Editionsrichtlinien

Stand: (in Bearbeitung)

1. 1 Einleitung

1. 1. 1 Über die digitale Edition «Ferruccio Busoni – Briefe und Schriften»

Der italienische Komponist, Pianist und Musikschriftsteller Ferruccio Busoni (1866–1924) lebte seit 1894 in Berlin; seine Wohnung am Viktoria-Luise-Platz gab er auch während des kriegsbedingten Exils in Zürich (1916–1920) nicht auf. Sein Nachlass, der in der Staatsbibliothek zu Berlin · Preußischer Kulturbesitz aufbewahrt wird, umfasst insgesamt mehr als 8.000 Briefe, daneben u. a. Noten- und Text-Manuskripte, Konzertprogramme, Kritiken, biograpisches Material, Bilder und Portraits. Im Ausgang von diesem Korpus erscheinen hier in digitaler Edition nach und nach Briefwechsel und Schriften von und um Ferruccio Busoni.

Die Erfassung der Texte begann im Rahmen eines Seminars am Institut für Musikwissenschaft und Medienwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin: «Der Nachlass Ferruccio Busonis in der Staatsbibliothek zu Berlin: digitale Textedition ausgewählter Quellen mit TEI» (Wintersemester 2015/16, Leitung: Christian Schaper, Ullrich Scheideler).

Eine erste Version der nach wie vor inhaltlich und technisch im Aufbau befindlichen Website wurde zur Eröffnung der Ausstellung «BUSONI – Freiheit für die Tonkunst» (Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek) am 4. September 2016 veröffentlicht.

Ermöglicht wurde das Projekt durch eine Förderung im Rahmen des Programms 2015 für digitale Medien in Forschung, Lehre und Studium der Medienkommission des Akademischen Senats der Humboldt-Universität zu Berlin.

1. 1. 2 Über dieses Dokument

Dieses Dokument benennt und erläutert im ersten Teil die für die Editionsarbeit in diesem Projekt grundlegenden Entscheidungen (Editionsrichtlinien). Der zweite Teil behandelt die Art und Weise der Adaption des für die Erfassung verwendeten Standards TEI P5 der Text Encoding Initiative (Codierungs-Leitfaden).

1. 1. 3 Referenzprojekte

Die folgenden Richtlinien greifen im Großen wie im Kleinen immer wieder auf Lösungen zurück, die in anderen Projekten entwickelt wurden. Dazu zählen insbesondere:

1. 1. 4 Lizenz

Die vorliegenden Richtlinien sind lizenziert gemäß CC BY-NC-SA 4.0.

1. 2 Grundlegende Entscheidungen für Edition und Kodierung

Die Textkorpora werden in verschiedenen Ansichten zugänglich gemacht, die frei zu einer Synopse kombiniert werden können:

  • im Faksimile
  • in diplomatischer Umschrift (zeichen- und zeilengenau, inkl. Dokumentation von Überarbeitungen)
  • in einer Lesefassung, die Orthographie, Interpunktion und Layout regularisiert

Ein umfangreicher Kommentar begleitet die Textdarstellung. Im kritischen Apparat sind zusätzliche Informationen zuschaltbar:

  • der erläuternde Stellenkommentar
  • die Quellenbeschreibung
  • eine Übersicht zu erwähnten Personen, Werken, Orten und Institutionen
  • Hinweise zu unsicheren Lesarten
  • Abweichungen von bisherigen Editionen

Die Codierung der Quellen erfolgt auf der Grundlage des Standards TEI P5 der Text Encoding Initiative. Codiert werden grundsätzlich immer Eigenschaften der Quelle selbst, nicht die der bezweckten Darstellung in der Edition. Der Standard TEI P5 wird an keiner Stelle durch eigene Elemente erweitert.

1. 2. 1 Ansichten

1. 2. 1. 1 Faksimile

[noch zu spezifizieren]

1. 2. 1. 2 Diplomatische Umschrift

Diese Ansicht dient dem Zweck, schnelle Leseorientierung auf dem Faksimile zu ermöglichen, bei dessen Entzifferung zu helfen und eine möglichst originalgetreue Wiedergabe des Inhalts zu leisten. Die Anordnung der Vorlage wird daher möglichst weitgehend gewahrt, insbesondere der Zeilenfall und die ungefähre Position und Ausrichtung der einzelnen Elemente. Der Dokumentinhalt wird zeichengenau wiedergegeben, einschließlich aller orthographischen Eigenheiten des Schreibers sowie aller Streichungen, Änderungen und Fehler (soweit entzifferbar).

Der Medienwechsel bei der Erfassung von analoger Handschrift mit den Mitteln digitaler Zeichensätze macht gewisse Vereinheitlichungen unumgänglich. Eine um besondere Detailgenauigkeit bemühte Transkription erscheint in manchen Punkten als unverhältnismäßig aufwendig und insofern wenig sinnvoll. In unserer diplomatischen Umschrift wird daher u.  wie folgt vereinheitlicht:

  • Strichlängen von Gedankenstrichen: Wir reduzieren die handschrifttypische Vielfalt auf die zwei gängigen Längen bzw. Funktionen. Der kürzere Gedankenstrich steht als Standard-Interpunktionszeichen, der längere als graphisches Gliederungsmittel (siehe unten die Zeichentabelle).
  • Längen von Unterstreichungen: Wo Wörter eindeutig nicht komplett unterstrichen sind, werden wir sie schon in der diplomatischen Umschrift trotzdem immer komplett unterstreichen (es sei denn, ein inhaltlicher Sinn der Teilunterstreichung ist erkennbar, etwa die Betonung einer Silbe o. Ä.). Wenn mehrere Worte in Folge, aber mit Lücken unterstrichen sind, wird dies hingegen wortweise beibehalten.
  • Getrennt- oder Zusammenschreibung: Wir vereinheitlichen bei Unklarheiten i. d. R. an das, was orthographisch an der jeweiligen Stelle zu erwarten wäre (davon abweichende, unzweideutige Schreibungen werden hingegen immer genau so beibehalten). Nur dort, wo eine Unschärfe einen inhaltlich relevanten Unterschied machen würde, wird dies als Zweifelsfall in der Codierung festgehalten.
  • Langes s (ſ) in gebrochenen Schriften, Ligaturen: Wir übernehmen grundsätzlich keine besonderen Zeichenformen gebrochener Schriften. Die Kombination «ſs» in Kurrentschrift transkribieren wir immer als «ß» (auch wenn die beiden s-Formen zuweilen klar unterscheidbar sind und damit erkennbar nicht dem Ligaturzeichen entsprechen); schreibt hingegen Busoni in lateinischer Schreibschrift die Kombination «ſs» (was nicht selten vorkommt), transkribieren wir dies als «ss» (gemäß Busonis sonstigem Usus; die Verwendung einer eindeutigen «ß»-Ligatur ist in Busonis Hand äußerst selten). Nasal-/Geminations-/Reduplikationsstriche («m̅»/«n̅») werden hingegen stets beibehalten.

Die Transkription umfasst neben der Handschrift des Verfassers auch:

  • jegliche Annotationen (des Verfassers, Empfängers sowie Dritter)
  • bibliothekarische Elemente (Stempel, Signaturen, Foliierungen, Nummerierungen, Datierungen)
  • Poststempel
  • vordruckte Elemente (bei Briefpapier, Telegrammen u.ä.)

Bei der Transkription nicht berücksichtigt werden:

  • Unterstreichungen von Unterschriften (wenn sie, wie meist, als Verzierungen zu verstehen sind)
  • Briefmarken

1. 2. 1. 3 Lesefassung

Diese Ansicht präsentiert den Dokumententext in regularisierter Form:

  • mit moderner Interpunktion und Orthographie (bei Wahrung des Lautstands)
  • im Fließtext, ohne den originalen Zeilenfall
  • in vereinheitlichender Gliederung der Briefgestalt: ** abgesetzte Gruß- und Schlussformeln ** einheitlich formatierte und positionierte Datumszeilen und Unterschriften

Alle archivalischen und postalischen Zusätze sowie vorgedruckte Elemente entfallen.

Im Anmerkungs-Apparat erscheinen in dieser Ansicht keine Einträge zu Editionsabweichungen.

1. 2. 2 Seitenfolge

Bei Manuskriptquellen wird über die originale Seitenfolge in der Quellenbeschreibung genauere Auskunft gegeben.

Bei der Codierung von gedruckten Texten richten sich die Reihenfolge der Seiten und entsprechend die Nummerierung der Seitenumbrüche nach den originalen Seitenzahlen.

Bei der Codierung von Briefen und sonstigen Manuskripten folgen wir dem Textfluss des Haupttextes. Die Zählung beginnt hier immer mit n="1", eventuelle Paginierungen und Foliierungen im Manuskript werden ignoriert. Die Nummerierung der Seitenumbrüche erfasst zuerst alle kontinuierlich beschriebenen Seiten in der Lese-Reihenfolge, danach die weiteren (Rück-)Seiten (auch dann, wenn sie ganz leer sind) und zuletzt weitere Materialien (Briefumschlag, Einlagen, Anhänge usw.).

1. 2. 3 Rückseiten, leere Seiten

Bei Manuskriptquellen wird über leere Seiten in der Quellenbeschreibung genauere Auskunft gegeben.

Bei der Codierung geben Vermerke in eckigen Klammern geben Auskunft über die genaue Position in der Seitenfolge sowie darüber, ob die Seite leer ist («vacat»). Dies geschieht mit dem Element <note>, dem Attribut type="objdesc" sowie dem Attribut resp mit Angabe des jeweils Bearbeitenden:

code Beispiel
<note type='objdesc' resp='#E0300314'>[Rückseite von Textseite 1, vacat]</note>

1. 2. 4 Editionsgliederung und Dateinamens-Schema

Wir unterscheiden folgende Inhaltstypen mit folgenden Präfixen:

Schlüssel

Inhaltstyp

D01

Briefe

D02

Schriften

D03

Dokumente

E01

Editionen

E02

Themenkommentare

E03

Personen

E04

Werke

E05

Orte

E06

Organisationen

E07

Primärquellen

E08

Literatur

Den Präfixen folgt eine fünfstellige Zahl. Dem Präfix E01 folgt eine vierstellige Zahl.

Bereits angelegte Editionen und Dateinamensräume:

Edition

Editionsschlüssel

Dateinamensraum

Briefwechsel mit Arnold Schönberg

E010001

D0100001–D0100042

Briefwechsel mit Hans Huber

E010002

D0100101–D0100253

Briefwechsel mit Heinrich Schenker

E010003

D0100051–D0100084

Entwurf einer neuen Ästhetik der Tonkunst

E010004

D0200001–

Briefwechsel mit Ludwig Rubiner

E010005

D0100301–D0100341

Briefwechsel mit Paul Bekker

E010006

D0100401–

Briefwechsel mit Robert Freund

E010007

D0100451–

1. 3 Kodierung von Vorlagen

1. 3. 1 Wurzelelement: <TEI>

Dem Wurzelelement wird neben dem Attribut mit dem TEI-Namensraum auch der Dateiname (ohne Dateiendung) als xml:id zugewiesen: <TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="D0100078"> … </TEI>

1. 3. 2 Metadaten: <TEI><teiHeader>

1. 3. 2. 1 Mustergerüst

[noch zu spezifizieren]

1. 3. 2. 2 bei Erfassung anzupassende Daten

Titel und Autor des Dokuments: <fileDesc><titleStmt><title>, <author>

Bei Korrespondenzstücken umfasst der Titel:

  • die Art des Überlieferungsträgers (Brief, Postkarte, Briefkarte, Ansichtskarte, Rohrpost, Telegramm, …)
  • Absender und Empfänger
  • Ort und Datum (inkl. Vermutungen / möglichen Varianten)

Beispiele:

code Beispiel
<title>Brief von Arnold Schönberg an Ferruccio Busoni (Payerbach, 10. September 1903)</title><author key='E0300023'>Arnold Schönberg</author>
code Beispiel
<title>Postkarte von Arnold Schönberg an Ferruccio Busoni (vmtl. Wien, vmtl. April 1917)</title><author key='E0300023'>Arnold Schönberg</author>
code Beispiel
<title>Brief von Arnold Schönberg an Ferruccio Busoni (Steinakirchen am Forst, 13. oder 18. August 1909)</title><author key='E0300023'>Arnold Schönberg</author>

Namen des Codierers: <fileDesc><titleStmt><respStmt>

Der Name des Bearbeiters wird innerhalb des Elements <respStmt>…</respStmt> als Verantwortlichkeit <resp>Prepared by</resp> wie folgt codiert:

code Beispiel
<respStmt>
   <resp>Prepared by</resp>
   <persName key='E03.....'>
      <forename>…</forename>
      <surname>…</surname>
   </persName>
</respStmt>

Beispiel:

code Beispiel
<respStmt>
   <resp>Prepared by</resp>
   <persName key='E0300313'>
      <forename>Ullrich</forename>
      <surname>Scheideler</surname>
   </persName>
</respStmt>
bei Drucken: bibliographische Angabe: <fileDesc><sourceDesc><listBibl>

[noch zu spezifizieren]

Beispiele:

code Beispiel
<listBibl>
   <bibl>
      <author key='E0300017'>Ferruccio Busoni</author>
      <title key='E0400043'>Entwurf einer neuen Aesthetik der Tonkunst.</title>
      <publisher>
         <orgName key='E0600017'>Verlag C. Schmidl &amp;amp; Co.</orgName>, 
         <placeName key='E0500145'>Triest</placeName>
      </publisher>, 
      <date when-iso='1907'>1907</date>
   </bibl>
</listBibl>
code Beispiel
<listBibl>
   <bibl>
      <author key='E0300017'>Ferruccio Busoni</author>
      <title key='E0400043'>Entwurf einer neuen Ästhetik der Tonkunst</title>
      <edition>Zweite, erweiterte Ausgabe</edition>
      <publisher>
         <orgName key='E0600018'>Insel-Verlag</orgName> zu 
         <placeName key='E0500007'>Leipzig</placeName>
      </publisher>
      <date>1916</date>
   </bibl>
</listBibl>
Reihe

Hier sind die Titeltypen genre und subseries anzupassen.

Bisher mögliche Werte für genre: Briefe, Essays

Als key bei <title type="subseries"> wird die Nummer der Edition eingetragen, als Freitext zudem eine ausformulierte Kennung des Briefwechsels.

Beispiel:

code Beispiel
<seriesStmt>
   <title type='main'>Ferruccio Busoni – Briefe und Schriften</title>
   <title type='genre'>Briefe</title>
   <title type='subseries' key='E010003'>Briefwechsel Ferruccio Busoni – Heinrich Schenker</title>
   <editor key='E0300314'>Christian Schaper</editor>
   <editor key='E0300313'>Ullrich Scheideler</editor>
</seriesStmt>
bei Handschriften: Manuskriptbeschreibung: <fileDesc><sourceDesc><msDesc>
Signatur, ggf. Kalliope-ID; <msIdentifier>

[noch zu spezifizieren]

Beispiele:

code Beispiel
<msIdentifier>
   <country key='DE'>Deutschland</country>
   <settlement>Berlin</settlement>
   <institution key='D-B'>Staatsbibliothek zu Berlin · Preußischer Kulturbesitz</institution>
   <repository>Musikabteilung mit Mendelssohn-Archiv</repository>
   <collection>Nachlass Ferruccio Busoni</collection>
   <idno>Mus.Nachl. F. Busoni B II,4545</idno>
   <altIdentifier>
      <idno type='D-B.olim'>Mus.ep. A. Schönberg 6 (Busoni-Nachl. B II)</idno>
   </altIdentifier>
   <altIdentifier>
      <institution>Kalliope-Verbund</institution>
      <idno>DE-611-HS-736294</idno>
   </altIdentifier>
</msIdentifier>
code Beispiel
<msIdentifier>
   <country key='US'>USA</country>
   <settlement>Washington, D. C.</settlement>
   <institution key='US-Wc'>The Library of Congress</institution>
   <repository>Music Division</repository>
   <collection>Arnold Schoenberg Collection</collection>
   <altIdentifier>
      <country key='AT'>Österreich</country>
      <settlement>Wien</settlement>
      <institution key='A-Was'>Arnold-Schönberg-Center</institution>
      <idno>19512</idno>
   </altIdentifier>
</msIdentifier>

Zusammenfassung, Datierungen, Incipit: <msContents>

Die Zusammenfassung innerhalb des Elements <summary>…</summary> ist so knapp wie möglich zu halten; die Informationen werden inhaltlich in Teilsätze gegliedert und mit Semikolon getrennt.

Innerhalb des Elements <msItem>…</msItem> steht für jede im Dokument selbst explizit vorfindliche Datierung ein Element <docDate>…</docDate>, das wiederum eine Datumsangabe enthält. Handelt es sich nicht um eine Datierung durch den Autor, wird <docDate resp="#…" sameAs="#…">…</docDate> spezifiziert: Das Attribut resp="#…" verweist auf die zugehörige xml:id der Hand, das Attribut sameAs="#…" auf die xml:id des die Datierung enthaltenden Elements (z. B. bei Poststempeln auf das jeweilige Element <stamp xml:id="#…">…</stamp>). Wenn die Datierung zwar explizit, aber nur indirekt erfolgt (etwa durch Nennung eines Wochentags), soll das betreffende Wort innerhalb von <docDate>…</docDate> angegeben werden, und zwar nach der Datumsnennung selbst.

Auch in Zusammenfassung und Incipit sollen alle für den Haupttext üblichen Auszeichnungsformen vorkommen.

Beispiele:

code Beispiel
<msContents>
   <summary>
      <persName key='E0300023'>Schönberg</persName> bietet Zusendung von 
      <rs key='E0400019'>op.11,1–2</rs> an, bittet um Aufführung der Stücke
                                                durch 
      <persName key='E0300017'>Busoni</persName>; reflektiert 
      <q>das Wesen des Reproduzierenden, des Publikums und des Künstlers als Genießenden</q>. 
   </summary>
   <msItem>
      <docDate>
         <date when-iso='1909-07-13'></date>
      </docDate>
      <docDate resp='#post' sameAs='#post_abs'>
         <date when-iso='1909-07-14'></date>
      </docDate>
      <incipit>ich hatte öfters das Vergnügen zu erfahren</incipit>
   </msItem>
</msContents>
code Beispiel
<msContents>
   <summary>
      <persName key='E0300125'>Huber</persName> erkundigt sich nach 
      <persName key='E0300017'>Busonis</persName> soeben absolvierten Abonnementkonzerten
                                                in 
      <placeName key='0132'>Zürich</placeName>; berichtet angetan von einem Artikel zu 
      <persName key='E0300084'>Pfitzners</persName>
      <title key='E0400165' rend='dq-du'>Palestrina</title> von 
      <persName key='E0300192'>Bruno Goetz</persName>; bittet er um künstlerische Unterstützung für
                                                    
      <persName key='E0300206'>Lennart von Zweygberg</persName>; fragt nach einem passenden Lehrer für seinen Schüler 
      <persName key='E0300202'>Franz Josef
                                                    Hirt</persName>. 
   </summary>
   <msItem>
      <docDate>
         <date when-iso='1918-01-16' cert='high'></date>Mercoledi
      </docDate>
      <docDate resp='#recipient' sameAs='#rec_date'>
         <date when-iso='1918-01-15' cert='low'></date>
      </docDate>
      <incipit>heute morgen bin ich mit dem Gedanken an Ihre solistische Unterstützung</incipit>
   </msItem>
</msContents>
Umfang, Seitenfolge, Zustand: <physDesc><objectDesc>

[noch zu spezifizieren]

für measure: folio, card, pages

Beispiele:

code Beispiel
<objectDesc>
   <supportDesc>
      <extent>
         <measure type='folio'>1 Bogen</measure>
         <measure type='pages'>3 beschriebene Seiten</measure>
      </extent>
      <foliation resp='#archive'>Foliierung durch das Archiv, mit Bleistift unten rechts auf den Vorderseiten.</foliation>
      <condition>Der Brief ist gut erhalten; Briefumschlag auf der Vorderseite rechts unvollständig (infolge Aufriss), mit Textverlust.</condition>
   </supportDesc>
</objectDesc>
code Beispiel
<objectDesc>
   <supportDesc>
      <extent>
         <measure type='folio'>1 Bogen</measure>
         <measure type='pages'>3 beschriebene Seiten</measure>
      </extent>
      <collation>Die vier Seiten des Bogens hat Busoni in der Reihenfolge 1, 3, 2 beschrieben, die abschließende Seite 2 dabei im Querformat.</collation>
      <condition>Der Brief ist gut erhalten.</condition>
   </supportDesc>
</objectDesc>

Handelt es sich bei dem beschriebenen Papier durchweg um ein Querformat, kann dies mit <dim type="orientation" style="landscape"/> codiert werden.

Formate können mit <dim type="format" unit="…"/> codiert werden; mögliche Werte:

unit="…"

Bedeutung

folio

Folio-Format

quarto

Quarto-Format

octavo

Oktav-Format

Schreiber und Schreibwerkzeuge («Hände»): <physDesc><handDesc>

[noch zu spezifizieren]

Standard-Werte für xml:id="…":

xml:id="…"

Bedeutung

major_hand

Haupthand des Autors

author_…

ggf. weitere Schreibwerkzeuge des Autors

recipient

Empfängernotizen

recipient_…

ggf. weitere Schreibwerkzeuge des Empfängers

vorname.nachname

(bei bekannten Schreibern [weder Absender noch Empfänger])

unknown_hand

unbekannte Hand

archive

bibliothekarische Haupthand

archive_…

ggf. weitere Archiv-Hände

post

postalische Haupthand

post_…

ggf. weitere Post-Hände

censor

Zensor

censor_…

ggf. Unterscheidung mehrerer Zensur-Instanzen

Beispiel:

code Beispiel
<handDesc>
   <handNote xml:id='major_hand' scope='major' medium='black_ink' scribe='author' scribeRef='#E0300023'>Hand des Absenders Arnold Schönberg, Brieftext in
                                                schwarzer Tinte, in deutscher Kurrentschrift</handNote>
   <handNote xml:id='gerda.busoni' scope='minor' medium='pencil' scribe='relative' scribeRef='#E0300059'>Hand Gerda Busonis, die das Datum auf der
                                                Umschlagrückseite mit Bleistift notiert hat.</handNote>
   <handNote xml:id='author_schoenberg_addr_st1' scope='minor' medium='violet_ink' scribe='author' scribeRef='#E0300023'>Adressstempel des Absenders Arnold
                                                Schönberg, mit violetter Tinte</handNote>
   <handNote xml:id='archive' scope='minor' medium='pencil' scribe='archivist'>Hand des Archivars, der die Foliierung in Bleistift vorgenommen hat</handNote>
   <handNote xml:id='archive_red' scope='minor' medium='red_pen' scribe='archivist'>Hand des Archivars, der die Zuordnung innerhalb des Busoni-Nachlasses mit
                                                Rotstift vorgenommen hat</handNote>
   <handNote xml:id='dsb_st_red' scope='minor' medium='red_ink' scribe='archivist'>Bibliotheksstempel (rote Tinte)</handNote>
   <handNote xml:id='sbb_st_blue' scope='minor' medium='blue_ink' scribe='archivist'>Bibliotheksstempel (blaue Tinte)</handNote>
   <handNote xml:id='post' scope='minor' medium='black_ink' scribe='postoffice'>Poststempel (schwarze Tinte)</handNote>
   <handNote xml:id='postman' scope='minor' medium='black_pen' scribe='postoffice'>Hand eines Postbediensteten, der die Adresse mit schwarzem Stift ergänzt hat</handNote>
   <handNote xml:id='unknown_hand' scope='minor' medium='pencil' scribe='unknown'>Unbekannte Hand, die auf der Umschlagrückseite das Kürzel 
      <q>K. 5w</q>
                                                notiert hat.
   </handNote>
</handDesc>
Begleitmaterialien (Umschläge): <physDesc><accMat>

[noch zu spezifizieren]

Beispiel:

code Beispiel
<accMat>
   <pb n='5'></pb>
   <note type='stamp' place='margin-right' resp='#post'>
      <stamp xml:id='post_abs' rend='round border align(center)'>
         <placeName key='E0500040'>
            <hi rend='majuscule'>S
               <supplied reason='incomplete'>tei</supplied>nakir
               <supplied reason='paper-missing'>chen</supplied>
            </hi>
         </placeName>
         <lb></lb>
         <date when-iso='1909-07-14'>14.VII.0
            <supplied reason='incomplete'>9</supplied>
            <gap atMost='2' unit='char' reason='incomplete'></gap>–5
         </date>
         <lb></lb>
         <placeName key='E0500040'>am 
            <hi rend='majuscule'>For
               <supplied reason='incomplete'>st</supplied>
            </hi>
         </placeName>
      </stamp>
   </note>
   <address>
      <addrLine rend='align(right) underline'>nachsenden</addrLine>
      <addrLine>Herrn</addrLine>
      <addrLine rend='indent underline'>
         <persName key='E0300017'>Ferruccio Busoni</persName>
      </addrLine>
      <addrLine>
         <hi rend='underline'>
            <orgName key='E0600001'>Konzertbureau Wolff</orgName>
         </hi> mit der freundlichen Bitte 
         <lb></lb>um Weiterbeförderung an die
                                                    dem Absender unbekannte Adr
         <supplied reason='paper-missing'>esse</supplied>
      </addrLine>
      <addrLine rend='align(center)'>
         <placeName key='E0500029'>Berlin</placeName>
         <add resp='#post_pen'>W 30</add>
      </addrLine>
      <addrLine rend='align(center)'>
         <del rend='strikethrough' resp='#post_pen'>Flottwellstraße</del>
      </addrLine>
   </address>
   <pb n='6'></pb>
   <note type='stamp' place='top' resp='#schoenberg_addr_st1'>
      <stamp rend='align(center) majuscule' resp='#schoenberg_addr_st1'>
         <address>
            <addrLine>
               <persName key='E0300023'>Arnold Schönberg</persName>
            </addrLine>
            <addrLine rend='small'>
               <delSpan rend='verticalStrike' spanTo='#delAddr01'></delSpan>– – – 
               <placeName key='E0500002'>Wien</placeName> – – –
            </addrLine>
            <addrLine rend='small'>
               <placeName key='E0500077'>IX. Liechtensteinstraße 68/70</placeName>
               <anchor xml:id='delAddr01'></anchor>
            </addrLine>
         </address>
      </stamp>
   </note>
   <add xml:id='addAddr01'>
      <address>
         <addrLine>derzeit: 
            <placeName key='E0500040'>Steinakirchen am Forst</placeName>, 
            <placeName key='E0500081'>
               <choice>
                  <abbr>Nied.Oesterr</abbr>
                  <expan>Niederösterreich</expan>
               </choice>
            </placeName>
         </addrLine>
      </address>
   </add>
   <substJoin target='#delAddr01 #addAddr01'></substJoin>
   <note type='annotation' resp='#post_pen' place='right'>
      <address>
         <addrLine rend='align(center)'>W30 
            <placeName key='E0500072'>Viktoria
               <choice>
                  <orig> Luisep</orig>
                  <reg>-Luise-P</reg>
               </choice>latz
                                                        11
            </placeName>
         </addrLine>
         <addrLine rend='align(right)'>
            <gap extent='1' unit='word' reason='illegible'></gap> 18/85
         </addrLine>
      </address>
   </note>
   <note type='stamp' resp='#post' place='left'>
      <stamp rend='round border align(center) majuscule' sameAs='#post_abs'>
         <placeName key='E0500040'>Steinakirc
            <supplied reason='incomplete'>hen</supplied>
         </placeName>
         <lb></lb>
         <date when-iso='1909-07-14'>1
            <supplied reason='incomplete'>4.</supplied>VII
            <supplied reason='incomplete'>.09</supplied>
            <gap atLeast='2' unit='char' reason='incomplete'></gap>
         </date>
         <lb></lb>
         <placeName key='E0500040'>
            <supplied reason='incomplete'>
               <seg rend='minuscule'>am</seg>
            </supplied> For
            <supplied reason='incomplete'>st</supplied>
         </placeName>
      </stamp>
   </note>
   <note type='shelfmark' place='bottom-center' resp='#archive_4'>
      <subst>
         <del rend='strikethrough'>Mus.ep. A. Schönberg 6 
            <lb></lb>
            <stamp resp='#sbb_st_blue'>Nachlaß Busoni 
               <handShift new='#arch_red'></handShift>B II
            </stamp>
         </del>
         <add place='below'>
            <handShift new='#archive_4'></handShift>Mus.Nachl. F. Busoni B II, 2303-Beil.
         </add>
      </subst>
   </note>
</accMat>
Entstehung und Provenienz: <history>

Angaben zur Entstehungs- und Überlieferungsgeschichte von handschriftlichen Quellen werden innerhalb des Elements <history>…</history> codiert. Es umfasst Angaben zur Entstehung innerhalb des Elements <origin>…</origin> und kann außerdem Freitext-Angaben zur Provenienz (d. i. zu den Überlieferungsstationen vor dem aktuellen Standort, innerhalb des Elements <provenance>…</provenance>) und zum Erwerb für den aktuellen Standort (innerhalb des Elements <acquisition>…</acquisition>) enthalten.

Das Element <origin>…</origin> ist mit einem Freitext zu füllen, der – sofern möglich – Angaben zum Entstehungszeitpunkt und -ort innerhalb der Elemente <origDate when-iso="…">…</origDate> bzw. <origPlace key="…">…</origPlace> enthält. Abgesehen vom Element-Präfix orig gelten die Regeln für Datumsangaben bzw. Ortsangaben entsprechend.

Im Unterschied zur Datumsangabe in der Manuskriptbeschreibung ist <origDate> nicht auf explizit im Text vorfindliche Datumsangaben beschränkt; es können daher auch erschlossene Daten und Orte oder entsprechende Vermutungen angegeben und erläutert werden, und zwar jeweils mit dem Attribut cert="high", cert="low" oder (bei gleichrangigen Alternativen) cert="medium".

Bei Druckausgaben stehen entsprechende Angaben an anderer Stelle. Dennoch können dann auch hier Angaben zur Entstehung gemacht werden; <origDate> und <origPlace> beziehen sich dann auf die Entstehung des Drucks (nicht des Textes).

Beispiele:

Brief Schönberg an Busoni, 10.9.1903

code Beispiel
<origin> Der Brief wurde in 
   <origPlace key='E0500038'>Payerbach</origPlace> am 
   <origDate when-iso='1903-09-10'>10. September 1903</origDate> verfasst. 
</origin>

Brief Schönberg an Busoni, 13.8.1909

code Beispiel
<origin> Der Brief wurde in 
   <origPlace key='E0500040'>Steinakirchen am Forst</origPlace> in mindestens zwei Etappen verfasst und am 
   <origDate when-iso='1909-08-13' cert='medium'>13.</origDate> oder 
   <origDate when-iso='1909-08-18' cert='medium'>18. August 1909</origDate> (Poststempel)
                                            abgesendet. 
</origin>

Brief Schönberg an Busoni, ca. April 1917

code Beispiel
<origin> Der Brief wurde in vermutlich in 
   <origPlace key='E0500002' cert='high'>Wien</origPlace> im 
   <origDate when-iso='1917-04' cert='high'>April
                                                1917</origDate> verfasst. 
</origin>

Erstausgabe Entwurf einer neuen Aesthetik der Tonkunst:

code Beispiel
<origin> Geschrieben im Wesentlichen 1906 in 
   <placeName key='E0500029'>Berlin</placeName>. Gedruckt 
   <origDate notBefore-iso='1906-11'>nicht vor November
                                                1906</origDate> in 
   <placeName key='E0500017'>Charlottenburg</placeName>; erschienen bei 
   <orgName key='E0600017'>C. Schmidl &amp;amp; Co.</orgName>,
                                                
   <origPlace key='E0500145'>Triest</origPlace>. 
</origin>
vorherige Editionen: <additional>

Angaben zu vorherigen Editionen werden innerhalb des Elements <additional>…</additional> als verkürzte bibliographische Angaben mit <listBibl>…</listBibl> codiert. Sie werden sie innerhalb von <listBibl>…</listBibl> mit je einem Eintrag <bibl n="…"><ref target="#E08.....">…</ref>, S. …</bibl> nacheinander aufgelistet. Mögliche Werte für n="…" sind firstPrint und reprint. Mit target="#E08....." wird auf den zugehörigen Eintrag im Literaturverzeichnis verwiesen (der ggf. zuvor anzulegen ist); ansonsten gelten die Regeln für Verweise auf Sekundärliteratur.

Beispiel:

Brief Schönberg an Busoni, 13.7.1909

code Beispiel
<additional>
   <listBibl>
      <bibl n='firstPrint'>
         <ref target='#E0800004'>Theurich 1977</ref>, S. 164
      </bibl>
      <bibl n='reprint'>
         <ref target='#E0800005'>Theurich 1979</ref>, S. 147 f. (Brief), S. 63–65 (Kommentar)
      </bibl>
   </listBibl>
</additional>
Standard-Bindestrich: <encodingDesc><editorialDecl><hyphenation>

Werden standardmäßig normale (einfache) Bindestriche zur Silbentrennung verwendet, steht:

code Beispiel
<hyphenation eol='hard' rend='sh'>
   <p>Worttrennungen an Zeilenumbrüchen im Original mit einfachen Bindestrichen.</p>
</hyphenation>

Bei Doppel-Bindestrichen (wie in Kurrentschrift oder im Fraktursatz üblich) steht:

code Beispiel
<hyphenation eol='hard' rend='dh'>
   <p>Worttrennungen an Zeilenumbrüchen im Original mit Doppelbindestrichen (⸗).</p>
</hyphenation>

Bei Unterstrichen als Bindestrich steht:

code Beispiel
<hyphenation eol='hard' rend='lh'>
   <p>Worttrennungen an Zeilenumbrüchen im Original mit Unterstrichen (_).</p>
</hyphenation>
Bei Briefen: Einordnung im Briefwechsel <profileDesc><correspDesc>

Spezifische Angaben bei Briefwechseln werden innerhalb des Elements <correspDesc>…</correspDesc> codiert. Gemäß den Vorgaben des Correspondence Metadata Interchange-Format (CMIF) geben wir den Link zum Brief mit dem Attribut ref="http://www.busoni-nachlass.org/ID_DES_BRIEFES" an.

Beispiel:

code Beispiel
<correspDesc ref='http://www.busoni-nachlass.org/D0100133'> … </correspDesc>
Absender und Empfänger: <correspAction>

Angaben zu Versand und Empfang stehen innerhalb der Elemente <correspAction type="sent">…</correspAction> bzw. <correspAction type="received">…</correspAction>; sie bestehen aus Angaben zu Absender bzw. Empfänger und Datumsangaben. Dabei folgen wir den Vorgaben des Correspondence Metadata Interchange-Format (CMIF):

Die Grafik zeigt schematisch die unterschiedlichen Teile eines correspDesc-Elementes im CMI-Format. Der Empfänger wird dabei analog zum Absender notiert.
                                                Das gezeigte Beispiel entstammt einem Beispiel der TEI Correspondence SIG.

Folgende Abweichungen von unserer sonstigen Praxis sind dabei zu beachten: * Datumsangaben mit <date>…</date> erfolgen nach dem gleichen Muster, hier aber mit dem Attribut when="…" (statt when-iso="…"). * Personenangaben mit <persName>…</persName> enthalten im Attribut ref="…" hier den Link zum GND-Eintrag bei der DNB (siehe unter Normdaten), und zwar im Format http://d-nb.info/gnd/ + GND-ID der Person. Die Referenz zu unserem Personenregister fügen wir mit dem Attribut key="E03....." hinzu. * Ortsangaben mit <placeName>…</placeName> enthalten im Attribut ref="…" hier den Link zum GeoNames-Eintrag (siehe unter Weitere Angaben bei Orten), und zwar im Format http://www.geonames.org/ + GeoNames-ID des Ortes. Die Referenz zu unserem Ortsregister fügen wir mit dem Attribut key="E05....." hinzu.

Auf der Empfängerseite werden Ort und/oder Datum nur dann angegeben, wenn sie zweifelsfrei ermittelt werden konnten.

Beispiel:

code Beispiel
<correspAction type='sent'>
   <persName ref='http://d-nb.info/gnd/118518011' key='E0300017'>Ferruccio Busoni</persName>
   <date when='1916-10-28'></date>
   <placeName ref='http://www.geonames.org/2657896' key='E0500132'>Zürich</placeName>
</correspAction><correspAction type='received'>
   <persName ref='http://d-nb.info/gnd/118707469' key='E0300125'>Hans Huber</persName>
</correspAction>
Stellung im Briefwechsel: <correspContext>

Darüber hinaus wird die Stellung des Briefs im Briefwechsel innerhalb des Elements <correspContext>…</correspContext> in Form eines Verweises mit <ref type="…" target="#…"/> codiert. Wir unterscheiden vier Typen:

type="…"

Bedeutung

replyTo

Dieser Brief antwortet auf den unter target"#…" angegebenen Brief.

repliedBy

Zu diesem Brief ist der unter target"#…" angegebene die Antwort.

previous

Der vorherige (erhaltene) Brief im Briefwechsel ist der unter target"#…" angegebene.

next

Der nächste (erhaltene) Brief im Briefwechsel ist der unter target"#…" angegebene.

Kann ein Typ nicht angegeben werden, entfällt er.

Der Wert für das Attribut target="#…" ist dabei stets der jeweilige Dateiname ohne Dateiendung.

Beispiel:

code Beispiel
<correspContext>
   <ref type='repliedBy' target='#D0100333'></ref>
   <ref type='previous' target='#D0100335'></ref>
   <ref type='next' target='#D0100335'></ref>
</correspContext>
Verwendete Sprachen: <profileDesc><langUsage>

[noch zu spezifizieren]

Beispiel:

code Beispiel
<profileDesc>
   <langUsage>
      <language ident='de'></language>
   </langUsage>
</profileDesc>
code Beispiel
<langUsage>
   <language ident='de' usage='98'></language>
   <language ident='fr' usage='2'></language>
</langUsage>
Dokumentenstand: <revisionDesc>

Der Dokumentenstand sowie die Revisionsgeschichte werden innerhalb des Elements <revisionDesc>…</revisionDesc> codiert; die aktuelle Stufe der Fertigstellung zeigt das Attribut status="…" an. (Die Revisionsangaben im Register haben keine Angabe zum Status.) Mögliche Werte für status="…" sind:

status="…"

Bedeutung

todo

Ausgangsstatus (Datei per Skript angelegt). Bei Übernahme eines Dokuments setzt der Bearbeiter auf status="unfinished".

unfinished

in der Erfassungs-/Codierungsphase

proposed

Auszeichnungen codiert, zur Korrekturlesung freigegeben

candidate

Auszeichnungen überprüft, korrekturgelesen

approved

Bearbeitung abgeschlossen (Ergänzungen i.d.R. nur noch im Kommentarbereich). Der Statuswechsel zu approved ist zugleich das Publikationsdatum; die Angabe <date when-iso="…"/> unter <publicationStmt>…<publicationStmt> ist entsprechend anzupassen.

Jeder Statuswechsel wird nicht nur im Attribut status="…" des Elements <revisionDesc>…</revisionDesc>, sondern zwecks Dokumentation der Revisionsgeschichte zusätzlich durch Hinzufügung eines Elements <change>…</change> vermerkt. Die Attribute when-iso="…" und who="#…" geben den Zeitpunkt des Statuswechsels bzw. den ihn vornehmenden Bearbeiter an. Innerhalb von <change>…</change> ist außerdem eine Freitextangabe möglich; hier muss zumindest der Statuswechsel eingetragen werden.

Beispiel:

code Beispiel
<revisionDesc status='candidate'>
   <change when-iso='2016-12-10' who='#E0300315'>Datei als Platzhalter erstellt, Transkription ausstehend</change>
   <change when-iso='2016-12-12' who='#E0300313'>Bearbeitung übernommen; status=&quot;unfinished&quot;</change>
   <change when-iso='2016-12-31' who='#E0300313'>status=&quot;proposed&quot;</change>
   <change when-iso='2016-01-03' who='#E0300314'>korrekturgelesen; status=&quot;candidate&quot;</change>
</revisionDesc>

Solange ein Dokument den finalen Status noch nicht erreicht hat, sind bei Änderungen keine weiteren Vermerke mit <change>…</change> nötig. Bei mit status="approved" bereits als fertig deklarierten Dokumenten muss allerdings jede weitere Änderung mit <change>…</change> protokolliert werden.

Beispiel:

code Beispiel
<revisionDesc status='approved'>
   <change when-iso='2016-12-10' who='#E0300315'>Datei als Platzhalter erstellt, Transkription ausstehend.</change>
   <change when-iso='2016-12-12' who='#E0300313'>Bearbeitung übernommen; status=&quot;unfinished&quot;</change>
   <change when-iso='2016-12-31' who='#E0300313'>status=&quot;proposed&quot;</change>
   <change when-iso='2016-01-03' who='#E0300315'>korrekturgelesen; status=&quot;candidate&quot;</change>
   <change when-iso='2016-01-04' who='#E0300314'>zur Veröffentlichung freigegeben; status=&quot;approved&quot;</change>
   <change when-iso='2016-01-05' who='#E0300313'>Kommentar zu Kartoffeln ergänzt</change>
</revisionDesc>

1. 3. 3 Digitalisate: <facsimile>

Angaben zu frei verfügbaren Digitalisaten werden direkt nach <teiHeader>…</teiHeader> innerhalb des Elements <facsimile>…</facsimile> mit dem Element <graphic/> codiert; die Attribute n="…" und url="…" geben die zugehörige Position in der Seitenfolge (entspricht der Nummer bei <pb/>) bzw. die Verweisadresse zur Bildquelle (URL) an.

Beispiel:

Brief Schönberg an Busoni, 13.7.1909

code Beispiel
<facsimile>
   <graphic n='1' url='http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0001BA2700000001'></graphic>
   <graphic n='2' url='http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0001BA2700000002'></graphic>
   <graphic n='3' url='http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0001BA2700000003'></graphic>
   <graphic n='4' url='http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0001BA2700000004'></graphic>
   <graphic n='5' url='http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0001BA2700000005'></graphic>
   <graphic n='6' url='http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0001BA2700000006'></graphic>
</facsimile>

1. 3. 4 Haupttext: <TEI><text><body>

1. 3. 4. 1 Grundgerüst

code Beispiel
<TEI>
   <teiHeader> … </teiHeader>
   <text type='…'>
      <body>
         <div type='transcription'>
            <pb n='1'></pb>
         </div>
      </body>
   </text>
</TEI>
Textsorten

Die Textsorte / Art des Überlieferungsträgers wird innerhalb des Elements <text>…</text> codiert.

Für Korrespondenz:

type="…"

Bedeutung

letter

Brief

postcard

Postkarte

pic_card

Ansichtskarte (picture postcard)

cor_card

Briefkarte (correspondence card)

telegram

Telegramm

Weitere Textsorten/Überlieferungsträger:

type="…"

Bedeutung

book

Buch

broschure

Broschüre/Prospekt

cutting

Zeitungsausschnitt

Für Korrespondenz-Anhänge: wie oben, aber als subtype="…"

type="…"

subtype="…"

Bedeutung

attachment

brochure

Broschüre/Prospekt

cutting

Zeitungsausschnitt

1. 3. 4. 2 Elemente für alle Vorlagen

Gliederung
Zeilenwechsel: <lb/>

Zeilenwechsel werden mit dem Element <lb/> («line break») codiert; es markiert den Beginn einer neuen Zeile. Zwecks besserer Lesbarkeit soll an solchen Stellen stets auch im Code ein Zeilenumbruch erfolgen. Wir platzieren <lb/> am Zeilenbeginn. Zeilenwechsel werden nicht codiert, wenn andere Elemente (z. B. Seitenwechsel, Absatzwechsel, Versnotation, …) den Zeilenwechsel bereits implizieren.

Bindestriche zur Silbentrennung am Zeilenende werden im Code weggelassen; stattdessen wird das Attribut break="no" eingefügt. Steht am Zeilenende ein Bindestrich zur Durchkopplung bei Komposita, wird der Bindestrich im Code beibehalten und zusätzlich das Attribut break="no" eingefügt.

Beispiel (Brief Schönberg an Busoni, 22.1.1912, S. 2, Ausschnitt):

code Beispiel
<lb></lb><lb></lb><lb break='no'></lb><lb></lb><lb></lb><lb></lb><lb break='no'></lb>

Codierung besonderer Zeichen am Zeilenanfang ist mit dem Attribut rend="after:" möglich; dazu wird nach after: das jeweilige Zeichen eingefügt, z. B.:

Code

Bedeutung

<lb break="no" rend="after:-"/>

(wiederholter Bindestrich)

<lb break="no" rend="after:="/>

wdh. Doppel-Bindestrich

<lb break="no" rend="after:„"/>

wdh. doppeltes Anführungszeichen unten

<lb break="no" rend="after:&quot;"/>

wdh. dopp. gerades Anführungszeichen oben

Dabei sind die Regeln zur Codierung von Sonderzeichen zu beachten.

Ändert sich innerhalb eines Absatzes mit dem Zeilenwechsel der Grad der Einrückung, kann dies zeilenweise mit dem Attribut rend="indent" codiert werden; siehe dazu unter Einrückungen und Einzüge.

Das am Zeilenwechsel zur Silbentrennung verwendete Zeichen wird im teiHeader codiert, siehe Standard-Bindestriche. Wenn an einzelnen Stellen von diesem Standard abgewichen wird, codieren wir dies direkt beim betreffenden Element <lb/> im Attribut rend wie folgt:

Code

Bedeutung

<lb break="no" rend="sh"/>

single hyphen, ausnahmsweise einfacher Bindestrich

<lb break="no" rend="dh"/>

double hyphen, ausnahmsweise doppelter Bindestrich

<lb break="no" rend="lh"/>

low hyphen, ausnahmsweise Unterstrich

Erscheint innerhalb der Zeile ein doppelter Bindestrich, wird dieser mit dem Element <pc> («punctuation character») so codiert: <pc>=</pc>

Seitenwechsel: <pb/>

Seitenwechsel werden mit dem Element <pb/> («page break») codiert; es markiert den Beginn einer neuen Seite. Zwecks besserer Lesbarkeit sollen an solchen Stellen im Code zusätzliche Leerzeilen eingefügt werden. Naturgemäß können Seitenwechsel auch inmitten von anderen geöffneten Elementen stehen (Absätzen o. Ä.).

Für jeden Seitenwechsel mit <pb/> als Attribut die laufende Nummer der Seite obligatorisch: n="1" usw. (siehe auch die Hinweise zur Seitenfolge und zu leeren Seiten)

Beispiel:

code Beispiel
<lb></lb><lb></lb><pb n='7' break='no'></pb><lb></lb>

Worttrennungen, Bindestriche und sonstige besondere Zeichen beim Seitenwechsel werden mit break="no" und rend="after:" behandelt, analog zum Vorgehen beim Zeilenwechsel.

Bei Büchern mit Fußnoten muss immer dann derselbe Seitenwechsel doppelt codiert werden, wenn auch eine Fußnote die Seitengrenze überschreitet. Der Seitenwechsel im Haupttext erhält dann zusätzlich über das Attribut xml:id eine eindeutige Kennung:

code Beispiel
<pb xml:id='pb_n17' n='17'></pb>

In der Codierung der Fußnote wird mit dem Attribut sameAs="#…" Bezug auf diese Kennung genommen:

code Beispiel
<pb sameAs='#pb_n17'></pb>

(nota bene: mit Raute-Zeichen).

Absätze: <p>

Ein Absatz wird innerhalb des Elements <p>…</p> («paragraph») codiert; Absätze sind die Standardeinheit längerer Texteinheiten. Mit ihnen zu kodieren sind eventuelle Einrückungen und Einzüge.

In einigen Fällen können Absätze auch dort angenommen werden, wo kein Zeilenwechsel am Anfang vorliegt oder wo andere Codierungselemente die Absatzgliederung durchkreuzen (etwa bei der Anrede in Briefen).

Soll ein Absatz ohne Zeilenwechsel beginnen, wird dies mit dem Attribut rend="inline" angezeigt (vgl. auch die Beispiele zu Grußformeln in der Brieferöffnung und am Briefschluss).

Für kleinere Einheiten, die nicht ohne Weiteres (etwa durch den Kontext, typographisch oder semantisch) als Absätze verstehbar sind, kommen andere Elemente in Betracht.

Abschnitte: <div>

Ein Abschnitt wird innerhalb des Elements <div>…</div> («division») codiert.

Abschnittsgliederungen können in gedruckten Texten vorkommen; in Briefen ist mit ihnen kaum einmal zu rechnen.

Anhaltspunkte für Abschnittsbildung sind: * zusätzliche Leerzeilen zwischen Absätzen * zusätzliche typographische Elemente zur Unterteilung (Linien, Asterisken, …)

Weitere Unterteilungen:<milestone>

[noch zu spezifizieren]

Beispiele:

zentrierte Trennlinie zwischen Absätzen:

code Beispiel
<milestone unit='section' style='—' rend='align(center)'></milestone>

langer Strich als Trenner am Absatzende (noch innerhalb des Absatzes):

code Beispiel
<milestone unit='section' style='—' rend='inline'></milestone>

Drucke: Folge von drei Asterisken (tief–hoch–tief) als Abschnittstrenner:

code Beispiel
<milestone unit='section' style='***' type='low-high-low' rend='align(center)'></milestone>

Zierstrich unter Briefkopf:

code Beispiel
<fw type='letterhead' place='top-center'>
   <orgName key='E0600020'>Musikschule und Konservatorium Basel</orgName>. 
   <milestone unit='section' style='–' rend='align(center)'></milestone>
</fw>
Aufzählungen

[noch zu spezifizieren]

Gerüst:

code Beispiel
<list rend='…' style='…'>
   <head></head>
   <item>…</item>
   <item>…</item>
</list>

Mit dem Attribut rend="…" können z. B. Einzüge definiert werden.Mit dem Attribut style='…" können Aufzählungsarten und -zeichen definiert werden.

Codierung für style='…'

Darstellung

decimal

arabische Zahlen mit folgendem Punkt: 1. 2. 3. …

roman

römische Zahlen mit folgendem Punkt: I. II. III. …

lower-roman

römische Zahlen (Kleinbuchstaben): i. ii. iii. …

alpha

Großbuchstaben: A. B. C. …

lower-alpha

Kleinbuchstaben: a. b. c. …

no_dot

ohne Punkt nach alphanumerischen Aufzählungszeichen: 1 2 3 bzw. a b c usw.

parenthesis

mit Klammer nach alphanumerischen Aufzählungszeichen: 1) 2) 3) bzw. a) b) c) usw.

Beispiele: Brief Schönberg an Busoni, 26.2.1919 Brief Huber an Busoni, 16.11.1916 Brief Busoni an Huber, 19.7.1910

Tabellen

[noch zu spezifizieren]

Gerüst:

code Beispiel
<table rend='…'>
   <head></head>
   <row>
      <cell>…</cell>
      <cell>…</cell>
   </row>
   <row>
      <cell>…</cell>
   </row>
</table>

Zellen, die den Titel einer Zeile/Spalte enthalten: <cell role="label">…</cell> Zellen, die über mehrere Zeilen und/oder Spalten gehen: <cell rows="…" cols="…">…</cell>

Beispiel: Brief Schönberg an Busoni, 26.2.1919

Sonstige Textblöcke

[noch zu spezifizieren]

Beispiele:

code Beispiel
<div type='copyright'>
   <ab>Alle Rechte, besonders jene der 
      <lb></lb>
      <choice>
         <orig>Ue</orig>
         <reg>Ü</reg>
      </choice>bersetzungen, vorbehalten.
   </ab>
   <ab xml:lang='en'>Copyright including right of performance 
      <lb></lb>by 
      <persName key='E0300017'>Ferruccio Busoni</persName>, 
      <placeName key='E0500029'>Berlin</placeName>
      <date when-iso='1907'>1907</date>.
   </ab>
</div>
code Beispiel
<figure>
   <figDesc>Bezeichnung der Dritteltöne im Sechsliniensystem, pro Tonhöhe dreifach: mit Erniedrigungszeichen, ohne Akzidenz und mit Erhöhungszeichen.</figDesc>
   <ab type='caption' rend='italic align(left)'>Sodann die Dritteltöne mit ♭ und ♯ zu bezeichnen:</ab>
   <graphic width='453px' height='53px' url='entwurf1907_36_nb3.png'></graphic>
   <ab type='caption' rend='italic                                         align(right)'>
      <choice>
         <orig>u.&amp;#8239;s.&amp;#8239;w.</orig>
         <reg>usw.</reg>
      </choice>
   </ab>
</figure>
code Beispiel
<sourceDesc>
   <ab>Born digital</ab>
</sourceDesc>
Auszeichnung von Personen, Werken, Orten und Organisationen/Institutionen/Gruppen

Eigennamen und Werktitel werden mit folgenden Elementen erfasst:

Element

Eigennamen-Klasse

<persName key="E03.....">…</persName>

Personen

<title key="E04.....">…</title>

Werke

<placeName key="E05.....">…</placeName>

Orte

<orgName key="E06.....">…</orgName>

Organisationen/Institutionen/Gruppen

<rs key="E0......">…</rs>

[unbestimmt, bei Bezugnahme ohne Eigennamen]

Wenn die gewählte Formulierung nicht den Eigennamen selbst enthält, tritt an die Stelle der genannten Elemente ein einziges anderes: das Element <rs key="E0......">…</rs> («reference string»). Ob eine Erfassung solcher indirekter Nennungen sinnvoll ist, muss im Einzelfall entschieden werden.

Das Attribut key="E0......" ist obligatorisch. Sein Wert ist ein eindeutiger Schlüssel; er verweist auf den Eintrag des Eigennamens in der jeweiligen Register-Datei (genauer: auf dessen xml:id). Der Schlüssel setzt sich zusammen aus dem Entitätenschlüssel und einer fünfstelligen laufenden Nummer (00001, 00002, …).

Mehrfachangaben für key (getrennt durch Leerzeichen, z. für «Stücke», «Schwestern» o. Ä.) sind mit <rs type="…" key="E0...... E0...... E0......">…</rs> unter Angabe eines Typs wie folgt möglich:

Wert für type="…"

Eigennamen-Klasse

persons

Personen

works

Werke

places

Orte

orgs

Organisationen/Institutionen/Gruppen

biblio

Literaturverweise

Beispiele:

«Beethovens 9. Symphonie wurde im Wiener Kärtnertortheater uraufgeführt.»

code Beispiel
<persName key='E0300001'>Beethovens</persName><title key='E0400001'>9. Symphonie</title><placeName key='E0500002'>Wiener</placeName><orgName key='E0600045'>Kärtnertortheater</orgName>

«Mit der Uraufführung eines großdimensionierten Werks an alter Wirkungsstätte bestritt der Meister einen seiner letzten großen Auftritte in der Donau-Metropole.»

code Beispiel
<rs key='E0400001'>großdimensionierten Werks</rs><rs key='E0600045'>alter Wirkungsstätte</rs><rs key='E0300001'>der Meister</rs><rs key='E0500002'>Donau-Metropole</rs>

«im Flaubert-Goncourtschen, impressionistischen Stil»

code Beispiel
<persName key='E0300179'>Flaubert</persName><rs type='persons' key='E0300383 E0300384'>Goncourtschen</rs>

«Ende September verließ ich nämlich Zürich und wohne jetzt hier mit meinen Schwestern.»

code Beispiel
<placeName key='E0500132'>Zürich</placeName><rs key='E0500188'>hier</rs><rs type='persons' key='E0300420 E0300432'>Schwestern</rs>

«Es gibt keinen Nachweis darüber, dass Busoni die Stücke einmal öffentlich gespielt hätte.»

code Beispiel
<persName key='E0300017'>Busoni</persName><rs key='E0400304 E0400305 E0400306'>Stücke</rs>

«Spricht doch bereits ein Cherubini, in seinem Lehrbuch des Kontrapunktes, von ‹den Alten›.»

code Beispiel
<persName key='E0300085'>Cherubini</persName><rs type='biblio' key='E0800245 E0800246'>Lehrbuch des Kontrapunktes</rs>
Zitate

[noch zu spezifizieren]

Element

Verwendungszweck

quote

Zitate mit Quellennennung im Text

q

alle sonstigen Zitate

cit

Zitate mit unmittelbarer Quellennennung

siehe aber auch Markierte Begriffe

code Beispiel
<note type='commentary' resp='#E0300314'>Bei 
   <cit>
      <bibl>
         <ref target='#E0400054'>Nietzsche 1886</ref> (220)
      </bibl>
      <quote source='#E0400054'>Glauben</quote>
   </cit> mit Hervorhebung.
</note>
Verweise
innerhalb eines Dokuments

[noch zu spezifizieren]

Beispiele:

code Beispiel
<note place='bottom' n='1'>
   <p>Vergleiche 
      <ref target='#d30-1916'>später die Sätze über die 
         <soCalled rend='dq-du'>Tiefe</soCalled>.
      </ref>
   </p>
</note>
innerhalb der Edition

[noch zu spezifizieren]

Beispiele:

code Beispiel
<ref type='E010001' target='#D0100001'>Ihr Brief</ref><lb></lb><rs key='E0400012'>Ihre Partitur</rs>
code Beispiel
<note type='commentary' resp='#E0300314'>Busoni spinnt die 
   <persName key='E0300006'>Wagner</persName>-Allegorie in 
   <ref type='E010001' target='#D0100002'>seiner
                                                Antwort</ref> unter Verweis auf 
   <title key='E0400035'>Siegfried</title> fort.
</note>
code Beispiel
<note type='commentary' resp='#E0300314'>Vgl. in Busonis 
   <title key='E0400043'>Entwurf einer neuen Ästhetik der Tonkunst</title> den 
   <ref type='E010004' target='#D0200001' n='17'>Abschnitt über Notation und Transkription</ref> (
   <ref type='E010004' target='#D0200001' n='17'>S.&amp;#8239;17–19</ref> der
                                                
   <ref type='E010004' target='#D0200001'>Erstausgabe</ref>).
</note>
nach außen

Verlinkungen nach außen (über den Bereich der Edition «Ferruccio Busoni – Briefe und Schriften» hinaus): <ref type="ext" subtype="…" target="#…">…</ref> (bei häufig benutzten Websites) <ref type="ext" target="…">…</ref> (bei allen anderen Websites)

Bisher definierte Untergruppen (häufig benutzte Websites):

subtype="…"

Website

target="#…"

anno

Austrian Newspapers Online (ÖNB)

#ID #Datum #Seite, mit Leerzeichen getrennt; siehe URL, die Zeichenketten nach: ?aid=, &datum=, ggf. &page=/&seite=

asc

Arnold-Schönberg-Center

ID, d. i. Zeichenkette nach: http://archive.schoenberg.at/letters/search_show_letter.php?ID_Number=

mdz

Münchner Digitalisierungs-Zentrum

BSB-ID, d. i. Zeichenkette im Permalink zwischen http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12- und -0

gallica

Gallica (BnF Paris)

ID, d. i. Zeichenkette nach: http://catalogue.bnf.fr/ark:/

Für alle anderen Verlinkungen wird kein subtype und als target="…" die komplette Adresse (URL, ohne #!) angegeben.

Beispiele:

code Beispiel
<ref type='ext' subtype='anno' target='#nfp #19180405 #1'>Digitalisat der Österreichischen Nationalbibliothek</ref>
code Beispiel
<note type='commentary' resp='#E0300318'>Der Aufruf wurde an diverse Fachzeitschriften und Zeitungen im In- und Ausland verschickt (
   <bibl>
      <ref type='ext' subtype='asc' target='#20362'>Brief von 
         <persName key='E0300028'>Clark</persName> an 
         <persName key='E0300023'>Schönberg</persName> vom 
         <date when-iso='1911-09-18'>18. September</date>
      </ref>
   </bibl>).
</note>
code Beispiel
<ref type='ext' subtype='mdz' target='#bsb00017005'>Digitalisat in der Digitalen Bibliothek des Münchner Digitalisierungs-Zentrums.</ref>
code Beispiel
<note type='commentary' resp='#E0300314'>Sub voce 
   <q>Temperatur</q>; Busoni zitiert die 
   <ref type='ext' target='https://archive.org/stream/musiklexikon00riemgoog#page/n1159/mode/2up'>5. Auflage (1900), S. 1124</ref>.
</note>
auf Sekundärliteratur

[noch zu spezifizieren]

Beispiele:

code Beispiel
<note type='commentary' resp='#E0300318'>
   <persName key='E0300017'>Busoni</persName> begab sich am 
   <date when-iso='1909-08-02'>2. August 1909</date> (
   <bibl>
      <ref target='#E0800020'>Weindel 1999</ref>, S. 27
   </bibl>) auf eine Reise nach 
   <placeName key='E0500086'>Florenz</placeName> und 
   <persName key='E0500085'>Mailand</persName> (
   <bibl>
      <ref target='#E0800019'>Dent 1933</ref>, S. 190
   </bibl>).
</note>
code Beispiel
<note type='commentary' subtype='ed_diff_major' resp='#E0300314'>
   <bibl>
      <ref target='#E0800003'>Weindel 2003</ref> (318) 
   </bibl>fälschlich: 
   <q>die Mappe</q>.
</note>
code Beispiel
<rs key='E0400019'>den beiden Stücken</rs><note type='commentary' subtype='ed_diff_minor' resp='#E0300314'>
   <bibl>
      <ref target='#E0800004'>Theurich 1977</ref> (164)
   </bibl> fälschlich: 
   <q>Sie</q>.
</note>
Markierte Begriffe

[noch zu spezifizieren]

Element

Verwendungszweck

mentioned

Begriffe, die als Begriff erwähnt werden

soCalled

Worte, die in uneigentlicher oder distanzierender Rede gebraucht werden

Beispiele:

code Beispiel
<mentioned rend='dq-du'>Musikalisch</mentioned>
code Beispiel
<soCalled rend='dq-du'>absoluten</soCalled>
code Beispiel
<mentioned rend='dq-du'>Notation</mentioned><soCalled rend='dq-du'>Scription</soCalled>
Abkürzungen

Abkürzungen werden innerhalb des Elements <abbr>…</abbr> codiert; die ausgeschriebene Form wird innerhalb des Elements <expan>…</expan> codiert. Umschlossen werden beide vom Element <choice>…</choice>.

Dabei werden nur solche Abkürzungen erfasst, bei denen es sich um heute im normalen Textfluss ungebräuchliche Schreibweisen handelt. Zweck der Codierung ist in diesen Fällen die Darstellung in der Lesefassung, in der solche Abkürzungen durch die jeweilige ausgeschriebene Form ersetzt werden. Die Abkürzung «u. a.» muss daher nicht als Abkürzung erfasst werden, wohl aber ein mitten im Textfluss als «u.» abgekürztes «Und». Namensabkürzungen bleiben in aller Regel unangetastet, werden also nicht aufgelöst (auch nicht im Unterschriften-Bereich).

Beispiele:

code Beispiel
<choice>
   <abbr>u.</abbr>
   <expan>und</expan>
</choice>
code Beispiel
<choice>
   <abbr>S.</abbr>
   <expan>September</expan>
</choice>
code Beispiel
<choice>
   <abbr>d.z.</abbr>
   <expan>derzeit</expan>
</choice>
Fremdsprachige Texte

Text, dessen Sprache von der Hauptsprache abweicht, wird mit dem Attribut xml:lang="…" genauer beschrieben. Als Träger für xml:lang="…" dient immer dann das Element <foreign>…</foreign>, wenn der betreffende Text nicht bereits durch ein anderes Element exakt erfasst ist.

Die Zwei-Buchstaben-Kennzeichnung von xml:lang="…" erfolgt gemäß dem IANA-Standard.

Datumsangaben

Direkte oder indirekte Textteile, die ein Datum benennen oder implizieen, werden mit dem Element <date>…</date> und mit ISO-Attibuten ausgezeichnet, vor allem mit dem Attribut when-iso="…". Die Formatierung der formalisierten Datumsangabe innerhalb der ISO-Attribute folgt dem Standard ISO 8601 (siehe dazu etwa die Erläuterungen der Wikipedia). Unsere bisherige Implementierung dieses Standards erfasst folgende Formatierungen:

  • Trennung von Jahr, Monat und Tag mit Bindestrichen: 1909-07-13
  • Angaben mit Schrägstrich für Zeitspannen immer vollständig: 1909-08-13/1919-08-18 (diese Angaben sind äquivalent zur Kombination aus from-iso und to-iso)
  • Angaben von Daten vor der christlichen Zeitenwende beginnen mit Bindestrich (im Sinne von Minus)
  • ungesicherte bzw. ungefähre Zeitangaben erhalten zusätzlich das Attribut cert="unknown"
  • lässt sich im Datum nur das Jahr nicht bestimmen, beginnt die Angabe mit --, z. B.: --05-31

[noch weiter zu spezifizieren]

Ungewöhnliche Schreibweisen sowie Abkürzungen in Brief-Datumszeilen (<dateline>) sind zu regularisieren bzw. aufzulösen.

Anführungszeichen

Die verschiedenen Varianten der doppelten und einfachen Anführungszeichen werden in keinem Fall direkt codiert. Ihr Vorkommen ist stets mit bestimmten Elementen verknüpft. Welche Sorte Anführungszeichen jeweils in der Vorlage benutzt wurde, wird über das Attribut rend bei den jeweiligen Elementen angegeben: seien es Zitate, Titel, (fingierte) Rede oder Begriffsmarkierungen.

Mögliche Angaben für doppelte Anführungszeichen sind:

Codierung

Zeichen

Aufschlüsselung

Benennung

rend="dq-uu-straight"

„…“

doppelt, oben–oben (double quote up up), gerade

Schreibmaschinen-Stil (eigtl. Zollzeichen)

rend="dq-du"

„…“

doppelt, unten–oben (double quote down up)

„deutsche Anf.“

rend="dq-uu"

„…“

doppelt, oben–oben (double quote up up)

„englische Anf.“

rend="dq-guil"

«…»

doppelt, Guillemets (Spitze nach außen)

«französische Anf.»

rend="dq-chev"

»…«

doppelt, Chevrons (Spitze nach innen)

»umgekehrte franz. Anf.«

Alle Varianten auch als einfache Anführungszeichen:

Codierung

Zeichen

Aufschlüsselung

Benennung

rend="sq-uu-straight"

„…“

einfach, oben–oben (single quote up up), gerade

 

usw.

 

 

 

Alle Varianten nötigenfalls auch als nur öffnende bzw. nur schließende Anführungszeichen Schlusszeichen bzw. Öffnungszeichen vergessen):

Codierung

Zeichen

Aufschlüsselung

Benennung

rend="dq-uu-straight-oo"

"…

doppelt, oben (double quote up up), gerade, nur vorne (open only)

 

rend="dq-uu-straight-co"

…"

doppelt, oben (double quote up up), gerade, nur hinten (close only)

 

usw.

 

 

 

Sonderzeichen

Dank Unicode können einige Sonderzeichen direkt in die Transkription eingetragen oder dorthin kopiert werden; nur wenige bedürfen einer gesonderten Kodierung. Die folgende Aufstellung zeigt, welche Zeichen wofür eingesetzt und wie sie kodiert werden können.

Zeichen

Name Codier

ung Windows: Ziffernb

Alt + OS X: lock Befehl +

Linux: AltGr +

Gedankenstrich, Streckenstrich

&#8211;

0150

- (Bindestrich)

- (Bindestrich)

langer Gedankenstrich

&#8212;

0151

Shift + - (Bindestrich)

Shift + - (Bindestrich)

Apostroph

&#8217;

0146

Shift + #

Shift + n

◌̅

Nasal-/Geminations-/Reduplikationsstrich

&#773;

◌̲

kombinierende Unterstreichung

&#818;

geschütztes schmales Leerzeichen

&#8239;

&

Et-Ligatur, «Kaufmännisches Und», «Ampersand»

&amp;

<

kleiner als

&lt;

>

größer als

&gt;

Die drei Zeichen &, < und > müssen immer mit den angegebenen Codierungen eingegeben werden, wenn sie als Teil des Textes in der Transkription vorkommen sollen (in direkter Eingabe sind sie innerhalb von XML für andere Funktionen reserviert).

Der Gedankenstrich normaler Länge («Halbgeviertstrich», «n-dash») soll – im Unterschied zum kürzeren Bindestrich, und unabhängig von der tatsächlichen Länge des Strichs in der Quelle – überall dort verwendet werden, wo im deutschen Schriftsatz Gedankenstriche gesetzt werden müssen, also etwa bei Parenthesen – Satzeinschüben – und sonstiger syntaktischer Abtrennung. Dasselbe Zeichen fungiert auch als sogenannter Streckenstrich in der Bedeutung von «bis» oder «gegen» (dann aber immer ohne umgebende Leerzeichen): der Biefwechsel Busoni–Schönberg (1903–1919). Umgekehrt formuliert: Der kürzere Bindestrich kommt nur bei Sil-ben-tren-nung, Komposita-Durchkopplung und Wort- bzw. Silben-Auslassungen bzw. -Stellvertretung vor. Der lange Gedankenstrich («Geviertstrich», «m-dash») soll nur für außergewöhnlich lange Striche in der Quelle verwendet werden, vorzugsweise dort, wo keine der Standardfunktionen des Gedankenstrichs vorliegt.

Nota bene: Das korrekte Zeichen für den Apostroph: ’ entspricht nicht dem über die Tastatur einfacher zugänglichen (Shift+#: ’ ) – und übrigens natürlich auch nicht den Akzentzeichen ( ´ ` ).

Der Nasal-/Geminations-/Reduplikationsstrich über einem Buchstaben wird zur Abkürzung vor allem von «mm» (m̅) und «nn» (n̅) benutzt und wie folgt codiert: m&#773; bzw. n&#773;. Er ist als Abbreviatur i. d. R. wie folgt zu regularisieren:

code Beispiel
<choice>
   <abbr>m&amp;#773;</abbr>
   <expan>mm</expan>
</choice>
code Beispiel
<choice>
   <abbr>n&amp;#773;</abbr>
   <expan>nn</expan>
</choice>

Die kombinierende Unterstreichung unter einem Buchstaben kommt vor allem bei Abkürzungen vor (etwa bei «Dr&#818») und wird wie folgt codiert: Dr&#818;.

Das geschützte schmale Leerzeichen wird v. a. bei mehrgliedrigen Abkürzungen benötigt. Es legt einen schmaleren Abstand als das Standardleerzeichen fest, wie er an solchen Stellen typographisch korrekt ist, und erlaubt außerdem keinen Umbruch. Für «u. a.» also z. B. so: u.&#8239;a.

Überarbeitungen
Streichungen: <del>

Gestrichener oder anderweitig als getilgt erkennbarer Text wird innerhalb des Elements <del>…</del> («deletion») codiert.

Wenn der ursprüngliche Text infolge der Streichung nicht mehr zweifelsfrei entzifferbar oder gar nicht mehr lesbar ist, wird dies mit <unclear> bzw. <gap> codiert.

Wenn ein klar abgrenzbarer Textbereich den gestrichenen Text ersetzt, wird <del> als Teil einer Ersetzung codiert.

Die Art der Streichung muss immer über das Attribut rend="…" näher klassifiziert werden.

Mögliche Werte für rend="…" sind bei Streichungen:

rend="…"

Bedeutung

strikethrough

durchgestrichen

erasure

Rasur (weggeschabter/-gekratzter Text)

overwritten

durch ein anderes Wort überschrieben (entsprechend bei Einfügungen: <add place="across">…</add>

none

keine Kennzeichnung (z. B. bei Ersetzungen, bei denen eine Streichung vergessen wurde)

Einfügungen: <add>

Wenn ein Textbereich einen anderen, gestrichenen ersetzt oder auf andere Weise als nachträglich eingefügt erkennbar ist (zwischen den Worten, über der Zeile, am Rand, …), wird dieser Bereich innerhalb des Elements <add>…</add> («addition») codiert.

Als Einfügungen verstehen wir nur direkt auf den Wortlaut des Textes bezogene Maßnahmen, nicht also etwa nachträgliche Einträge von Bibliotheken (Seitenzahlen, Signaturen, Stempel; diese werden mit <note>…</note> codiert).

Wenn der hinzugefügte Textbereich einen gestrichenen Text ersetzt, wird <add> als Teil einer Ersetzung codiert.

Die Art der Hinzufügung muss immer über das Attribut place="…" näher klassifiziert werden.

Mögliche Werte für place="…" sind bei Einfügungen:

place="…"

Bedeutung

above

oberhalb der Zeile

across

Überschreibung (entsprechend bei Streichung: <del rend="overwritten">…</del>)

below

unterhalb der Zeile

inline

zwischen den Worten (rend nicht zwingend erforderlich)

inline

in der Zeile (als Sofortkorrektur nach einer Streichung, rend nicht zwingend erforderlich)

Bei Einfügungen mit einem Einweisungszeichen wird dieses Zeichen innerhalb des Elements <metamark function="insertion" target="#…">…</metamark> codiert (unter Bezugnahme auf die xml:id der Einfügung per target="#…"). Kreuzchen sind dabei nicht als Buchstabe (x), sondern als Malzeichen (×) zu codieren.

Brief Busoni an Huber, 20.2.1917:

code Beispiel
<metamark function='insertion' target='#add_herz'>×</metamark><add xml:id='add_herz' place='above'>herzlicher</add>

Einweisungslinien werden nicht codiert.

Ersetzungen: <subst>

Wenn ein Textbereich einen anderen, gestrichenen ersetzt, wird dies als Kombination von Streichung und Einfügung innerhalb des Elements <subst>…</subst> («substitution») codiert.

Stehen Streichung und Einfügung nicht direkt beeinander, sondern durch andere Textteile getrennt, so dass eine Verbindung beider innerhalb von <subst>…</subst> nicht möglich ist, erhalten Löschung und Hinzufügung jeweils eine xml:id; auf diese IDs wird sodann mit <substJoin target="#… #…"/> verwiesen.

Beispiel:

code Beispiel
<note type='stamp' place='top-left' rend='majuscule' resp='#author_schoenberg_addr_st1'>
   <stamp rend='align(center)'>
      <address>
         <addrLine>Arnold Schönberg</addrLine>
         <addrLine rend='small'>
            <delSpan rend='verticalStrike' spanTo='delAddr01'></delSpan>–&amp;#8239;–&amp;#8239;– 
            <placeName key='E0500002'>Wien</placeName>
                                                        –&amp;#8239;–&amp;#8239;–
         </addrLine>
         <addrLine rend='small'>
            <placeName key='E0500077'>IX. Liechtensteinstraße 68/70</placeName>
            <anchor xml:id='delAddr01'></anchor>
         </addrLine>
      </address>
   </stamp>
</note><add xml:id='addAddr01'>
   <address>
      <addrLine>derzeit: 
         <placeName key='E0500040'>Steinakirchen am Forst</placeName>, Nied.Oesterr
      </addrLine>
   </address>
</add><substJoin target='#delAddr01                                         #addAddr01'></substJoin>
Umstellungen: <transpose>

Bei kleineren Umstellungen der Wortreihenfolge wird in der ursprünglichen Reihenfolge codiert, aber die vertauschten Worte/Segmente werden jeweils mit dem Element <seg>…</seg> umgeben und mit einer Kennung (xml:id) versehen. In einer frei platzierbaren Liste <listTranspose>…</listTranspose> wird im Element <transpose>…</transpose> die intendierte Reihenfolge post correcturam durch die Reihenfolge der Elemente <ptr target="#…"/> wiedergegeben, die auf die jeweiligen Segmente verweisen.

Einweisungszeichen können als <metamark function="transposition" target="#… #…">…</metamark> codiert werden, unter Referenzierung der beteiligten vertauschten Segmente (target="#… #…") und des verwendeten Zeichens.

Beispiel: Brief Schönberg an Busoni, 19.9.1911:

Text ante correcturam: […] und später zusagen, […]Text post correcturam: […] und zusagen, später […] Korrekturzeichen: ∿

code Beispiel
<seg xml:id='mv_1'>später</seg><metamark function='transposition' target='#mv_1                                         #mv_2'>&amp;#8767;</metamark><seg xml:id='mv_2'>zusagen,</seg><listTranspose>
   <transpose>
      <ptr target='#mv_2'></ptr>
      <ptr target='#mv_1'></ptr>
   </transpose>
</listTranspose>
Transkription unsicher: <unclear>

Nicht eindeutig entzifferbare Stellen werden innerhalb des Elements <unclear>…</unclear> codiert. Sind mehrere Varianten möglich, erhält jede ein eigenes Element <unclear>…</unclear>; alle Varianten stehen dann innerhalb des umgebenden Elements <choice>…</choice>.

Zu jedem Element <unclear>…</unclear> gehört eine Angabe zur Wahrscheinlichkeit der jeweiligen Lesart (Attribut cert="…", obligatorisch); die Nennung eines Grundes für die Unsicherheit (Attribut reason="…") ist hingegen fakultativ. Mögliche Werte sind:

cert="…"

Bedeutung

high

die wahrscheinliche Lesart (nur eine ist möglich)

medium

eine von mind. zwei gleich wahrscheinlichen Lesarten

low

eine unwahrscheinliche Lesart

unknown

Einschätzung der Wahrscheinlichkeit nicht möglich

reason="…"

Bedeutung

illegible

unleserlich (Schrift ansonsten unbeeinträchtigt, aber nicht zweifelsfrei entzifferbar)

overwritten

überschrieben

strikethrough

durchgestrichen

erasure

Rasur

paper-missing

Papier fehlt

faded

verblasst

low-ink

wenig Tinte

ink-blot

Tintenklecks

hole

Loch

stain

Fleck

seal

Siegel

paste-over

überklebt

damage

auf andere Weise beschädigt

incomplete

auf andere Weise unvollständig

Beispiel:

Brief Schönberg an Busoni, 10.9.1903: «Hoch verehrter» / «Hochverehrter»

code Beispiel
<choice>
   <unclear cert='high'></unclear>
   <unclear cert='low'></unclear>
</choice>
Transkription unmöglich: <gap>

Nicht entzifferbare Stellen werden mit dem Element <gap/> codiert; Angaben zur Ausdehnung und zum Grund der Transkriptionslücke sind obligatorisch. Für den Grund (Attribut reason="…") gelten die genannten Werte. Für die Ausdehnung ist sind folgende Angaben möglich:

Code

Bedeutung

extent="…"

exakte Ausdehnung (numerische Angabe, erfordert unit="…")

atLeast="…"

Ausdehnung mindestens (numerische Angabe, erfordert unit="…")

atMost="…"

Ausdehnung höchstes (numerische Angabe, erfordert unit="…")

extent="unknown"

unbekannte Ausdehnung

Wird eine Ausdehnung auf diese Weise beziffert, muss mit einer Angabe zur Einheit (Attribut unit="…") spezifiziert werden:

unit="…"

Bedeutung

char

Zeichen

word

Worte

line

Zeilen

page

Seiten

Ergänzungen: <supplied>

Bei nicht entzifferbaren oder fehlenden Stellen kann gleichwohl feststehen (oder entschieden werden, dass man weiß), was dort steht oder gestanden hat. In diesen Fällen ersetzen wir <gap/> durch das Element <supplied>…</supplied>. Der Grund für das Fehlen ist auch hier mit dem Attribut reason="…" wie beschrieben anzugeben.

Ferner kann <supplied>…</supplied> für irrtümlich ausgelassene Zeichen oder Worte verwendet werden; der Grund wird in solchen Fällen mit reason="omitted" angegeben.

Beispiele:

Brief Schönberg an Busoni, 13.7.1909: Poststempel mit Lücken (Steinakirchen am Forst)

code Beispiel
<stamp>
   <placeName key='E0500040'>
      <hi rend='majuscule'>S
         <supplied reason='incomplete'>tei</supplied>nakir
         <supplied reason='paper missing'>chen</supplied>
      </hi> am 
      <hi rend='majuscule'>For
         <supplied reason='incomplete'>st</supplied>
      </hi>
   </placeName>
   <date when-iso='1909-07-14'>14.VII.0
      <supplied reason='incomplete'>9</supplied>
      <gap atMost='2' unit='char' reason='incomplete'></gap>–5
   </date>
</stamp>

Brief Schönberg an Busoni, 31.7.1909: vergessenes Wort ich lange über Ihren Einwand gegen meinen Klavierstil nachgedacht

code Beispiel
<supplied reason='omitted'>habe</supplied>

Erstausgabe Entwurf einer neuen Aesthetik der Tonkunst: ausgelassene Silbe

code Beispiel
<supplied reason='omitted'>ge</supplied>

Zweite Ausgabe Entwurf einer neuen Aesthetik der Tonkunst: fehlendes Leerzeichen

code Beispiel
<supplied reason='omitted'></supplied>
Zusätze

[noch zu spezifizieren]

originale Fußnoten/Marginalien

Originale Fußnoten (am Fuß der Seite) bzw. Marginalien (am Rand der Seite) werden innerhalb des Elements <note>…</note> codiert. Dabei sind als Attribute anzugeben:

  • mit place die Platzierung auf der Seite (i. d. R. place="bottom", place="margin-left", place="margin-right")
  • mit style die Art des Fußnotenzeichens (falls nicht numerisch mit arabischen Zahlen)
    • style="roman" (römische Zahlen)
    • style="*-repeat" (kumulierende Zeichen: *, **, *** …)
    • style="char:*", style="char:†", style="char:‡" (wechselnde Zeichen: *, †, ‡, …)
  • mit n eine Ordnungszahl: n="1", n="2", …
    • bei originalen Nummern die entsprechende arabische Zahl
    • bei kumulierenden Zeichen die Anzahl der Zeichen
    • bei wechselnden Zeichen pro Seite durchzählen
Annotationen

[noch zu spezifizieren]

Brief Huber an Busoni, 27.4.1916:

code Beispiel
<note type='annotation' resp='#recipient' place='bottom' rend='rotate(90)'>
   <persName key='E0300157'>Frau Speiser</persName>
   <lb></lb>
   <unclear reason='illegible' cert='high'>Mittwoch</unclear>
   <gap reason='illegible' atLeast='1' unit='word'></gap>
   <lb></lb>
   <gap reason='illegible' atLeast='1' unit='word'></gap>
</note>
Zählungen

Seitenzahlen werden innerhalb des Elements <note>…</note> mit dem Attribut type="…" codiert. Wir unterscheiden Zählungen von Blättern (Foliierung), Seiten (Paginierung) und Korrespondenzstücken (Nummerierung); die Werte für type="…" lauten entsprechend:

type="…"

Bedeutung

foliation

Foliierung (Zählung der Blätter oder Bogen)

pagination

Paginierung (Zählung der Seiten)

numbering

Nummerierung (Zählung der Korrespondenzstücke)

Neben type="…" sind auch Angaben zum Ort auf dem Papier und zur Schreiberhand obligatorisch, also die Attribute place="…" und resp="#…". Bei place gelten die möglichen Werte für Platzierungen; bei resp muss die entsprechende Kennung aus der Beschreibung der Hände angegeben werden.

Beispiele:

Blattzählung durch einen Bibliothekar, auf der Seite unten rechts, mit eckigen Klammern:

code Beispiel
<note type='foliation' place='bottom-right' resp='#archive'>[2]</note>

Seitenzählung durch den Verfasser, auf der Seite oben rechts, zusätzlich umkreist:

code Beispiel
<note type='foliation' place='top-right' resp='#major_hand' rend='circle'>1.</note>
Stempel

Bibliotheken, Adressstempel, Poststempel

Position, Ausrichtung

häufige Werte für rend: round border majuscule align(center)

Vorlagen vorkommender Stempel

Bei Übernahme dieser Snippets muss das Attribut place="…" ausgefüllt und die Referenzierung der «Hand» (resp) überprüft werden.

«Deutsche Staatsbibliothek Berlin»

Rundstempel mit Rahmen, im Stempel selbst zentriert, «Berlin» im Sperrsatz:

code Beispiel
<note type='stamp' place='…' resp='#dsb_st_red'>
   <stamp rend='round border align(center)                                                 small'>Deutsche 
      <lb></lb>Staatsbibliothek 
      <lb></lb>
      <placeName key='E0500029'>
         <hi rend='spaced-out'>Berlin</hi>
      </placeName>
   </stamp>
</note>

«Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz»

Rundstempel mit Rahmen, im Stempel selbst zentriert:

code Beispiel
<note type='stamp' place='…' resp='#sbb_st_red'>
   <stamp rend='round border align(center) small'>Preußischer
                                                        
      <lb></lb>Staats-
                                                        
      <lb></lb>bibliothek
                                                        
      <lb></lb>zu 
      <placeName key='E0500029'>Berlin</placeName>
      <lb></lb>Kulturbesitz
                                                    
   </stamp>
</note>

«Nachlaß Busoni»

Stempel ohne Rahmen, einzeilig:

code Beispiel
<note type='stamp' place='…' resp='#sbb_st_blue'>
   <stamp>Nachlaß Busoni</stamp>
</note>

«The Library of Congress»

Rundstempel ohne Rahmen, mit Asterisken als Trennzeichen, in Versalien:

code Beispiel
<note type='stamp' place='…' resp='#lc_st_red'>
   <stamp rend='round majuscule small'>* The * Library * of * Congress *</stamp>
</note>

Schönberg (Wien, Liechtensteinstr.)

Adressstempel in Versalien, zentriert, die Adresse kleiner als der Name:

code Beispiel
<stamp rend='majuscule'>
   <address rend='align(center)'>
      <addrLine>Arnold Schönberg</addrLine>
      <addrLine rend='small'>–&amp;#8239;–&amp;#8239;– 
         <placeName key='E0500002'>Wien</placeName> –&amp;#8239;–&amp;#8239;–
      </addrLine>
      <addrLine rend='small'>
         <placeName key='E0500077'>IX. Liechtensteinstraße 68/70</placeName>
      </addrLine>
   </address>
</stamp>
Signaturen

Bibliotheks-Signaturen werden innerhalb des Elements <idno>…</idno> («identifier») codiert. Das Attribut type="…" ist obligatorisch. Der Wert für type entspricht dem RISM-Bibliothekssigel der Bibliothek; handelt es sich um eine nicht mehr gültige Signatur, wird .olim angefügt (i. d. R. handelt es sich dann um Ersetzungen).

Umschlossen wird <idno> stets vom Element <note>…</note> mit dem Attribut type="shelfmark". Angaben zum Ort auf dem Papier und zur Schreiberhand sind obligatorisch, also die Attribute place="…" und resp="#…". Bei place gelten die möglichen Werte für Platzierungen; bei resp muss die entsprechende Kennung aus der Beschreibung der Hände (i. d. R. resp="#archive") angegeben werden.

Beispiele:

Signatur oben mittig auf der Seite,vergeben von der Staatsbibliothek zu Berlin · Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung:

code Beispiel
<note type='shelfmark' place='top-center' resp='#archive'>Mus.Nachl. F. Busoni B II, 4545</note>

oben rechts durchgestrichene alte Signatur,darunter neue Signatur,vergeben jeweils von der Staatsbibliothek zu Berlin · Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung:

code Beispiel
<note type='shelfmark' place='top-right' resp='#archive'>
   <subst>
      <del rend='strikethrough'>Mus.ep. A. Schönberg 6 (Busoni-Nachl. B II)</del>
      <add place='below'>Mus.Nachl. F. Busoni B II, 4545</add>
   </subst>
</note>
Anstreichungen

[noch zu spezifizieren]

Brief Busoni an Schenker, Ende Mai 1897:

[mit Buntstift (lila) doppelt am linken Rand angestrichen]

code Beispiel
<p rend='indent-first'>Großen Dank für die freundl. Sendung der
                                            
   <lb></lb>
   <hi rend='stroke-left double violet' resp='#recipient_2'>Noten. Die 
      <title key='E0400424'>Ballade</title> machte
                                                
      <lb></lb>auf mich einen ernsten,
                                                
      <lb></lb>schoenen Eindruck. –
   </hi>
</p>
Post-Aufkleber, Zensurmarken

[noch zu spezifizieren]

code Beispiel
<note type='label' place='…' resp='#post'>…</note>
code Beispiel
<note type='label' place='…' resp='#censor'>…</note>
sonstige Anmerkungen

[noch zu spezifizieren]

Editorische Eingriffe
Korrekturen

Wir korrigieren nur solche Lesarten der Quelle, die auch vor dem Hintergrund individueller Schreiber-Eigenheiten und im Rahmen der (sehr viel weniger regulierten) zeitgenössischen Praxis eindeutig als Fehler anzusehen sind. Dies wird vergleichsweise selten der Fall sein; bei gedruckten Quellen kommen in erster Linie Druckfehler in Betracht.

Die originalen (im oben beschriebenen Sinne «falschen») Schreibungen werden innerhalb des Elements <sic>…</sic> codiert, die berichtigten Schreibungen innerhalb des Elements <corr>…</corr>; beide stehen als Varianten innerhalb des umgebenden Elements <choice>…</choice>.

Handelt es sich um irrtümlich vergessene Zeichen, können sie innerhalb des Elements <supplied> mit dem Attribut reason="omitted" ergänzt werden.

Beispiele:

Brief Schönberg an Busoni, 10.9.1903: Wenn Sie also die Freundlichkeit hätten sich meine Partitur ansehen zu wollen, so möchte ich Sie Ihnen gerne schicken. | Sie → sie [die Partitur]

code Beispiel
<choice>
   <sic>S</sic>
   <corr>s</corr>
</choice>
Normalisierung/Regularisierung

Grundsätzlich werden alle Schreibungen der Quelle für die diplomatische Anzeige exakt übernommen. Zwecks leichterer Lesbarkeit vereinheitlichen wir aber für die Anzeige in der Lesefassung Orthographie und Interpunktion gemäß heutigen Regeln. Es werden also bei Abweichungen von den heute gewohnten Schreibungen zwei Varianten desselben Textes erfasst.

Wenn sich aus der Angleichung von Schreibungen eine veränderte Lautung ergeben würde, vereinheitlichen wir hingegen nicht (Wahrung des Lautstands).

Originale Schreibungen werden innerhalb des Elements <orig>…</orig> codiert, regularisierte Schreibungen innerhalb des Elements <reg>…</reg>; müssen dabei nicht nur Zeichen ergänzt bzw. weggelassen, sondern ausgetauscht werden, stehen die Varianten innerhalb des umgebenden Elements <choice>…</choice>. Handelt es sich um Abkürzungen, werden <abbr>…</abbr> bzw. <expan>…</expan> verwendet.

Beispiele:

daß → dass

code Beispiel
<choice>
   <orig>ß</orig>
   <reg>ss</reg>
</choice>

im Original fehlendes Komma:

code Beispiel
<reg>,</reg>

im Original Reduplikations-/Nasalstrich m̅ → mm:

code Beispiel
<choice>
   <abbr>m&amp;#773;</abbr>
   <expan>mm</expan>
</choice>

im Original Reduplikations-/Nasalstrich n̅ → nn:

code Beispiel
<choice>
   <abbr>n&amp;#773;</abbr>
   <expan>nn</expan>
</choice>

Normalisierung der Datumsangabe in der Datumszeile: «18/XI. 1914» → «18.11.1914»

code Beispiel
<dateline rend='align(right)'>
   <date when-iso='1914-11-18'>18
      <choice>
         <orig>/XI. </orig>
         <reg>.11.</reg>
      </choice>1914
   </date>
</dateline>

Brief Schönberg an Busoni, 13.8.1909:

Ausgangstext (für diplomatische Ansicht): Sie schrieben einmal, ob ich einen Verleger habe und fragten mich ein anderesmal, ob Sie etwas thun könnten.

Zieltext (für Lesefassung): Sie schrieben einmal, ob ich einen Verleger habe, und fragten mich ein anderes Mal, ob Sie etwas tun könnten.

Code:

code Beispiel
<reg>,</reg><choice>
   <orig>m</orig>
   <reg> M</reg>
</choice><orig>h</orig>
Abbildungen

[noch zu spezifizieren]

Beispiele:

code Beispiel
<figure place='center'>
   <figDesc>Schiffsvignette des Insel-Verlags</figDesc>
   <graphic width='96px' height='92px' url='entwurf1916_03_logo.png'></graphic>
</figure>
Notenbeispiele

[noch zu spezifizieren]

Beispiele:

code Beispiel
<notatedMusic place='inline'>
   <ptr target='nb/1910-07-03-sb-nb1.xml'></ptr>
   <graphic width='111px' height='51px' url='1910-07-03-sb_4_ex_1.png'></graphic>
   <desc>
      <persName key='E0300023'>Arnold Schönberg</persName>, 
      <rs key='E0400113'>op.&amp;#8239;11 Nr. 2</rs>, T. 1
   </desc>
</notatedMusic><lb></lb><lb></lb>
code Beispiel
<notatedMusic place='block left'>
   <ptr target='nb/1909-07-26-bs-nb1.xml'></ptr>
   <graphic width='200px' height='92px' url='1909-07-26-bs_3_ex_1.png'></graphic>
   <desc>
      <persName key='E0300023'>Arnold Schönberg</persName>, 
      <rs key='E0400019'>op.&amp;#8239;11 Nr. 2</rs>, T. 40
   </desc>
</notatedMusic><lb></lb><hi rend='underline'>Orchestrale</hi><choice>
   <sic>in&amp;#8217;s</sic>
   <corr>ins</corr>
</choice><lb></lb><hi rend='underline'>Pianistische</hi><lb></lb><notatedMusic place='block right'>
   <ptr target='nb/1909-07-26-bs-nb2.xml'></ptr>
   <graphic width='200px' height='112px' url='1909-07-26-bs_3_ex_2.png'></graphic>
   <desc>
      <persName key='E0300017'>Ferruccio Busoni</persName>, 
      <rs key='E0400032'>Bearbeitung von 
         <persName key='E0300023'>Schönbergs</persName> op.&amp;#8239;11
                                                Nr. 2
      </rs>, T. 47
   </desc>
</notatedMusic>
code Beispiel
<figure>
   <ab type='caption' rend='align(center)'>Ein So
      <choice>
         <abbr>n&amp;#773;</abbr>
         <expan>nn</expan>
      </choice>tagsmotiv:
   </ab>
   <notatedMusic>
      <ptr target='nb/1917-02-hb-nb1.xml'></ptr>
      <graphic width='200px' height='59px' url='1917-02-hb_ex_1.jpg'></graphic>
      <desc>
         <persName key='E0300017'>Ferruccio Busoni</persName>, 
         <title key='E0400233'>Rondò Arlecchinesco op.&amp;#8239;46</title>, Zf.&amp;#8239;23
                                                T.&amp;#8239;4&amp;#829;f. (usw.)
      </desc>
   </notatedMusic>
</figure>
Layout

Zahlreiche Elemente können über die Attribute place (Platzierung) und rend («rendition», Wiedergabe) mit genaueren Layout-Informationen ausgestattet werden. place und rend können mehrere Angaben enthalten; wenn mehrere der im Folgenden beschriebenen Angaben auf denselben Textbereich zutreffen, werden sie innerhalb desselben Attributs durch Leerzeichen getrennt.

Schriftgrößen

Unterschiedliche Schriftgrößen werden bei handschriflichen Quellen nur selten zum Einsatz kommen und können i. d. R. ignoriert werden; in einigen Fällen (etwa bei Briefpapiervordrucken) können solche Größenangaben allerdings sinnvoll sein und mit dem Attribut rend="…" angegeben werden. Wir unterscheiden fünf Stufen (keine Angabe bedeutet «normal»):

rend="…"

Bedeutung

tiny

sehr klein

small

kleiner

normal

normal

large

größer

huge

sehr groß

Zeichengrößen

Skalierungen einzelner Zeichen können mit dem Attribut rend="scale(x,y)" codiert werden (x: horizontaler Faktor, y: vertikaler Faktor).

Beispiel:

Brief Schenker an Busoni, 2.1.1899

code Beispiel
<closer>
   <salute>
      <choice>
         <orig>C</orig>
         <reg>K</reg>
      </choice>adenz:!
                                            
   </salute>
   <signed>
      <table>
         <row>
            <cell>Ihr</cell>
            <cell>
               <persName key='E0300024'>Heinrich</persName>
            </cell>
            <cell>
               <persName key='E0300024'>Schenker</persName>
            </cell>
         </row>
         <row>
            <cell rows='2' rend='huge'>↓</cell>
            <cell rend='align(center)'>↓</cell>
            <cell rend='align(center)'>↓</cell>
         </row>
         <row>
            <cell>Dominante</cell>
            <cell>Toni
               <choice>
                  <orig>c</orig>
                  <reg>k</reg>
               </choice>a
            </cell>
         </row>
         <row>
            <cell>Unterdominante</cell>
            <cell></cell>
            <cell></cell>
         </row>
         <row>
            <cell cols='3' rend='scale(18,2) align(center)'>⏟</cell>
         </row>
      </table>
   </signed>
</closer>
Hervorhebungen

Text, dessen Gestalt sich durch bestimmte typographische Auszeichnungen der Schrift von der Normalgestalt der Umgebung unterscheidet, wird mit dem Attribut rend genauer beschrieben. Als Träger für rend dient immer dann das Element <hi>…</hi> («highlighted»), wenn eine Hervorhebungsabsicht anzunehmen ist und kein anderes, spezifischeres Element in Frage kommt. Bei kurzen Passagen in abweichender Textgestalt ohne anzunehmende Hervorhebungsabsicht und ohne anderes, spezifischeres Element kann das Element <seg>…</seg> verwendet werden.

Die Art der Hervorhebung wird über das Attribut rend codiert; mögliche Angaben sind:

rend="…"

Bedeutung

italic

kursiv

bold

fett

underline

unterstrichen

rend="underline" n="2"

doppelt unterstrichen (mit n="…" analog weiter steigerbar)

underline-wave

unterkringelt

majuscule

GROSSBUCHSTABEN (der Text selbst wird in Normalschreibung codiert!)

caps

Kapitälchen (der Text selbst wird in Normalschreibung codiert!)

sup

hochgestellt

sub

tiefgestellt

spaced-out

g e s p e r r t

antiqua

lateinische Schrift innerhalb von Fraktursatz (Drucke)

fraktur

Fraktursatz (Drucke)

latin

lateinische Schrift innerhalb von Kurrentschrift (Manuskripte)

kurrent

Kurrentschrift innerhalb von lateinischer Handschrift

Einrückungen und Einzüge

Text, dessen Positionierung sich absatz- oder zeilenweise durch horizontale Verschiebung von der Normalgestalt der Umgebung unterscheidet (Ein-/Ausrückung, Erstzeileneinzug), wird mit dem Attribut rend genauer beschrieben. Folgende Werte sind möglich:

rend="…"

Bedeutung

indent

eingerückter Text (nach rechts verschoben)

indent-first

Erstzeileneinzug (am Absatzbeginn erste Zeile weiter rechts)

indent-2-first

größerer Erstzeileneinzug (am Absatzbeginn erste Zeile noch weiter rechts)

first-right

großer Erstzeileneinzug der ersten Zeile (quasi rechtsbündig)

indent-first-neg

negativer Erstzeileneinzug (am Absatzbeginn erste Zeile weiter links)

no-indent-first

kein Erstzeileneinzug (nur nötig, wenn ein übergeordneter Einzug nicht mehr gelten soll)

Abstände und horizontale Zwischenräume

Zusätzlicher Abstand (z.‥B. zwischen Absätzen) kann im Attribut rend codiert werden. Folgende Werte sind möglich:

rend="…"

Bedeutung

space-above

zusätzlicher Abstand über dem Element

space-below

zusätzlicher Abstand unter dem Element

Platzierung

Die Platzierung eines Elements auf der Seite beschreibt grundsätzlich das Attribut place="…" (nur bei Fortsetzungen des Textflusses bei voller Seite quer am Rand wird dies als Spaltenwechsel aufgefasst und mit <cb type="margin-left"/> bzw. <cb type="margin-right"/> codiert).

Die Anordnung der Inhalte einer Seite sollte sich so weit wie möglich in der Reihenfolge der Elemente bei der Codierung widerspiegeln. Genauere Angaben zur Platzierung auf der Seite mit dem Attribut place="…" sind in unserer Edition nur für wenige Elemente möglich: <note>, <add>, <figure> und <notatedMusic>. Mögliche Werte für place="…" sind:

place="…"

Bedeutung

am oberen Seitenrand:

 

top-left

links

top-center

mittig

top-right

rechts

am unteren Seitenrand:

 

bottom-left

links

bottom-center

mittig

bottom-right

rechts

am seitlichen Seitenrand:

 

margin-left

links

margin-right

rechts

an Ort und Stelle der Codierung:

 

left

links

right-of

rechts von etwas (nicht ganz rechts)

center

mittig

right

rechts

in der Zeile:

 

inline

in der aktuellen Zeile

above

oberhalb von (bei Ersetzungen)

below

unterhalb von (bei Ersetzungen)

across

darüber geschrieben (bei Ersetzungen)

Ausrichtung

Die horizontale Ausrichtung innerhalb eines Elements beschreibt das Attribut rend="align(…)". Anders als bei der Platzierung eines Elements auf der Seite geht es hier um die Ausrichtung innerhalb von potentiell mehrzeiligen Elementen (i. d. R. Absätze, aber auch Versgruppen, Adressen, Stempel usw.).

Wenn einzelne Zeilen eines Absatzes mit besonderer Ausrichtung erscheinen, ohne dass die Absicht einer Hervorhebung erkennbar ist (etwa bei überhängenden Zeilen), wird dies über das Element <seg rend="…">…</seg> codiert; ist eine Hervorhebung intendiert, codieren wir mit <hi rend="…">…</hi>.

Textdrehungen beschreibt das Attribut rend="rotate(…)". Bei Drehungen um 90° oder -90° gibt i. d. R. die obere Kante des gedrehten Textes den Ort der Codierung vor; Ausnahme hiervon sind lediglich Drehungen bei gleichzeitiger Platzierung am unteren Ende (place="bottom-…).

rend="…"

Bedeutung

align(left)

linksbündig

align(center)

zentriert

align(right)

rechtsbündig

align(justify)

Blocksatz

rotate(-90)