Faksimile
Diplomatische Umschrift
Lesefassung
XML
Mus.ep. H. Schenker 1
(Busoni-Nachl. B II)

Mus.Nachl. F. Busoni B II, 4413
18.V.1897

Hochverehrter Herr!

Als ich von Ihnen, entzückt über
Ihre liebenswürdige Aufnahme
u. glücklich über Ihr gesprochenes
u. geschriebenes Lob meiner Sachen,
wegging, begab ich mich zu Meister
Goldmark. Schenkers Beziehung zu Carl Goldmark ist lediglich durch wenige Aufzeichnungen Schenkers bekannt. In seinem Tagebuch notierte er am 7. Februar 1897: „Besuche bei Goldberg und Brüll. Günstige, wie es mir scheint auch aufrichtig günstige Beurteilung meiner Kompositionen. Zu Goldmark öfter ins Café Landmann. Gibt Erinnerungen zum Besten“ (zit. nach Federhofer 1985, S. 76). Siehe auch Schenkers Tagebucheintrag vom 3. Januar 1915 zum Tode Goldmarks (ibid., S. 76). Für „Rücksichten persönlicher Natur“ (ibid., S. XX), die Schenker Goldmark in seinen Kritiken angedeihen ließ, spricht eine Äußerung Hardens gegenüber Schenker nach dessen Kritik über Goldbergs Oper Das Heimchen am Herd: „Ich möchte Ihnen einmal ganz offen sagen, daß Ihre Kritik über das Heimchen der Stein geworden ist, der uns trennt. Es ist so ziemlich der einzige Fall, wo die [Zukunft] sich nach meiner und besserer Musikkenner Ansicht stark kompromittirt hat. Wie war es Ihnen möglich, dieses abscheuliche, unehrliche Werk so zu loben?“ (Brief Hardens an Schenker vom 2. Dezember 1897; siehe auch Schenker 1896, in: Federhofer 1990, S. 185–188). Ich übergab ihm Ihren Brief
u. sagte ihm, Sie wären für Peters, der
gute alte Meister schrieb mir sofort
eine glänzende, wirklich glänzende Empfeh-
lung an Peters, dessen Verlag er allerdings
nicht kan̅te. Entgegen dieser Aussage ließ Goldmark bereits 1894 selbst eines seiner Werke (Scherzo A-Dur op. 45) bei Peters herausgeben (vgl. Hofer 2015, S. 256). Im Vorwort des 1900 erschienenen zweiten Hauptkatalogs von Peters wird Carl Goldmark als Beispiel einer der „Publikationen aus der neueren Literatur“ (Molkenbur 2001, S. 71) genannt. Ich schrieb überdies an
Peters einen Brief, worin ich ihm Ihr
schmeichelhaftes Lob über meine Scherzi
u. insbesondere Variationen, gleichsam Deutsche
Staatsbibliothek
Berlin
[1]

18.V.1897

Hochverehrter Herr!

Als ich von Ihnen, entzückt über Ihre liebenswürdige Aufnahme und glücklich über Ihr gesprochenes und geschriebenes Lob meiner Sachen, wegging, begab ich mich zu Meister Goldmark. Schenkers Beziehung zu Carl Goldmark ist lediglich durch wenige Aufzeichnungen Schenkers bekannt. In seinem Tagebuch notierte er am 7. Februar 1897: „Besuche bei Goldberg und Brüll. Günstige, wie es mir scheint auch aufrichtig günstige Beurteilung meiner Kompositionen. Zu Goldmark öfter ins Café Landtmann. Gibt Erinnerungen zum Besten“ (zit. nach Federhofer 1985, S. 76). Siehe auch Schenkers Tagebucheintrag vom 3. Januar 1915 zum Tode Goldmarks (ibid., S. 76). Für „Rücksichten persönlicher Natur“ (ibid., S. XX), die Schenker Goldmark in seinen Kritiken angedeihen ließ, spricht eine Äußerung Hardens gegenüber Schenker nach dessen Kritik über Goldbergs Oper Das Heimchen am Herd: „Ich möchte Ihnen einmal ganz offen sagen, daß Ihre Kritik über das Heimchen der Stein geworden ist, der uns trennt. Es ist so ziemlich der einzige Fall, wo die [Zukunft] sich nach meiner und besserer Musikkenner Ansicht stark kompromittirt hat. Wie war es Ihnen möglich, dieses abscheuliche, unehrliche Werk so zu loben?“ (Brief Hardens an Schenker vom 2. Dezember 1897; siehe auch Schenker 1896, in: Federhofer 1990, S. 185–188). Ich übergab ihm Ihren Brief und sagte ihm, Sie wären für Peters, der gute alte Meister schrieb mir sofort eine glänzende, wirklich glänzende Empfehlung an Peters, dessen Verlag er allerdings nicht kannte. Entgegen dieser Aussage ließ Goldmark bereits 1894 selbst eines seiner Werke (Scherzo A-Dur op. 45) bei Peters herausgeben (vgl. Hofer 2015, S. 256). Im Vorwort des 1900 erschienenen zweiten Hauptkatalogs von Peters wird Carl Goldmark als Beispiel einer der „Publikationen aus der neueren Literatur“ (Molkenbur 2001, S. 71) genannt. Ich schrieb überdies an Peters einen Brief, worin ich ihm Ihr schmeichelhaftes Lob über meine Scherzi und insbesondere Variationen, gleichsam privat, mitteilte. Denken Sie, sofort traf ein Brief von ihm ein, aus dem ich entnahm, dass er solches seriöses Zeug nicht gern nimmt. Zwei Antwortschreiben des Verlages, datiert auf den 21. April 1897 und 27. April 1897, befinden sich im Schenker-Nachlass des Online Archive of California. Die Variationen verlangte er nicht einmal zur Ansicht, wohl aber die Legende, Scherzi und die 5 Klavierstücke, die Ihnen so sehr gefallen haben. Ich merkte auch, dass er die Dinge nur aus Courtoisie gegen Goldmark zur Ansicht verlange, ohne die Empfehlung sich sonderlich zu Herzen zu nehmen. Nach ein paar Tagen war meine Verlagswerbung zu Ende: Peters bedauerte. Mir selbst ist eigentlich nur die Tatsache peinlich, dass die Empfehlung des alten Meisters an mir zuschanden werden musste. Ich teilte davon Goldmark nichts mit. Im Übrigen glaube ich, Peters gäbe sich wirklich mit so ganz seriösen Dingen nicht ab. Zu dieser Zeit lag der Verlag C. F. Peters in den Händen von Max Abraham und Henri Hinrichsen. In der Einführung anlässlich des Erscheinens des zweiten Hauptkatalogs im Jahr 1900 schrieb Abraham: „Wenn es auch die Edition Peters als ihre Hauptaufgabe betrachtete, die Werke der älteren Meister in möglichst geschlossener Reihe in correcten Ausgaben zu publicieren, so verschloss sie sich doch nicht ganz gegen das Schaffen der modernen Meister (zit. nach Molkenbur 2001, S. 71) und benennt dort u. a. Smetana, Anton Rubinstein, Carl Loewe, Brahms, d’Albert, Wagner und Goldmark (vgl. ibid., S. 49–54), welche aber, im Gegensatz zu Schenker, zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichungen bei Peters bereits als Komponisten bekannt waren.

Mitten in meine Deprimiertheit kam zufällig ein herzlicher, sehr herzlicher Brief von d’Albert, der aus Heidelberg mir mitteilt, dass er den kommenden Winter ganz bestimmt von mir etwas spielt. Auszug aus dem Brief d’Alberts an Schenker vom 8. Mai 1897 aus Heidelberg:
 „Wenn ich nur alles so bestimmt wüßte, wie, daß ich Ihre Compositionen spielen werde! – Ich hätte es schon längst gethan, fand jedoch nicht fünf Minuten zum Einstudiren. Nachdem ich Wien verließ, war ich in Rußland, dann hatte ich ununterbrochen Proben zu Gernot – hoffentlich hört die Unruhe bald auf, damit ich mich erholen kann, – das Erste soll dann das Auswendiglernen Ihrer Stücke sein. Im kommenden Winter spiele ich Sie gewiß, – nicht Ihnen, sondern mir zu Liebe“ (zit. nach Federhofer 1985, S. 61). Er lud mich nach Mannheim ein, Vom 27. Mai bis 2. Juni 1897 fand in Mannheim die 33. Deutsche Tonkünstlerversammlung statt. wo wir vieles besprechen könnten. Vielleicht erscheine ich dort mit meinem Freund Rosé, der Quartett (natürlich mit noch anderen dreien) spielt. Auch Sie treffe ich doch? Wie würde ich mich darüber freuen?

Sie taten mir sehr, sehr wohl, nicht, weil sie lobten, sondern durch die Art, wie Sie lobten.

Nun, wie Sie sehen, bin ich in der Lage, erst die Manuskripte von mir, die Sie am liebsten haben mochten, zu senden. Es wäre besser, wenn ich die Sachen gedruckt Ihnen schicken könnte! Aber was tun? Wissen Sie einen Verleger, wollten Sie mich an ihn empfehlen? Etwa Kistner, Rieter-Biedermann, Aibl, Simrock? Was denken Sie darüber? Oder vielleicht soll ich mit einer Empfehlung von Ihnen auf der Reise bei einigen Verlegern hausieren gehen?

Goldmark freute sich sehr darüber, dass Sie so herzlich versprachen, mir zu helfen und etwas von mir zu spielen. Wenn Sie es tun, so ist mir sicher geholfen! Verzeihen Sie die lange Epistel, aber es war, da ich Goldmark nicht mehr angehen wollte, notwendig, Ihnen alles zu sagen, die Sie so herzlich zu mir waren.

Haben Sie vielleicht zufällig meinen Aufsatz über Brahms in Hardens Zukunft Nr. 32 Siehe Federhofer 1990, S. 230–236. gelesen? In Bezug auf das Tempo in BrahmsKonzert erlaubte ich mir, Herrn Weingartner in der Wiener „Neuen Revue“ zu belasten. In besagtem Aufsatz Die Berliner Philharmoniker aus der Neuen Revue übt Schenker besonders Kritik am Dirigenten Felix Weingartner in Bezug auf das Tempo: „Auch fielen als starke Verstöße gegen Meister Brahms die zu schnellen Tempi in der tragischen Ouverture, sowie im Clavierconcert D-moll auf. Das Gewissen Weingartner’s hat sie zu tragen“ (zit. nach Federhofer 1990, S. 224).

So ist ja recht?

Mit besten Grüßen an Sie und ergebenen Handkuss an Ihre hochgeschätzte Frau Gemahlin zeichne Ihr

Dr. Heinrich Schenker

                                                                
<div xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" type="split"> <note type="shelfmark" place="top-left" resp="#arch_black_2"> <subst><del rend="strikethrough"><handShift new="#arch_black_1"/>Mus.ep. H. Schenker 1 <lb/>(Busoni-Nachl. <handShift new="#arch_red"/>B II<handShift new="#arch_black_1"/>)</del><add place="below"><handShift new="#arch_black_2"/>Mus.Nachl. F. Busoni B II, 4413</add></subst> </note> <opener> <dateline rend="top-right"><date when-iso="1897-05-18">18.V.1897</date></dateline> <salute rend="indent space-above space-below">Hochverehrter Herr!</salute> </opener> <p>Als ich von Ihnen, entzückt über <lb/>Ihre liebenswürdige Aufnahme <lb/><choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> glücklich über Ihr gesprochenes <lb/><choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> geschriebenes Lob meiner Sachen, <lb/>wegging, begab ich mich zu Meister <lb/><persName key="E0300293">Goldmark</persName>. <note type="commentary" resp="#E0300317"><persName key="E0300024">Schenkers</persName> Beziehung zu <persName key="E0300293">Carl Goldmark</persName> ist lediglich durch wenige Aufzeichnungen <persName key="E0300024">Schenkers</persName> bekannt. In seinem Tagebuch notierte er am <date when-iso="1897-02-07">7. Februar 1897</date>: <quote>Besuche bei <persName key="E0300293">Goldberg</persName> und <persName key="E0300478">Brüll</persName>. Günstige, wie es mir scheint auch aufrichtig günstige Beurteilung meiner Kompositionen. Zu <persName key="E0300293">Goldmark</persName> öfter ins <placeName key="E0500538">Café <choice><orig>Landmann</orig><reg>Landtmann</reg></choice></placeName>. Gibt Erinnerungen zum Besten</quote> (zit. nach <bibl><ref target="#E0800079"/>, S. 76</bibl>). Siehe auch <persName key="E0300024">Schenkers</persName> Tagebucheintrag vom <date when-iso="1915-01-03">3. Januar 1915</date> zum Tode <persName key="E0300293">Goldmarks</persName> (<bibl><ref target="#E0800079"/>, S. 76</bibl>). Für <quote>Rücksichten persönlicher Natur</quote> (<bibl><ref target="#E0800079"/>, S. XX</bibl>), die <persName key="E0300024">Schenker</persName> <persName key="E0300293">Goldmark</persName> in seinen Kritiken angedeihen ließ, spricht eine Äußerung <persName key="E0300294">Hardens</persName> gegenüber <persName key="E0300024">Schenker</persName> nach dessen Kritik über <persName key="E0300293">Goldbergs</persName> Oper <title key="E0400441">Das Heimchen am Herd</title>: <quote>Ich möchte Ihnen einmal ganz offen sagen, daß Ihre Kritik über das <rs key="E0400441">Heimchen</rs> der Stein geworden ist, der uns trennt. Es ist so ziemlich der einzige Fall, wo die [Zukunft] sich nach meiner und besserer Musikkenner Ansicht stark kompromittirt hat. Wie war es Ihnen möglich, <rs key="E0400441">dieses abscheuliche, unehrliche Werk</rs> so zu loben?</quote> (<ref type="ext" target="http://www.schenkerdocumentsonline.org/documents/correspondence/OJ-11-42_30.html">Brief <persName key="E0300294">Hardens</persName> an <persName key="E0300024">Schenker</persName> vom <date when-iso="1897-12-02">2. Dezember 1897</date></ref>; siehe auch <bibl><ref target="#E0800208"/></bibl>, in: <bibl><ref target="#E0800122"/>, S. 185–188</bibl>).</note> Ich übergab ihm Ihren Brief <lb/><choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> sagte ihm, Sie wären für <orgName key="E0600023">Peters</orgName>, der <lb/><rs key="E0300293">gute alte Meister</rs> schrieb mir sofort <lb/>eine glänzende, wirklich glänzende Empfeh <lb break="no"/>lung an <orgName key="E0600023">Peters</orgName>, dessen Verlag er allerdings <lb/>nicht ka<choice><abbr>n̅</abbr><expan>nn</expan></choice>te. <note type="commentary" resp="#E0300317">Entgegen dieser Aussage ließ <persName key="E0300293">Goldmark</persName> bereits <date when-iso="1894">1894</date> selbst eines seiner Werke (<title key="E0400412">Scherzo A-Dur op. 45</title>) bei <orgName key="E0600023">Peters</orgName> herausgeben (vgl. <bibl><ref target="#E0800123"/>, S. 256</bibl>). Im Vorwort des <date when-iso="1900">1900</date> erschienenen zweiten Hauptkatalogs von <orgName key="E0600023">Peters</orgName> wird <persName key="E0300293">Carl Goldmark</persName> als Beispiel einer der <quote>Publikationen aus der neueren Literatur</quote> (<bibl><ref target="#E0800124"/>, S. 71</bibl>) genannt.</note> Ich schrieb überdies an <lb/><orgName key="E0600023">Peters</orgName> einen Brief, worin ich ihm Ihr <lb/>schmeichelhaftes Lob über meine Scherzi <lb/><choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> insbesondere <title key="E0400306">Variationen</title>, gleichsam <note type="stamp" place="bottom-center" resp="#dsb_st_red"> <stamp rend="round border align(center) small">Deutsche <lb/>Staatsbibliothek <lb/><placeName key="E0500029"><hi rend="spaced-out">Berlin</hi></placeName></stamp> </note> <note type="foliation" place="bottom-right" resp="#archive">[1]</note> </p></div>
2Faksimile
2Diplomatische Umschrift
2XML

privat, mittheilte. Denken Sie, sofort
traf ein Brief von ihm ein, aus dem ich
entnahm, dass er solches seriöses Zeug
nicht gern nim̅t. Zwei Antwortschreiben des Verlages, datiert auf den 21. April 1897 und 27. April 1897, befinden sich im Schenker-Nachlass des Online Archive of California. Die Variationen ver-
langte er nicht einmal zur Ansicht,
wohl aber die Legende, Scherzi u. die 5 Kl.
Stücke
, die Ihnen so sehr gefallen haben.
Ich merkte auch, dass er die Dinge nur aus
Courtoisie gegen Goldmark zur Ansicht
verlange, ohne die Empfehlung sich sonder-
lich zu Herzen zu nehmen. Nach ein
paar Tagen war meine Verlagswerbung zu
Ende: Peters bedauerte. Mir selbst ist
eigentlich nur die Thatsache peinlich, dass
die Empfehlung des alten Meisters an mir
zu Schanden werden musste. Ich theilte
davon Goldmark nichts mit. Im Uebrigen
glaube ich, Peters gäbe sich wirklich

                                                                
<div xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" type="split"><p type="split"> privat, <choice><orig>mittheilte</orig><reg>mitteilte</reg></choice>. Denken Sie, sofort <lb/>traf ein Brief von ihm ein, aus dem ich <lb/>entnahm, dass er solches seriöses Zeug <lb/>nicht gern ni<choice><abbr>m̅</abbr><expan>mm</expan></choice>t. <note type="commentary" resp="#E0300317">Zwei Antwortschreiben des Verlages, datiert auf den <date when-iso="1897-04-21">21. April 1897</date> und <date when-iso="1897-04-27">27. April 1897</date>, befinden sich im Schenker-Nachlass des Online Archive of California.</note> Die <title key="E0400306">Variationen</title> ver <lb break="no"/>langte er nicht einmal zur Ansicht, <lb/>wohl aber die <title key="E0400305">Legende</title>, <rs key="E0400304">Scherzi</rs> <choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> die <title key="E0400271">5 <choice><orig>Kl. <lb/>Stücke</orig><reg>Klavierstücke</reg></choice></title>, die Ihnen so sehr gefallen haben. <lb/>Ich merkte auch, dass er die Dinge nur aus <lb/>Courtoisie gegen <persName key="E0300293">Goldmark</persName> zur Ansicht <lb/>verlange, ohne die Empfehlung sich sonder <lb break="no"/>lich zu Herzen zu nehmen. Nach ein <lb/>paar Tagen war meine Verlagswerbung zu <lb/>Ende: <orgName key="E0600023">Peters</orgName> bedauerte. Mir selbst ist <lb/>eigentlich nur die <choice><orig>Thatsache</orig><reg>Tatsache</reg></choice> peinlich, dass <lb/>die Empfehlung <rs key="E0300293">des alten Meisters</rs> an mir <lb/><choice><orig>zu Schanden</orig><reg>zuschanden</reg></choice> werden musste. Ich <choice><orig>theilte</orig><reg>teilte</reg></choice> <lb/>davon <persName key="E0300293">Goldmark</persName> nichts mit. Im <choice><orig>Uebrigen</orig><reg>Übrigen</reg></choice> <lb/>glaube ich, <orgName key="E0600023">Peters</orgName> gäbe sich wirklich </p></div>
3Faksimile
3Diplomatische Umschrift
3XML

mit so ganz seriösen Dingen nicht ab. Zu dieser Zeit lag der Verlag C. F. Peters in den Händen von Max Abraham und Henri Hinrichsen. In der Einführung anlässlich des Erscheinens des zweiten Hauptkatalogs im Jahr 1900 schrieb Abraham: „Wenn es auch die Edition Peters als ihre Hauptaufgabe betrachtete, die Werke der älteren Meister in möglichst geschlossener Reihe in correcten Ausgaben zu publicieren, so verschloss sie sich doch nicht ganz gegen das Schaffen der modernen Meister (zit. nach Molkenbur 2001, S. 71) und benennt dort u. a. Smetana, Anton Rubinstein, Carl Loewe, Brahms, d’Albert, Wagner und Goldmark (vgl. ibid., S. 49–54), welche aber, im Gegensatz zu Schenker, zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichungen bei Peters bereits als Komponisten bekannt waren.

Mitten in meine Deprimirtheit kam zufällig
ein herzlicher, sehr herzlicher Brief von D’Albert,
der aus Heidelberg mir mittheilt, dass er
den kom̅enden Winter ganz bestim̅t von mir
etwas spielt. Auszug aus dem Brief d’Alberts an Schenker vom 8. Mai 1897 aus Heidelberg:
 „Wenn ich nur alles so bestimmt wüßte, wie, daß ich Ihre Compositionen spielen werde! – Ich hätte es schon längst gethan, fand jedoch nicht fünf Minuten zum Einstudiren. Nachdem ich Wien verließ, war ich in Rußland, dann hatte ich ununterbrochen Proben zu ‚Gernot‘ – hoffentlich hört die Unruhe bald auf, damit ich mich erholen kann, – das Erste soll dann das Auswendiglernen Ihrer Stücke sein. Im kommenden Winter spiele ich Sie gewiß, – nicht Ihnen, sondern mir zu Liebe“ (zit. nach Federhofer 1985, S. 61). Er lud mich nach Man̅heim
ein, Vom 27. Mai bis 2. Juni 1897 fand in Mannheim die 33. Deutsche Tonkünstlerversammlung statt. wo wir Vieles besprechen kön̅ten. Vielleicht
erscheine ich dort mit meinem Freund Rosé,
der Quartett (natürlich mit noch anderen
3en) spielt. Auch Sie treffe ich doch?
Wie würde ich mich darüber freuen?

Sie thaten mir sehr, sehr wohl, nicht,
weil sie lobten, sondern durch die Art,
wie Sie lobten.

Nun, wie Sie sehen, bin ich in der Lage, erst
die Manuscripte von mir, die Sie am liebsten
sehen haben mochten, zu senden. Es wäre besser,
wenn ich die Sachen gedruckt Ihnen schicken
kön̅te! Aber was thun? Wissen Sie einen Nachlaß Busoni [2]

                                                                
<div xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" type="split"><p type="split"> mit so ganz seriösen Dingen nicht ab. <note type="commentary" resp="#E0300317">Zu dieser Zeit lag der Verlag <orgName key="E0600023">C. F. Peters</orgName> in den Händen von <persName key="E0300481">Max Abraham</persName> und <persName key="E0300482">Henri Hinrichsen</persName>. In der Einführung anlässlich des Erscheinens des zweiten Hauptkatalogs im Jahr <date when-iso="1900">1900</date> schrieb <persName key="E0300481">Abraham</persName>: <quote>Wenn es auch die <orgName key="E0600023">Edition Peters</orgName> als ihre Hauptaufgabe betrachtete, die Werke der älteren Meister in möglichst geschlossener Reihe in correcten Ausgaben zu publicieren, so verschloss sie sich doch nicht ganz gegen das Schaffen der modernen <hi rend="spaced-out">Meister</hi></quote> (zit. nach <bibl><ref target="#E0800124"/>, S. 71</bibl>) und benennt dort u. a. <persName key="E0300480">Smetana</persName>, <persName key="E0300176">Anton Rubinstein</persName>, <persName key="E0300477">Carl Loewe</persName>, <persName key="E0300009">Brahms</persName>, <persName key="E0300143">d’Albert</persName>, <persName key="E0300006">Wagner</persName> und <persName key="E0300293">Goldmark</persName> (vgl. <bibl><ref target="#E0800124"/>, S. 49–54</bibl>), welche aber, im Gegensatz zu <persName key="E0300024">Schenker</persName>, zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichungen bei <orgName key="E0600023">Peters</orgName> bereits als Komponisten bekannt waren.</note> </p> <p>Mitten in meine <choice><orig>Deprimirtheit</orig><reg>Deprimiertheit</reg></choice> kam zufällig <lb/>ein herzlicher, sehr herzlicher <ref type="..." target="...">Brief</ref> von <persName key="E0300143"><choice><orig>D’Albert</orig><reg>d’Albert</reg></choice></persName>, <lb/>der aus <placeName key="E0500294">Heidelberg</placeName> mir <choice><orig>mittheilt</orig><reg>mitteilt</reg></choice>, dass er <lb/>den ko<choice><abbr>m̅</abbr><expan>mm</expan></choice>enden Winter ganz besti<choice><abbr>m̅</abbr><expan>mm</expan></choice>t von mir <lb/>etwas spielt. <note type="commentary" resp="#E0300317">Auszug aus dem Brief <persName key="E0300143">d’Alberts</persName> an <persName key="E0300024">Schenker</persName> vom <date when-iso="1897-05-08">8. Mai 1897</date> aus <placeName key="E0500294">Heidelberg</placeName>:&#x2028; <quote>Wenn ich nur alles so bestimmt wüßte, wie, daß ich Ihre Compositionen spielen werde! – Ich hätte es schon längst gethan, fand jedoch nicht fünf Minuten zum Einstudiren. Nachdem ich <placeName key="E0500002">Wien</placeName> verließ, war ich in <placeName key="E0500547">Rußland</placeName>, dann hatte ich ununterbrochen Proben zu <title key="E0400301" rend="sq-du">Gernot</title> – hoffentlich hört die Unruhe bald auf, damit ich mich erholen kann, – das Erste soll dann das Auswendiglernen Ihrer Stücke sein. Im kommenden Winter spiele ich Sie gewiß, – nicht Ihnen, sondern mir zu Liebe</quote> (zit. nach <bibl><ref target="#E0800079"/>, S. 61</bibl>).</note> Er lud mich nach <placeName key="E0500108">Ma<choice><abbr>n̅</abbr><expan>nn</expan></choice>heim</placeName> <lb/>ein, <note type="commentary" resp="#E0300317">Vom <date when-iso="1897-05-27/1897-06-02">27. Mai bis 2. Juni 1897</date> fand in <placeName key="E0500108">Mannheim</placeName> die 33. <rs key="E0300476">Deutsche Tonkünstlerversammlung</rs> statt.</note> wo wir <choice><orig>V</orig><reg>v</reg></choice>ieles besprechen kö<choice><abbr>n̅</abbr><expan>nn</expan></choice>ten. Vielleicht <lb/>erscheine ich dort mit meinem Freund <persName key="E0300074">Rosé</persName>, <lb/>der <orgName key="E0600015">Quartett</orgName> (natürlich mit noch anderen <lb/><choice><orig>3en</orig><reg>dreien</reg></choice>) spielt. Auch Sie treffe ich doch? <lb/>Wie würde ich mich darüber freuen?</p> <p>Sie <choice><orig>thaten</orig><reg>taten</reg></choice> mir sehr, sehr wohl, nicht, <lb/>weil sie lobten, sondern durch die Art, <lb/>wie Sie lobten.</p> <p>Nun, wie Sie sehen, bin ich in der Lage, erst <lb/>die <choice><orig>Manuscripte</orig><reg>Manuskripte</reg></choice> von mir, die Sie am liebsten <lb/><del rend="strikethrough">sehen</del> haben mochten, zu senden. Es wäre besser, <lb/>wenn ich die Sachen gedruckt Ihnen schicken <lb/>kö<choice><abbr>n̅</abbr><expan>nn</expan></choice>te! Aber was <choice><orig>thun</orig><reg>tun</reg></choice>? Wissen Sie einen <note type="stamp" place="bottom-right" resp="#sbb_st_blue"> <stamp>Nachlaß Busoni</stamp> </note> <note type="foliation" place="bottom-right" resp="#archive">[2]</note> </p></div>
4Faksimile
4Diplomatische Umschrift
4XML

Verleger, wollten Sie mich an ihn
empfehlen? Etwa Kistner, Rieter-Bie-
dermann
, Aibl, Simrock? Was denken
Sie darüber? Oder vielleicht soll ich mit
einer Empfehlung von Ihnen auf der Reise
bei einigen Verlegern hausiren gehen?

Goldmark freute sich sehr darüber, dass
Sie so herzlich versprachen, mir zu helfen,
u. Etwas von mir zu spielen. Wenn Sie
es thun, so ist es mir sicher geholfen!
Verzeihen Sie die lange Epistel, aber es war,
da ich Goldmark nicht mehr angehen wollte,
nothwendig Ihnen alles zu sagen, die Sie so
herzlich zu mir waren.

Haben Sie vielleicht zufällig meinen Aufsatz
über Brahms
in Harden’s Zukunft No 32 Siehe Federhofer 1990, S. 230–236.
gelesen? In Bezug auf das Tempo in
BrahmsConzert erlaubte ich mir, Herrn Weingartner
in der Wiener „Neuen Revue“ zu belasten. In besagtem Aufsatz Die Berliner Philharmoniker aus der Neuen Revue übt Schenker besonders Kritik am Dirigenten Felix Weingartner in Bezug auf das Tempo: „Auch fielen als starke Verstöße gegen Meister Brahms die zu schnellen Tempi in der tragischen Ouverture, sowie im Clavierconcert D-moll auf. Das Gewissen Weingartner’s hat sie zu tragen“ (zit. nach Federhofer 1990, S. 224).

So ist ja recht?

Mit besten Grüssen an Sie
u. ergebenen Handkuss an Ihre hochg. Frau Gemahlin
zeichne Ihr

Dr. Heinrich Schenker

                                                                
<div xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" type="split"><p type="split"> Verleger, wollten Sie mich an ihn <lb/>empfehlen? Etwa <orgName key="E0600061">Kistner</orgName>, <orgName key="E0600066">Rieter-Bie <lb break="no"/>dermann</orgName>, <orgName key="E0600060">Aibl</orgName>, <orgName key="E0600039">Simrock</orgName>? Was denken <lb/>Sie darüber? Oder vielleicht soll ich mit <lb/>einer Empfehlung von Ihnen auf der Reise <lb/>bei einigen Verlegern <choice><orig>hausiren</orig><reg>hausieren</reg></choice> gehen?</p> <p><persName key="E0300293">Goldmark</persName> freute sich sehr darüber, dass <lb/>Sie so herzlich versprachen, mir zu helfen<orig>,</orig> <lb/><choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> <choice><orig>Etwas</orig><reg>etwas</reg></choice> von mir zu spielen. Wenn Sie <lb/>es <choice><orig>thun</orig><reg>tun</reg></choice>, so ist <del rend="strikethrough">es</del> mir sicher geholfen! <lb/>Verzeihen Sie die lange Epistel, aber es war, <lb/>da ich <persName key="E0300293">Goldmark</persName> nicht mehr angehen wollte, <lb/><choice><orig>nothwendig</orig><reg>notwendig,</reg></choice> Ihnen alles zu sagen, die Sie so <lb/>herzlich zu mir waren.</p> <p>Haben Sie vielleicht zufällig meinen <rs key="E0800212">Aufsatz <lb/>über <persName key="E0300009">Brahms</persName></rs> in <persName key="E0300294">Harden<orig>’</orig>s</persName> <orgName key="E0600057">Zukunft</orgName> N<choice><orig><seg rend="sup small">o</seg></orig><reg>r.</reg></choice> 32 <note type="commentary" resp="#E0300317">Siehe <bibl><ref target="#E0800122"/>, S. 230–236.</bibl></note> <lb/>gelesen? In Bezug auf das Tempo in <lb/><persName key="E0300009">Brahms</persName>’ <choice><orig><rs key="E0400303">Conzert</rs></orig><reg><rs key="E0400303">Konzert</rs></reg></choice> erlaubte ich mir, <persName key="E0300026">Herrn Weingartner</persName> <lb/>in der <placeName key="E0500002">Wiener</placeName> <orgName key="E0600123" rend="dq-du">Neuen Revue</orgName> zu belasten. <note type="commentary" resp="#E0300317">In besagtem Aufsatz <title key="E0800210">Die Berliner Philharmoniker</title> aus der <orgName key="E0600123">Neuen Revue</orgName> übt <persName key="E0300024">Schenker</persName> besonders Kritik am Dirigenten <persName key="E0300026">Felix Weingartner</persName> in Bezug auf das Tempo: <quote>Auch fielen als starke Verstöße gegen Meister <persName key="E0300009">Brahms</persName> die zu schnellen Tempi in der <title key="E0400414">tragischen Ouverture</title>, sowie im <title key="E0400303">Clavierconcert D-moll</title> auf. Das Gewissen <persName key="E0300026">Weingartner’s</persName> hat sie zu tragen</quote> (zit. nach <bibl><ref target="#E0800122"/>, S. 224</bibl>).</note> </p> <p>So ist ja recht? </p> <closer> <salute rend="inline">Mit besten <choice><orig>Grüssen</orig><reg>Grüßen</reg></choice> an Sie <lb/><choice><abbr>u.</abbr><expan>und</expan></choice> ergebenen Handkuss an Ihre <choice><abbr>hochg.</abbr><expan>hochgeschätzte</expan></choice> <rs key="E0300059">Frau Gemahlin</rs> <lb/><seg rend="align(center)">zeichne Ihr</seg></salute> <!-- Telegrammstil am Briefende öfter, weggelassees "ich"/"t", laxe Grammatik – besser so lassen und berichten (mögliche Ergänzung wäre «zeichne [ich als] Ihr» --> <signed rend="align(right)"><persName key="E0300024">Dr. Heinrich Schenker</persName></signed></closer> </div>
5Faksimile
5Diplomatische Umschrift
5XML
[…] Papier fehlt.
a […] Papier fehlt.
Transkription unsicher: überschrieben. 18.[…] Papier fehlt.
6-7N
Herrn
Feruccio Busoni
Komponist
Berlin. W.
Tauenzienstr. 1̇0
1
                                                                <note xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" type="stamp" place="top-right" resp="#post">
                                <stamp xml:id="post_abs" rend="round border align(center)">
                                    <gap reason="paper-missing"/>
                                    <lb rend="align(left)"/>a <gap reason="paper-missing"/>
                                    <lb/><date><unclear cert="high" reason="overwritten">18.</unclear><gap reason="paper-missing"/></date>
                                    <lb/>6-7N
                                </stamp>
                            </note>
                                                                
<address xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" rend="align(center)"> <addrLine rend="top-left">Herrn</addrLine> <addrLine rend="indent"><persName key="E0300017"><choice><orig>Feruccio</orig><reg>Ferruccio</reg></choice> Busoni</persName></addrLine> <addrLine rend="indent">Komponist</addrLine> <addrLine rend="indent"><placeName key="E0500029">Berlin</placeName>. W.</addrLine> <addrLine><placeName key="E0500359"><choice><sic>Tauenzienstr</sic><corr>Tauentzienstr</corr></choice>. <choice><orig>1̇0</orig><reg>10</reg></choice></placeName></addrLine> </address>
<note xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" type="foliation" place="bottom-left" resp="#archive">1</note>
6Faksimile
6Diplomatische Umschrift
6XML
Schenker
Bestellt
vom
Postam[te] […] wenig Tinte.
19[.]5[.][…] unleserlich.
1¾-2¾N
Mus.Nachl. F. Busoni B II, 4413-Beil.
18.5.1897
o. Marke
Nachlaß Busoni B II
Mus.ep. H. Schenker 1
                                                                <note xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" type="annotation" resp="#unknown_hand" rend="align(center)" place="top-left"><persName key="E0300024">Schenker</persName></note>
                                                                <note xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" type="stamp" place="right" resp="#post_2">
                                <stamp xml:id="post_rec" rend="round border align(center)">Bestellt
                                    <lb/>vom
                                    <lb/>Postam<supplied>te</supplied> <gap reason="low-ink"/>
                                    <lb/><date>19<supplied reason="low-ink">.</supplied>5<supplied reason="low-ink">.</supplied><gap reason="illegible"/></date>
                                    <lb/>1¾-2¾N
                                </stamp>
                            </note>
                                                                <note xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" type="shelfmark" resp="#arch_black_2" place="center">
                                <add xml:id="addSig">Mus.Nachl. F. Busoni B II, 4413-Beil.</add>
                            </note>
                                                                <note xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" type="dating" resp="#arch_black_1" place="margin-right" xml:id="arch_date">
                                <date when-iso="1897-05-18">18.5.1897</date>
                                <lb/>o. Marke</note>
                                                                <note xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" type="shelfmark" resp="#arch_black_1" place="center">
                                <del xml:id="delSig" rend="strikethrough" resp="#arch_black_2"><stamp resp="#sbb_st_blue">Nachlaß Busoni <handShift new="#arch_red"/>B II</stamp>
                                    <handShift new="#arch_black_1"/>Mus.ep. H. Schenker 1
                                </del>
                            </note>
                                                                <substJoin xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" target="#addSig #delSig"/>