Jella Oppenheimer to Ferruccio Busoni arrow_backarrow_forward

Bad Gastein · July 18, 1905

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Mus.ep. J. Oppenheimer 4 (Busoni-Nachl. B II)
Mus.Nachl. F. Busoni B II, 3435
[1]

Lieber Freund,

Haben Sie Dank für Ihren
Brief
, für Alles was er mir
sagt und auch für das beigelegte
Heft. Wie warm mein Intereße
und auch mein Leid ist, dass ich

Lieber Freund,

haben Sie Dank für Ihren Brief, für alles, was er mir sagt, und auch für das beigelegte Heft. Wie warm mein Interesse und auch mein Leid ist, dass ich, räumlich so weit entfernt, Ihre Orchesterabende nicht besuchen, an allem Schönem, das Sie gleichsam erst ins Leben rufen, nicht teilnehmen kann, braucht keine Worte. Ich finde die Idee herrlich und freue mich, dass gerade Sie es sind, dem die Welt dafür zu danken hat! Ich kann mir denken, dass diese Unternehmung auch materiell reichliche Mittel braucht, und wenn ich jemals schmerzlich empfunden habe, dass ich mir Beschränkung auferlegen muss, so ist es in dem Gedanken an das Glücksgefühl, das ich hätte, wenn ich Ihre große Idee fördern und Sie der hemmenden Mühe entheben könnte, die Geldmittel dafür zu schaffen! Leider ist es mir nicht gegönnt.

Ich habe seit Jahren mehr ausgegeben, als ich sollte, und habe jetzt für zwei Haushaltungen durchaus zu sorgen; dazu kommt, dass mein Einkommen während drei Jahren durch ein Grubenunglück in einem Kohlenwerk um die Hälfte fast reduziert war. Verzeihen Sie, liebster Freund, dass ich Sie mit diesen öden Dingen langweile, und erkennen Sie, bitte, darin einzig den Herzenswunsch, auch in dieser Richtung ganz von Ihnen verstanden zu werden. Sie wissen, dass mir jede Phrase ferne liegt, ich spreche zu Ihnen so rückhaltslos offen und wahr, wie es nur zwischen echten, wirklichen Freunden möglich ist. Nur die tatsächliche Unmöglichkeit hindert mich einzuspringen, nicht das kleinlich egoistische Gefühl, selbst nicht mit genießen zu können. Wären Sie auch in einem anderen Weltteil, ich würde all Ihrem Unternehmen so nahe und innig folgen, als wäre es meine eigenste Sache.

Wo und wann wird Ihre letzte Arbeit, ich meine das „theatralische Märchen“ gegeben? Habe ich Hoffnung, es zu hören? Das wäre wohl eine große Freude!

Die Aussicht, Sie nächsten Winter in Wien zu haben, macht mich sehr glücklich, das Leben ist viel zu kurz, und von den wenigen Menschen, die uns lieb und teuer sind, so endlos getrennt zu sein, und wie viel wertvolle Zeit vergeudet man mit indifferenten Leuten, das ist oft ganz trostlos. Diesmal dürfen Sie nicht im Fluge kommen, Sie müssen bleiben; darauf hoffe ich so sehr. Wie gerne möchte ich auch Ihre liebe Frau in Ruhe sehen und Ihre Kinder kennen. Dazu muss ich wohl nach Berlin kommen, nicht wahr? Wenn ich nur besser auf meine Kraft zählen könnte, die Entfernung bedeutet ja nichts. Ich bin viel krank gewesen und befinde mich seit einigen Tagen zur Kur hier in Gastein. Der Arzt möchte mich nachher an die Nordsee schicken, und es besteht der Plan, dass ich meinen Sohn, meine Enkel dort treffe, gegen Ende August.

Gönnen Sie sich gar keine Ruhezeit? Ich weiß wohl, dass „Schaffen“ für Sie Erholung bringt, Ihnen mehr gilt als alles, dennoch bin ich besorgt, Sie in der argen Hitze in der Stadt zu wissen. Ich sage nochmals tausend Dank für all Ihre Mitteilungen und die herzliche Bitte, mich weiter an Ihren Arbeiten, Ihren Plänen teilnehmen zu lassen, nichts kann mir wohler tun.

In warmer Freundschaft

Ihre Jella Oppenheimer

Viel Liebes Ihrer Frau

                                                                
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räumlich so weit entfernt, Ihre
Orchester Abende
nicht besuchen,
an allem Schönem, das Sie
gleichsam erst in’s Leben rufen,
nicht theilnehmen kann, braucht
keine Worte. Ich finde die
Idee herrlich und freue mich, Deutsche
Staatsbibliothek
Berlin

                                                                
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[2] dass gerade Sie es sind, dem die
Welt dafür zu danken hat!
Ich kann mir denken, dass
diese Unternehmung auch materiell
reichliche Mittel braucht und
wenn ich jemals schmerzlich em⸗
pfunden habe, dass ich mir Deutsche
Staatsbibliothek
Berlin

                                                                
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Beschränkung auferlegen muß,
so ist es in dem Gedanken an
das Glücksgefühl, das ich hätte wenn
ich Ihre große Idee fördern und
Sie der hemmenden Mühe ent⸗
heben könnte die Geldmittel dafür
zu schaffen! Leider ist es mir
nicht gegönnt.

                                                                
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B II, 3435
[3]

Ich habe seit Jahren mehr ausge⸗
geben als ich sollte und habe
jetzt für zwei Haushaltungen
durchaus zu sorgen; dazu kommt
dass mein Einkommen während
drei Jahren durch ein Gruben
Unglück in einem Kohlenwerk
um die Hälfte fast reduziert war.

                                                                
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Verzeihen Sie, liebster Freund,
dass ich Sie mit diesen oeden
Dingen langweile und erkennen
Sie, bitte, darin einzig den
Herzenswunsch auch in dieser
Richtung ganz von Ihnen ver⸗
standen zu werden. Sie wißen,
dass mir jede Phrase ferne Deutsche
Staatsbibliothek
Berlin

                                                                
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[4] liegt, ich spreche zu Ihnen so
rückhaltslos offen und wahr
wie es nur zwischen echten,
wirklichen Freunden möglich ist.
Nur die thatsächliche Unmöglichkeit
hindert mich, einzuspringen, nicht das kleinlich,
egoistische Gefühl selbst nicht
mit genießen zu können. Deutsche
Staatsbibliothek
Berlin

                                                                
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Wären Sie auch in einem
anderen Welttheil, ich würde all
Ihrem Unternehmen so nahe
und innig folgen als wäre es
meine eigenste Sache.

Wo und wann wird Ihre letzte
Arbeit, ich meine das „theatralische
Märchen“
gegeben? Habe ich

                                                                
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B II, 3435
[5] Hoffnung es zu hören? Das wäre
wohl eine große Freude!

Die Aussicht Sie nächsten Winter
in Wien zu haben macht mich
sehr glücklich, das Leben ist viel
zu kurz und von den wenigen
Menschen, die uns lieb und
theuer sind so endlos getrennt

                                                                
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zu sein, und wie viel werthvolle
Zeit vergeudet man mit indif⸗
ferenten Leuten, das ist oft ganz
trostlos. Dies mal dürfen Sie
nicht im Fluge kommen, Sie
müßen bleiben; darauf hoffe
ich so sehr. Wie gerne möchte Deutsche
Staatsbibliothek
Berlin

                                                                
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[6] ich auch Ihre liebe Frau in Ruhe
sehen und Ihre Kinder kennen.
Dazu muß ich wohl nach Berlin
kommen, nicht wahr? Wenn ich
nur beßer auf meine Kraft zählen
könnte, die Entfernung bedeutet ja
nichts. Ich bin viel krank gewesen
Deutsche
Staatsbibliothek
Berlin

                                                                
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und befinde mich seit einigen
Tagen zur Kur hier in Gastein.
Der Arzt möchte mich nachher
an die Nordsee schicken und
es besteht der Plan, dass ich meinen
Sohn
, meine Enkel dort treffe,
gegen Ende August.

Gönnen Sie sich gar keine

                                                                
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4

B II, 3435
[7] Ruhezeit? Ich weiß wohl, dass
„Schaffen“ für Sie Erholung bringt
Ihnen mehr gilt als Alles,
dennoch bin ich besorgt Sie in der
argen Hitze in der Stadt zu wißen.
Ich sage nochmals tausend Dank
für all Ihre Mittheilungen und
die herzliche Bitte mich weiter
an Ihren Arbeiten, Ihren

                                                                
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Plänen theilnehmen zu laßen,
nichts kann mir wohler thun.

In warmer Freundschaft

Ihre Jella Oppenheimer

Viel Liebes Ihrer Frau

Deutsche
Staatsbibliothek
Berlin
                                                                
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[8]
[3. Seite des 4. Bogens]
Deutsche
Staatsbibliothek
Berlin
                                                                
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[letzte Seite des 4. Bogens]
Oppenheimer
                                                                
<div xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" type="split"> <note type="objdesc" resp="#E0300314">[letzte Seite des 4. Bogens]</note> <note type="foliation" place="top-center" resp="#gerda.busoni" rend="huge">Oppenheimer</note> </div>

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Provenance
Deutschland | Berlin | Staatsbibliothek zu Berlin · Preußischer Kulturbesitz | Musikabteilung mit Mendelssohn-Archiv | Nachlass Ferruccio Busoni | Mus.Nachl. F. Busoni B II, 3435 | olim: Mus.ep. J. Oppenheimer 4 |

proof Kalliope

Condition
Der Brief ist gut erhalten.
Extent
4 Bogen, 14 beschriebene Seiten
Collation
Die letzten beiden Seiten sind nicht beschrieben.
Hands/Stamps
  • Hand des Absenders Jella Oppenheimer, Brieftext in schwarzer Tinte, in deutscher Kurrentschrift
  • Hand des Archivars, der mit Bleistift die Signaturen eingetragen und eine Foliierung vorgenommen hat
  • Hand des Archivars, der die Zuordnung innerhalb des Busoni-Nachlasses mit Rotstift vorgenommen hat
  • Hand Gerda Busonis, die mit Bleistift auf der letzten Seite den Absendernamen eingetragen hat.
  • Bibliotheksstempel (rote Tinte)

Summary
Oppenheimer dankt für die Broschüre der Berliner Orchesterabende; bedauert, diese weder besuchen noch finanziell unterstützen zu können; erkundigt sich nach Aufführungsterminen der Turandot-Orchestersuite; erhofft für den Winter einen längeren Aufenthalt Busonis samt Familie in Wien; ist gesundheitlich angeschlagen.
Incipit
haben Sie Dank für Ihren Brief, für alles

Editors in charge
Christian Schaper Ullrich Scheideler
prepared by
Revision
October 22, 2023: proposed (transcription and coding done, awaiting proofreading)
Direct context
Preceding Following
Near in this edition