, denn ohne diese giebt es für Sie kein volles Leben!
Nichts konnte mich mehr überraschen, als, dass Sie sich mit
dem Gedanken tragen Berlin zu verlassen.
Busoni ist bis zu seinem Exil in Zürich (1915–1920) nicht aus Berlin ausgezogen (vgl. Eintrag zu Busonis Wohnort am Viktoria-Luise-Platz).
Ich ahne die Gründe
nicht und sehne mich darüber wie über so vieles andere mündlich
zu sprechen. Wann das wohl sein wird? Wenn nicht früher,
ist es mir vielleicht möglich nach Basel zu kommen; es lässt
sich heute nicht bestimmen, ich wei
ss vorläufig nichts als,
dass es mein inniger Wunsch ist Sie in Ruhe zu sehen.
Das Treffen in Basel ist nicht zustande gekommen, das nächste Treffen mit Oppenheimer ereignete sich am 7. Oktober 1913 in Bologna (vgl. Busonis Brief an seine Frau, Bologna, 6.10.1913, in: Busoni/Weindel 2015, Bd. 1, Nr. 697, S. 626f.).
Ihr Brief sagt nicht, ob Sie die Concerte in Mailand und
Rom aufgegeben haben;
Busoni war vom 7. April bis zum 12. Mai 1913 in Norditalien auf Konzertreise mit acht Konzerten in Mailand und einem in Rom (vgl. Konzertprogramme aus Mailand(zuletzt aufgerufen am 30.9.2026)).
wie dem auch sei ich werde nichts
davon genie
ssen, weil ich am 26. nach Hause muss. Ich
scheide schwer von diesem Götterland, aber dankbaren Herzens!
Alle guten Wünsche für Ihr Wohl, teurer Freund und
Liebes an Frau Gerda von
Ihrer
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Mein lieber, verehrter Freund,
heute nur kurzen aber darum um so herzlicheren Gru
ß, unmittelbar nach Eintreffen Ihres lieben, aber leider traurigen Briefes.
Nicht im Busoni-Nachlass überliefert.
Nein,
Sie dürfen nicht krank sein, wenigstens kann ich den Gedanken
nicht ertragen und die Vorstellung, dass auch Sie unter Depression
gelitten haben, schmerzt mich. Gott sei Dank – es ist überwunden und ich sehe Sie wieder mit frischer Kraft an der
Arbeit, denn ohne diese gibt es für Sie kein volles Leben!
Nichts konnte mich mehr überraschen, als dass Sie sich mit
dem Gedanken tragen, Berlin zu verlassen.
Busoni ist bis zu seinem Exil in Zürich (1915–1920) nicht aus Berlin ausgezogen (vgl. Eintrag zu Busonis Wohnort am Viktoria-Luise-Platz).
Ich ahne die Gründe
nicht und sehne mich darüber wie über so vieles andere mündlich
zu sprechen. Wann das wohl sein wird? Wenn nicht früher,
ist es mir vielleicht möglich nach Basel zu kommen; es lässt
sich heute nicht bestimmen, ich wei
ß vorläufig nichts, als
dass es mein inniger Wunsch ist, Sie in Ruhe zu sehen.
Das Treffen in Basel ist nicht zustande gekommen, das nächste Treffen mit Oppenheimer ereignete sich am 7. Oktober 1913 in Bologna (vgl. Busonis Brief an seine Frau, Bologna, 6.10.1913, in: Busoni/Weindel 2015, Bd. 1, Nr. 697, S. 626f.).
Ihr Brief sagt nicht, ob Sie die Konzerte in Mailand und
Rom aufgegeben haben;
Busoni war vom 7. April bis zum 12. Mai 1913 in Norditalien auf Konzertreise mit acht Konzerten in Mailand und einem in Rom (vgl. Konzertprogramme aus Mailand(zuletzt aufgerufen am 30.9.2026)).
wie dem auch sei, ich werde nichts
davon genie
ßen, weil ich am 26. nach Hause muss. Ich
scheide schwer von diesem Götterland, aber dankbaren Herzens!
Alle guten Wünsche für Ihr Wohl, teurer Freund und
Liebes an Frau Gerda von
Ihrer
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