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Mus.ep. R. Freund 25 (Busoni-Nachl. B II )
Mus.Nachl. F. Busoni B II, 1714
[1]
21/4 [1908]

Lieber Freund! Eben von
Bpest zurück, finde ich
Ihre Photographien u. den
Macbeth. Für Letzteren
danke ich Ihnen besonders.
Jemand, dem alles Technische
der bildenden Kunst
so fremd ist, wie mir kan̅
nur von “Eindrücken” reden.
Und ich habe den Eindruck
dass es eine ausserordentliche
Talentprobe für einen
Fünfzehnjährigen
ist. – Offenbar ist eine Zeichnung von Busonis Sohn Benvenuto „Benni“ gemeint, der zu dieser Zeit 15 Jahre alt und später als Graphiker tätig war.

Nun bin ich auf die
Elegien gespan̅t, die ich
bestellt, aber noch nicht Deutsche
Staatsbibliothek
Berlin

Lieber Freund!

Eben von Budapest zurück, finde ich Ihre Photographien und den Macbeth. Für Letzteren danke ich Ihnen besonders. Jemand, dem alles Technische der bildenden Kunst so fremd ist wie mir, kann nur von „Eindrücken“ reden. Und ich habe den Eindruck, dass es eine außerordentliche Talentprobe für einen Fünfzehnjährigen ist. – Offenbar ist eine Zeichnung von Busonis Sohn Benvenuto „Benni“ gemeint, der zu dieser Zeit 15 Jahre alt und später als Graphiker tätig war.

Nun bin ich auf die Elegien gespannt, die ich bestellt, aber noch nicht erhalten. – In einem Brief an seine Frau vermerkt Busoni am 7. Mai 1908 sodann: R. Freund schreibt fein über die Elegien (Busoni / Weindel 2015, S. 412).

Von ihrem Pariser Triumph habe ich mit Freude gelesen. —

Mit herzlichsten Grüßen von uns Beiden an Ihre liebe Frau und Sie selbst, bin ich

Ihr R. Freund

                                                                
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erhalten. – In einem Brief an seine Frau vermerkt Busoni am 7. Mai 1908 sodann: R. Freund schreibt fein über die Elegien (Busoni / Weindel 2015, S. 412).

Von ihrem Pariser Triumph habe ich mit
Freude gelesen. —

Mit herzlichsten Grüssen von uns Beiden an
Ihre l. Frau u. Sie selbst, bin ich

Ihr
R. Freund

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