Ferruccio Busoni an Hans Huber arrow_backarrow_forward

Zürich · 15. Februar 1917

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43.
15. F. 1917.

Verehrtester u. Lieber
Doktor,
die mitfolg-
ende Part. kann ich Ihnen leider
nur “zur Ansicht” schicken: eine
Bedingung, die keine Hast voraus-
setzt, mir aber durch die Knappheit
des Materials geboten ist. – Ich nehme
eitlerweise an, dass das Stück Sie
relativerweise interessieren könnte.

Sie, jedenfalls, mehr
als andere Basler, von denen
Einer nicht einmal die Höflichkeit
hatte, den Empfang einer kostspiel-
igen Partitur anzuzeigen.

Durch solche u. verwandte
Erfahrungen stolz-bescheiden geworden, arbeite ich immer stiller
für mich weiter u. wende mich gelegent-
lich nur an Solche, von denen ich
weiss, dass Vorurtheilslosigkeit, Liebe zur
Kunst u. Menschlichkeit sie beseelen;
[…] 1 Wort: unleserlich. als zweites Refugium bleibt mir die willige
Jugend. – Sie vereinen die Beiden u.
darum bitte ich Sie, sich das Werkchen
anzusehen.

Ihr getreuer

F. Busoni

15. F. 1917.

Verehrtester und lieber Doktor, die mitfolgende Partitur kann ich Ihnen leider nur „zur Ansicht“ schicken: eine Bedingung, die keine Hast voraussetzt, mir aber durch die Knappheit des Materials geboten ist. – Ich nehme eitlerweise an, dass das Stück Sie relativerweise interessieren könnte.

Sie, jedenfalls, mehr als andere Basler, von denen einer nicht einmal die Höflichkeit hatte, den Empfang einer kostspieligen Partitur anzuzeigen.

Durch solche und verwandte Erfahrungen stolz-bescheiden geworden, arbeite ich immer stiller für mich weiter und wende mich gelegentlich nur an solche, von denen ich weiß, dass Vorurteilslosigkeit, Liebe zur Kunst und Menschlichkeit sie beseelen; als zweites Refugium bleibt mir die willige Jugend. – Sie vereinen die Beiden, und darum bitte ich Sie, sich das Werkchen anzusehen.

Ihr getreuer

F. Busoni

                                                                
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Überlieferung
Schweiz | Basel | Universitätsbibliothek | NL 30 : 22:A-H:16
Zustand
Der Brief ist gut erhalten.
Umfang
1 Blatt, 1 beschriebene Seite
Hände/Stempel
  • Hand des Absenders Ferruccio Busoni, Brieftext in schwarzer Tinte, in lateinischer Schreibschrift.
  • Hand des Archivars, der die Nummerierung innerhalb des Briefwechsels mit Bleistift eingetragen hat.
Bildquelle
Universitätsbibliothek: 12

Incipit
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Inhaltlich Verantwortliche
Christian Schaper Ullrich Scheideler
bearbeitet von
unter Mitarbeit von
Stand
24. August 2017: in Bearbeitung (in der Erfassungs-/Codierungsphase)
Stellung in diesem Briefwechsel
Vorausgehend Folgend
Benachbart in der Gesamtedition
Frühere Ausgaben
Refardt 1939, S. 26

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