Robert Freund an Ferruccio Busoni arrow_forward

Kleinlaufenburg · 15. August 1897

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Zürich (Kirchgasse 31)
15 Aug. 97

Hochgeehrter Herr!

Eine Schwester von mir, die
nicht nur klavierspielerisch
sondern auch musikalisch begabt
ist, hat den sehnlichen
Wunsch sich unter Ihrer
Leitung auszubilden. Sie hat
bisher in Budapest u. Wien
studirt, die Sache aber mehr
dilletantisch betrieben u. braucht
nun eine strenge, künstlerische

Zürich (Kirchgasse 31) 15 Aug. 97

Hochgeehrter Herr!

Eine Schwester von mir, die nicht nur klavierspielerisch sondern auch musikalisch begabt ist, hat den sehnlichen Wunsch sich unter Ihrer Leitung auszubilden. Sie hat bisher in Budapest und Wien studiert, die Sache aber mehr dilletantisch betrieben und braucht nun eine strenge, künstlerische Leitung. Dürfte ich Sie nun bitten mir sagen zu wollen, ob es Ihre Zeit überhaupt erlaubt meine Schwester anzunehmen (selbstverständlich nachdem Sie sie geprüft) und ob Sie diesen Winter, trotz Ihren Konzertreisen, doch von Zeit zu Zeit Stunden haben könnte und endlich ob sie in der zweiten Hälfte des September schon nach Berlin kommen könnte um sich Ihnen vorzustellen und eventuell mit den Stunden beginnen zu können. Ihr gef.[ällige] Antwort bitte ich unter obenstehender Adresse nach Zürich senden zu wollen. –

Indem ich hoffe Sie diesen Winter in Zürich begrüßen zu können, bin ich mit vorzüglicher Hochachtung

Ihr sehr ergebener

Robert Freund

                                                                
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ob es Ihre Zeit überhaupt erlaubt meine Schwester anzuneh_
men (selbstverständlich nachdem Sie sie geprüft) u. ob Sie
diesen Winter, trotz Ihren Concertreisen, doch von Zeit zu
Zeit Stunden haben kön̅te u. endlich ob sie in der
zweiten Hälfte des September schon nach Berlin kom̅en kön̅te
um sich Ihnen vorzustellen u. eventuell mit den Stunden
begin̅en zu kön̅en. Ihr gef.[ällige] Antwort bitte ich unter
obenstehender Adresse nach Zürich senden zu wollen. –

Indem ich hoffe Sie diesen Winter in Zürich begrüssen
zu kön̅en, bin ich mit vorzüglicher Hochachtung

Ihr sehr ergebener

Robert Freund

                                                                
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Überlieferung
Deutschland | Berlin | Staatsbibliothek zu Berlin · Preußischer Kulturbesitz | Musikabteilung mit Mendelssohn-Archiv | Nachlass Ferruccio Busoni | Mus.Nachl. F. Busoni B II, 1690 | olim: Mus.ep. R. Freund 1 (Busoni-Nachl. B II) |

Nachweis Kalliope

Zustand
Der Brief ist gut erhalten; Umschlagaufriss rechts (Rückseite mit Textverlust).
Umfang
1 Bogen, 2 beschriebene Seiten
Kollation
Innenseiten des Bogens durchgehend beschrieben (Querformat).
Hände/Stempel
  • Hand des Absenders Robert Freund, Brieftext in schwarzer Tinte, in lateinischer Schreibschrift
  • Hand des Archivars, der mit Bleistift die Signaturen eingetragen, eine Foliierung vorgenommen und das Briefdatum ergänzt hat
  • Hand des Archivars, der die Zuordnung innerhalb des Busoni-Nachlasses mit Rotstift vorgenommen hat
  • Bibliotheksstempel (rote Tinte)
Bildquelle
Staatsbibliothek zu Berlin · Preußischer Kulturbesitz: 123456

Inhaltlich Verantwortliche
Christian Schaper Ullrich Scheideler
bearbeitet von
Stand
28. März 2021: in Bearbeitung (in der Erfassungs-/Codierungsphase)
Stellung in diesem Briefwechsel
Folgend
Benachbart in der Gesamtedition

Personen
Orte