Ganz erfüllt von den
freudigen Nachrichten, die
ich über Ihre Oper gelesen, zu
deren Erfolg ich Ihnen
herzlichst gratulire,Kienzls Oper Urvasi wurde am 20. Februar 1886 am Altstädter
Hoftheater Dresden uraufgeführt. Bernhard Seuberlich schreibt am 22. Februar 1886 in den Dresdner Nachrichten von einem Erfolg, der „die Erwartungen, vielleicht auch die des
Komponisten selbst“ übertraf. (Dresdner Nachrichten, 22.02.1886, S. 2)
kann
ich nicht umhin den
Wunsch auszusprechen
dieselbe kennen zu
lernen und die unbeschei- dene Bitte an Sie zu
richten – Sie mögen mir den
Clavierauszug Ihres Werkes –
Werter Herr Doktor!
Ganz erfüllt von den
freudigen Nachrichten, die
ich über Ihre Oper gelesen, zu
deren Erfolg ich Ihnen
herzlichst gratuliere,Kienzls Oper Urvasi wurde am 20. Februar 1886 am Altstädter
Hoftheater Dresden uraufgeführt. Bernhard Seuberlich schreibt am 22. Februar 1886 in den Dresdner Nachrichten von einem Erfolg, der „die Erwartungen, vielleicht auch die des
Komponisten selbst“ übertraf. (Dresdner Nachrichten, 22.02.1886, S. 2)
kann
ich nicht umhin, den
Wunsch auszusprechen,
dieselbe kennenzulernen und die unbescheidene Bitte an Sie zu
richten – Sie mögen mir den
Klavierauszug Ihres Werkes –
falls ein solcher schon
im Druck erschienenDer Klavierauszug erschien erst im Juli 1886, ob KienzlBusoni die Noten später hat zukommen lassen, bleibt offen. (Musikalisch-literarischer Monatsbericht, Juli 1886, S. 210)
–
mir zusenden.
Ich mich
aufrichtig dafür und
erwidere von ganzem
Herzen die Freundschaft,
Wie schon aus den vorangegangenen Briefen des Briefwechsels hervorgeht (15. April 1879 und 25. April 1879, fragt Busoni mehrmals nach Aufführungsmöglichkeiten, um die finanzielle Situation seiner Familie zu unterstützen. Zur angespannten Situation der Familie im Jahr 1886 vgl. auch Dent 1933, S. 62.
die Sie mir wiederholt
erwiesen. –
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<note type="shelfmark" resp="#archive" place="top-left" rend="space-below">I.N. 202.024</note>
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<salute>
Wert<orig>h</orig>er <rs key="E0301047">Herr Do<choice><orig>c</orig><reg>k</reg></choice>tor!</rs>
</salute>
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<p type="pre-split">Ganz erfüllt von den
<lb/>freudigen Nachrichten, die
<lb/>ich über Ihre <rs key="E0400806">Oper</rs> gelesen, zu
<lb/>deren Erfolg ich Ihnen
<lb/><hi rend="underline">herzlichst</hi> gratuli<reg>e</reg>re,
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<persName key="E0301047">Kienzls</persName> Oper <title key="E0400806">Urvasi</title> wurde am <date when-iso="1886-02-20">20. Februar 1886</date> am <orgName key="E0600281">Altstädter
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Komponisten selbst</q> übertraf. (<ref type="ext" target="https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/250322/2">Dresdner Nachrichten, <date when-iso="1886-02-22">22.02.1886</date>, S. 2</ref>)
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kann
<lb/>ich nicht umhin<reg>,</reg> den
<lb/>Wunsch auszusprechen<reg>,</reg>
<lb/>dieselbe <choice><orig>kennen zu
<lb/>lernen</orig><reg>kennenzulernen</reg></choice> und die unbeschei
<lb break="no"/>dene Bitte an Sie zu
<lb/>richten – Sie mögen mir den
<lb/><choice><orig>C</orig><reg>K</reg></choice>lavierauszug Ihres Werkes –
</p></div>
Ich interesseire mich
aufrichtig dafür und
erwiedere von ganzem
Herzen die Freundschaft,
Wie schon aus den vorangegangenen Briefen des Briefwechsels hervorgeht (15. April 1879 und 25. April 1879, fragt Busoni mehrmals nach Aufführungsmöglichkeiten, um die finanzielle Situation seiner Familie zu unterstützen. Zur angespannten Situation der Familie im Jahr 1886 vgl. auch Dent 1933, S. 62.
die Sie mir wiederholt
erwiesen. –
Mit freundlichstem
Gruße,
Ihr ganz ergebenerTranskription unsicher:
Tintenklecks.
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falls ein solcher schon
<lb/>im Druck erschienen
<note type="commentary" resp="#E0300741">Der Klavierauszug erschien erst im <date when-iso="1886-07">Juli 1886</date>, ob <persName key="E0301047">Kienzl</persName> <persName key="E0300017">Busoni</persName> die Noten später hat zukommen lassen, bleibt offen. (<ref type="ext" subtype="anno" target="#hof #1886 #210">Musikalisch-literarischer Monatsbericht, Juli 1886, S. 210</ref>)</note>
–
<lb/>mir zusenden.</p>
<p rend="indent-first">Ich <choice><orig>interess<del rend="overwritten">e</del><add place="avobe">i</add>re<reg>interessiere</reg></orig></choice> mich
<lb/>aufrichtig dafür und
<lb/>erwi<orig>e</orig>dere von ganzem
<lb/>Herzen die Freundschaft,
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Wie schon aus den vorangegangenen Briefen des Briefwechsels hervorgeht (<ref target="#D0102236">15. April 1879</ref> und <ref target="#D0102237">25. April 1879</ref>, fragt <persName key="E0300017">Busoni</persName> mehrmals nach Aufführungsmöglichkeiten, um die finanzielle Situation seiner Familie zu unterstützen. Zur angespannten Situation der Familie im Jahr <date when-iso="1886">1886</date> vgl. auch <bibl><ref target="#E0800019"/>, S. 62</bibl>.
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<lb/>die Sie mir wiederholt
<lb/>erwiesen. –</p>
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Mit freundlichstem
<lb/>Gruße,
<lb rend="indent"/>Ihr ganz ergeben<unclear cert="high" reason="ink-blot">er</unclear>
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<persName rend="indent-neg large" key="E0300017">FerruccioBBusoni</persName>
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Brief von Ferruccio Busoni an Wilhelm Kienzl (Frohnleiten, 26. Februar 1886), bearbeitet von Tilman Hinderling, in: Briefwechsel Ferruccio Busoni – Wilhelm Kienzl, hrsg. von Christian Schaper und Ullrich Scheideler, Berlin: Institut für Musikwissenschaft und Medienwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin, Juni 2025: Institut für Musikwissenschaft und Medienwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin, https://busoni-nachlass.org/D0102232 (5. Januar 2026: in Korrekturphase)
Download der bereinigten Lesefassung im PDF-Dateiformat (.pdf)
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<title xml:lang="de">Brief von Ferruccio Busoni an Wilhelm Kienzl (Frohnleiten, 26. Februar 1886)</title>
<title xml:lang="en">Letter by Ferruccio Busoni to Wilhelm Kienzl (Frohnleiten, 26 February 1886)</title>
<author key="E0300017">Ferruccio Busoni</author>
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<publisher>Institut für Musikwissenschaft und Medienwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin</publisher>
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<title type="main">Ferruccio Busoni – Briefe und Schriften</title>
<title type="genre">Briefe</title>
<title type="subseries" key="E010017">Briefwechsel Ferruccio Busoni – Wilhelm Kienzl</title>
<editor key="E0300314">Christian Schaper</editor>
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<collection>Nachlass Wilhelm Kienzl</collection>
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<summary><persName key="E300017">Busoni</persName> gratuliert zur erfolgreichen Uraufführung von <persName key="E0301047">Kienzls</persName> Oper <title key="E0400806">Urvasi</title>; bittet um Zusendung eines Klavierauszuges des Werkes.</summary>
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<incipit>Ganz erfüllt von den freudigen Nachrichten</incipit>
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<handNote xml:id="major_hand" scope="major" medium="black_ink" scribe="author" scribeRef="#E0300017">Hand des Absenders Ferruccio Busoni, Brieftext in schwarzer Tinte, in lateinischer Schreibschrift</handNote><!-- oder in anderer Farbe? oder in deutscher Kurrentschrift? -->
<handNote xml:id="archive" scope="minor" medium="red_pen" scribe="archivist">Hand des Archivars, der mit Rotstift die Signatur eingetragen hat</handNote>
<handNote xml:id="wb_blue" scope="minor" medium="blue_ink" scribe="archivist">Bibliotheksstempel (blaue Tinte)</handNote>
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<p>Erfassung von Briefen und Schriften von Ferruccio Busoni, ausgehend von Busonis Nachlass in der Staatsbibliothek zu Berlin · Preußischer Kulturbesitz.</p>
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<p>Worttrennungen an Zeilenumbrüchen im Original mit einfachen Bindestrichen.</p>
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<p>Alle im Text vorkommenden Interpunktionszeichen wurden beibehalten und werden in der diplomatischen Umschrift wiedergegeben. Bei Auszeichnung durch XML-Elemente wurden umgebende Satzzeichen nicht mit einbezogen.</p>
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<p>Anführungszeichen wurden i. d. R. nicht beibehalten; die Art der Zeichen wurde im Attribut <att>rend</att> der entsprechenden Elemente codiert.</p>
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<p>Die Übertragung folgt den Editionsrichtlinien des Projekts. <ptr target="http://www.busoni-nachlass.org/E1000003"/>
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<lb/>mir zusenden.</p>
<p rend="indent-first">Ich <choice><orig>interess<del rend="overwritten">e</del><add place="avobe">i</add>re<reg>interessiere</reg></orig></choice> mich
<lb/>aufrichtig dafür und
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