Hans Huber an Ferruccio Busoni arrow_backarrow_forward

Vitznau · 24. Juli 1910

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[1] Mus.ep. H. Huber 16 (Busoni-Nachl. B II)
Mus.Nachl. F. Busoni B II, 2243
Vitznau 24 Juli 1910 Transkription unsicher: unleserlich. Alternative Lesart:
26 Juli 1910

Luzernersee

Verehrtester!

Leider erst seit gestern in Vitznau
angelangt & aus diesem Grund
auch erst in den Besitz Ihres Briefes
& Ihrer Fugenzusendung Bei der Fuge, die Huber mit dem vorherigen Brief Busonis erhalten hat, handelt es sich vermutlich um die Fantasia contrappuntistica. gekom̅en,
beeile ich mich, Ihnen folgd. zu
antworten:

  1. daß die Nachmittagsprogram̅e
    famos gestaltet sind,
  2. daß die großartige, kontrapunktische
    Arbeit wohl zum schönsten Bau
    der nachbachschen Zeit gehört. –
    Dieselbe beschäftigte mich gestern
    den ganzen Nachmittag – ohne
    damit fertig geworden zu sein. –
    & ich mußte dabei unwillkürlich
    an den unvollendeten Dom in
    Siena oder gar an die Certosa
    di Pavia
    denken. Meinen
    Deutsche
    Staatsbibliothek
    Berlin
Vitznau 24. Juli 1910 Luzerner See

Verehrtester!

Leider erst seit gestern in Vitznau angelangt und aus diesem Grund auch erst in den Besitz Ihres Briefes und Ihrer Fugenzusendung Bei der Fuge, die Huber mit dem vorherigen Brief Busonis erhalten hat, handelt es sich vermutlich um die Fantasia contrappuntistica. gekommen, beeile ich mich, Ihnen Folgendes zu antworten:

  1. dass die Nachmittagsprogramme famos gestaltet sind,
  2. dass die großartige, kontrapunktische Arbeit wohl zum schönsten Bau der nachbachschen Zeit gehört. – Dieselbe beschäftigte mich gestern den ganzen Nachmittag – ohne damit fertig geworden zu sein. – Und ich musste dabei unwillkürlich an den unvollendeten Dom in Siena oder gar an die Certosa di Pavia denken. Meinen ehrlichsten und tiefsten Respekt. –
  3. Über die Schüleranmeldungen weiß ich den Abschluss noch nicht; ich war circa drei Wochen in den Höhen des Maderanertals und blieb ohne Kontakt mit Basel. Sobald die Angelegenheit im Kommen ist, lege ich Ihnen die Anmeldungen vor. Nach dem Stand der Dinge beim Verlassen Basels schien mir fast eine Überfülle der Anmeldungen anzulangen. Darüber in einigen Tagen! –
  4. Beiliegender Artikel aus einer schweizerisch-französischen Musikzeitung wird Sie vielleicht interessieren. Um welchen Artikel es sich handelt, ist nicht bekannt, da auch in den folgenden Briefen diesbezüglich keine Stellung genommen wird.

Und nun die allerherzlichsten Grüße Ihres treuen Verehrers

Hans Huber

                                                                
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  1. ehrlichsten & tiefsten Respekt. –
  2. Ueber die Schüleranmeldungen
    weiß ich den Abschluß noch nicht;
    ich war circa 3 Wochen in den
    Höhen des Maderanerthals & blieb
    ohne Kontakt mit Basel. Sobald
    die Angelegenheit im Kom̅en ist,
    lege ich Ihnen die Anmeldungen
    vor. Nach dem Stand der Dinge
    beim Verlassen Basels schien mir
    fast eine Ueberfülle der Anmeldungen
    anzulangen. Darüber in
    einigen Tagen! –
  3. Beiliegd. Artikel aus einer
    schweiz.-franz. Musikztg. wird
    Sie vielleicht interessiren. Um welchen Artikel es sich handelt, ist nicht bekannt, da auch in den folgenden Briefen diesbezüglich keine Stellung genommen wird.

Und nun die allerherzlichsten
Grüße Ihres treuen Verehrers

Hans Huber

                                                                
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Dokument

doneStatus: zur Freigabe vorgeschlagen XML Faksimile Download / Zitation

Überlieferung
Deutschland | Berlin | Staatsbibliothek zu Berlin · Preußischer Kulturbesitz | Musikabteilung mit Mendelssohn-Archiv | Nachlass Ferruccio Busoni | Mus.Nachl. F. Busoni B II, 2243 | olim: Mus.ep. H. Huber 16 (Busoni-Nachl. B II) |

Nachweis Kalliope

Zustand
Der Brief ist gut erhalten.
Umfang
1 Bogen, 2 beschriebene Seiten
Kollation
Die Seiten 3 und 4 des Bogens sind unbeschrieben.
Hände/Stempel
  • Hand des Absenders Hans Huber, Brieftext in schwarzer Tinte, in deutscher Kurrentschrift.
  • Hand des Archivars, der die Signaturen mit Beistift eingetragen hat.
  • Hand des Archivars, der die Foliierung mit Bleistift vorgenommen hat.
  • Hand des Archivars, der die Zuordnung innerhalb des Busoni-Nachlasses mit Rotstift eingetragen hat.
  • Bibliotheksstempel (rote Tinte)
Bildquelle
Staatsbibliothek zu Berlin · Preußischer Kulturbesitz: 1234

Zusammenfassung
Huber gibt Rückmeldung bezüglich der Planung der Klaviernachmittage sowie deren Programmgestaltung und spricht seine Anerkennung für die Fuge Busonis aus, die er mit dem letzten Brief erhalten hat.
Incipit
Leider erst seit gestern in Vitznau angelangt

Inhaltlich Verantwortliche
Christian Schaper Ullrich Scheideler
bearbeitet von
Stand
27. April 2017: zur Freigabe vorgeschlagen (Auszeichnungen überprüft, korrekturgelesen)
Stellung in diesem Briefwechsel
Vorausgehend Folgend
Benachbart in der Gesamtedition