Projektbeschreibung

Stand: 18. Juni 2018 (in Bearbeitung)

1. 1 Über diese Edition

Der italienische Komponist, Pianist und Musikschriftsteller Ferruccio Busoni (1866–1924) lebte seit 1894 in Berlin; seine Wohnung am Viktoria-Luise-Platz gab er auch während des kriegsbedingten Exils in Zürich (1916–1920) nicht auf. Sein Nachlass, der in der Staatsbibliothek zu Berlin · Preußischer Kulturbesitz aufbewahrt wird, umfasst insgesamt mehr als 8.000 Briefe, daneben u. a. Noten- und Text-Manuskripte, Konzertprogramme, Kritiken, biograpisches Material, Bilder und Portraits.

Aus dem Korpus seiner Briefe und Schriften erscheint hier in digitaler Edition zunächst:

Als nächstes werden erscheinen:

  • zum Entwurf einer neuen Ästhetik der Tonkunst:
    • Busonis korrigiertes Exemplar der Ausgabe von 1907 (mit Einlagen), das für die Drucklegung der Neuausgabe 1916 benutzt wurde;
    • das annotierte Exemplar aus dem Besitz von Arnold Schönberg;
    • das Vorwort für eine nicht zustande gekommene italienische Ausgabe (1909);
    • die englische Ausgabe von 1911;
    • Busonis Offener Brief an Hans Pfitzner als Erwiderung auf Pfitzners Pamphlet Futuristengefahr.
  • sowie weitere Briefwechsel aus dem Nachlass Busonis, u. a. mit:

1. 2 Wissenschaftliche Bearbeitung

Die Textkorpora werden seitenweise in verschiedenen Ansichten zugänglich gemacht, die frei zu einer Synopse kombiniert werden können:

  • im Faksimile (sofern vorhanden);
  • in diplomatischer Umschrift (zeichen- und zeilengenau, inkl. Dokumentation von Überarbeitungen)
  • in einer Lesefassung, die Orthographie, Interpunktion und Layout regularisiert.

Ein umfangreicher Kommentar begleitet die Textdarstellung. Im kritischen Apparat sind zusätzliche Informationen zuschaltbar:

  • der erläuternde Stellenkommentar;
  • die Quellenbeschreibung;
  • eine Übersicht zu erwähnten Personen, Werken, Orten und Institutionen;
  • Hinweise zu unsicheren Lesarten;
  • Abweichungen von bisherigen Editionen.

Die Codierung der Quellen erfolgte auf der Grundlage des Standards TEI P5 der Text Encoding Initiative. Details sind den Editionsrichtlinien zu entnehmen.

1. 3 Technische Realisierung und Mitarbeit

Die Erfassung der Texte begann im Rahmen eines Seminars am Institut für Musikwissenschaft und Medienwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin: „Der Nachlass Ferruccio Busonis in der Staatsbibliothek zu Berlin: digitale Textedition ausgewählter Quellen mit TEI“ (Wintersemester 2015/16, Leitung: Christian Schaper, Ullrich Scheideler) und wurde in einem folgenden Seminar und mehreren Abschlussarbeiten fortgeführt.

Als Vorbild und Ausgangspunkt von Codierung und Präsentation diente ursprünglich das Projekt Briefe und Texte aus dem intellektuellen Berlin (Nachwuchsgruppe Berliner Intellektuelle 1800–1830, Institut für deutsche Literatur der Humboldt-Universität zu Berlin).

Im Rahmen der Förderung für digitale Medien in Forschung, Lehre und Studium der Medienkommission des Akademischen Senats der Humboldt-Universität zu Berlin wurde das Projekt inhaltlich und technisch weiterentwickelt. Die im Zuge dessen entstandene WebApp läuft in der nativen XML-Datenbank eXist-db und ist in XQuery und XSL geschrieben. Sie basiert weitgehend auf der für die Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe von Peter Stadler entwickelten WeGA-WebApp.

Ermöglicht wurde das Projekt durch eine Förderung im Rahmen des Programms 2015 für digitale Medien in Forschung, Lehre und Studium der Medienkommission des Akademischen Senats der Humboldt-Universität zu Berlin.

Nach Ablauf des Förderzeitraums wird das Entwicklung derzeit nur spärlich verfolgt. Eine Mitarbeit an der Applikation und insbesondere den Datensätzen ist jedoch grundsätzlich erwünscht. Für weitere Details und Ansicht der XML-Daten besuchen Sie bitte die Projektseite im hochschulinternen GitLab (Anmeldung erforderlich). Informationen und Zugriff auf den Programmquellcode sind auf Nachfrage möglich. Auch mit Ihren Fehlermeldungen, Fragen oder Anregungen können Sie sich gerne an unsere Kontaktadresse wenden.