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Berlin 31 Aug 97.

Sehr verehrter
Herr Doctor.

Ich bin hocherfreut über
die günstige Wendung
der Verlagsangelegenheit u.
wünsche Ihnen einen
ersten Erfolg, dem
noch weitere ungezählte
folgen mögen, aufrichtig-
sten Herzens.

Würden Sie, wie ich jetzt
zu bemerken glauben,
auf Honorar Verzicht
geleistet haben, so waere
die Gewinnung des
Hauses Breitkopf u.
Haertel
für die Übernahme

Berlin, 31. Aug. 97.

Sehr verehrter Herr Doktor.

Ich bin hocherfreut über die günstige Wendung der Verlagsangelegenheit und wünsche Ihnen einen ersten Erfolg, dem noch weitere ungezählte folgen mögen, aufrichtigsten Herzens.

Würden Sie, wie ich jetzt zu bemerken glaube, auf Honorar Verzicht geleistet haben, so wäre die Gewinnung des Hauses Breitkopf & Härtel für die Übernahme des Verlages und auch der Druckkosten eines Ihrer Werke vielleicht nicht gar so schwierig gewesen.

Aber auch unter den jetzt gegebenen „glatteren“ Umständen würde es nicht unratsam sein, am Fuße Ihrer Kompositionen den Namen dieser Weltfirma Breitkopf & Härtel unterhielten zu diesem Zeitpunkt bereits Filialen in Brüssel, London und New York (vgl. Elvers 1986, S. 21 f.). zu setzen, wozu Breitkopf & Härtel, bei guten Werken, gegen Bezahlung der Spesen, bisweilen bereit gewesen sind.

Ich soll am 16. Dezember in Wien spielen In der Neuen Freien Presse findet sich am Donnerstag, den 16. Dezember 1897 eine Anzeige für das Konzert Busonis (N. N. 1897a). Vgl. die Kritik des Konzerts in den Wiener Neuesten Nachrichten vom 20. Dezember 1897 (N. N. 1897b). und werde voraussichtlich dort mehrere Tage verweilen.

Meine Ratschläge betreffs der Klaviersachen sind nicht kompositioneller Art: Dieser Art bedarf ein Künstler Ihresgleichen keine mehr.

Höchstens hatte ich im Sinne einige klaviertechnische Änderungen vorzuschlagen, welche das Spiel geschmeidiger gestalten sollten.

Die Verwandlung der drei Stücke in eine einzige Fantasie; diese meine allgemeine Idee organisch zu gestalten, ist Ihre eigenste Aufgabe, bei welcher ein künstlerisches Vergnügen Ihrerseits nicht ausgeschlossen ist.

Wenn Sie glauben, bis Dezember warten zu können, so werden wir die kleine interessante Besprechung mündlich vornehmen, anderseits würde ich mich bemühen, den weniger deutlichen und überzeugungsfähigen Weg der schriftlichen Mitteilung einzuschlagen.

Indessen seien Sie freundlichst begrüßt von Ihrem aufrichtigen und freundschaftlichst ergebenen

                                                                
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„glatteren“ Umstaenden
würde es nicht
unrathsam sein
am Fuße Ihrer
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Namen dieser Welt-
firma Breitkopf & Härtel unterhielten zu diesem Zeitpunkt bereits Filialen in Brüssel, London und New York (vgl. Elvers 1986, S. 21 f.). zu setzen, wozu
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Ich soll am 16. Dec. in
Wien spielen In der Neuen Freien Presse findet sich am Donnerstag, den 16. Dezember 1897 eine Anzeige für das Konzert Busonis (N. N. 1897a). Vgl. die Kritik des Konzerts in den Wiener Neuesten Nachrichten vom 20. Dezember 1897 (N. N. 1897b). u. werde
voraussichtlich dort mehrere
Tage verweilen.

Meine Rathschläge
betreff[s] der Claviersachen
sind nicht compositioneller
Art: dieser Art bedarf
ein Künstler Ihresgleichen
keine mehr.

Höchstens hatte ich im
Sinne einige Clavier-
technische Aenderungen
vorzuschlagen, welche
das Spiel geschmeidiger
gestalten sollten.

                                                                
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Die Verwandlungen
der drei Stücke in eine
einzige Fantasie;
diese meine allgemeine
Idee organisch zu gestalten
ist Ihre eigenste Aufgabe,
bei welcher ein künstleri-
sches Vergnügen Ihrer-
seits nicht ausgeschloßen
ist.

Wenn Sie glauben
bis Dec. warten zu koennen
so werden wir die
kleine intereßante
Besprechung mündlich
vornehmen, anderseits
würde ich mich bemühen,
den weniger deutlichen
und überzeugungsfähigen
Wege der schriftlichen
[am linken Rand, quer:]
Mittheilung einzuschlagen. Indessen seien
Sie freundlichst begrüsst von Ihrem
aufrichtigen u. freundschaftlichst ergebenen

                                                                
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