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27.

Verehrtester Künstler u. Freund,

Suter schrieb mir
einen gewandten Brief, in freundlichem
Tone gehalten; auf den ich einen er-
wiederte, von dem ich gern hätte, dass Sie
esihn läsen. – Wenn ich mich erdreistete
über M· R· öffentlich zu debattieren,
so würde man mir den “Italiener” und
den “Virtuosen” in’s Gesicht zurückschlagen.
Überdies las ich bei Villiers de l’Isle
Adam
, dass wenn ein Mann von
einigem Gewicht Einen angreift, auf
den Angegriffenen Etwas von dem Glanze
fällt, der vom Angreifer ausgeht.
(Er drückt dieses besser aus.)
Jedoch, ich danke Ihnen für das Vertrauen.
Der KlavierAbend vom 21. (nicht 20.) „(nicht 20.)“ ist bei Refardt 1939 (21) ausgelassen. ist
von den dreien der weniger bedeutsame,
doch wird Ihre Gegenwart das ausgleichen.
Lieber hätte ich Sie am LisztAbend bei mir
begrüsst, doch hoffe ich noch immer, dass
derselbe in Basel sich auch ereigne.

Ihr herzlichst verehrungsvoller

F. Busoni

Zürich 2. November 1916.

Verehrtester Künstler und Freund,

Suter schrieb mir einen gewandten Brief, in freundlichem Tone gehalten; auf den ich einen erwiderte, von dem ich gern hätte, dass Sie ihn läsen. – Wenn ich mich erdreistete, über M. R. öffentlich zu debattieren, so würde man mir den „Italiener“ und den „Virtuosen“ ins Gesicht zurückschlagen. Überdies las ich bei Villiers de l’Isle-Adam, dass wenn ein Mann von einigem Gewicht einen angreift, auf den Angegriffenen etwas von dem Glanze fällt, der vom Angreifer ausgeht. (Er drückt dieses besser aus.) Jedoch, ich danke Ihnen für das Vertrauen. Der Klavierabend vom 21. (nicht 20.) ist von den dreien der weniger bedeutsame, doch wird Ihre Gegenwart das ausgleichen. Lieber hätte ich Sie am Liszt-Abend bei mir begrüßt, doch hoffe ich noch immer, dass derselbe in Basel sich auch ereigne.

Ihr herzlichst verehrungsvoller

F. Busoni

Zürich, 2. November 1916.
                                                                
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