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[1]
Mus.ep. F. Busoni 43
(Busoni-Nachl. B II)
Mus.Nachl. F. Busoni B I, 540
Deutsche
Staatsbibliothek
Berlin

Verehrter Freund.

Ja, ich bin sicher, dass
ich Ihnen schrieb u. re-
kom̅andirt. Der letzte
Brief von Ihnen
sagte,
dass Sie gern einmal
eingehender mit mir
über die Brahmsfrage
sprechen möchten. Dass
Sie dass aber von mir
Schriftliches darüber
nicht beanspruchten
u. Ihnen die Braut-
wahl
wichtiger waere.
Darauf setzte ich mich
sofort hin u. begründete
meine Bedenken gegen
Brahms, recht
ausführlich

Verehrter Freund.

Ja, ich bin sicher, dass ich Ihnen schrieb, und rekommandiert. Der letzte Brief von Ihnen sagte, dass Sie gern einmal eingehender mit mir über die Brahms-Frage sprechen möchten. Dass Sie aber von mir Schriftliches darüber nicht beanspruchten und Ihnen die Brautwahl wichtiger wäre. Darauf setzte ich mich sofort hin und begründete meine Bedenken gegen Brahms, recht ausführlich und gewissenhaft.

Ihre Frage heute ließ mich zweifeln, ob ich den Brief eingeschrieben hätte, aber meine Wirtschafterin, die ihn besorgte, erinnnerte sich genau. Sie hat viele Jahre in einer Familie Freund gedient, und der Name fiel ihr natürlich auf.

Die Hauptsache ist, dass Sie nichts gegen mich haben.

Danke für Ihre guten Worte.

Grüßen Sie Ihre verehrte Frau, auch Etel und Frau Irma. –

Mit Andreae hoffe ich selbst herzlich mich zu einen: mein Sekretär, der alle Daten im Sack hat, war mir inzwischen auf zwei Wochen verschollen.

Ich drücke Ihnen herzlichst die Hand.

Ihr sehr ergebener

F Busoni

Wien, 24. Juni 1908.
                                                                
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2Diplomatische Umschrift
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[2] und gewissenhaft.

Ihre Frage heute
liess mich zweifeln ob
ich den Brief einge-
schrieben hätte, aber
meine Wirthschafterin,
die ihn besorgte, erinn̅erte
sich genau. Sie hat
viele Jahre in einer
Familie Freund gedient
u. der Name fiel ihr
natürlich auf.

Die Hauptsache
ist, dass Sie Nichts
gegen mich haben.

Danke für Ihre
guten Worte.

                                                                
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Grüssen Sie Ihre verehrte
Frau
, auch Etel und Frau
Irma. –

Mit Andreae hoffe ich selbst
herzlich mich zu einen: mein
Sekräter, der alle Daten im Sack
hat, war mir inzwischen auf 2
Wochen verschollen.

Ich drücke Ihnen herzlichst
die Hand.

Ihr sehr ergb.

F Busoni
                                                                
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Wien,
24 Juni. 1908.
Deutsche
Staatsbibliothek
Berlin
Nachlaß Busoni
                                                                
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Wien […] mindestens 1 Zeichen: wenig Tinte. 1
[…] mindestens 4 Zeichen: wenig Tinte. 08
[…] mindestens 2 Zeichen: wenig Tinte. V
Deutsche
Staatsbibliothek
Berlin
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Zürich 1
25.VI.08.–3
Brieftrgr.
Mus.Nachl. F. Busoni B I, 540-Beil.
24. Juni 1908
Nachlaß Busoni B I
m. 1 Marke
Mus.ep. F. Busoni 43
                                                                <note xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" type="stamp" place="right" resp="#post">
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